00:00:02: Willkommen bei die bessere Hälfte.
00:00:05: Wir werden immer älter und das ist eine ziemlich gute Nachricht!
00:00:09: In diesem Podcast spreche ich mit Menschen, die durch ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Perspektiven unseren Blick aufs Älterwerden verändern.
00:00:18: Ich bin Stephanie Hildcher und meine bessere hälfte heute ist Franka Therouti.
00:00:24: Franka ist Psychologin, Psychotherapeuten, Bestsellerautorin.
00:00:30: In ihrem neuen Buch Die Innere Oma stellt sie eine ziemlich schöne Frage.
00:00:35: Was wäre, wenn wir öfter die älteste und vielleicht beisigste Version unserer selbst um Rat fragen würden?
00:00:42: Franka ist gerade fünfzig geworden – der perfekte Moment also, um mit ihr über das Älterwerden, die innere Omer und die Frage zu sprechen wie wir heute Entscheidungen treffen, die für unser zukünftiges Ich einmal dankbar sein wird!
00:00:55: Herzlich Willkommen
00:00:56: Franka.
00:01:02: Ich freue mich extrem, dass du heute hier bist.
00:01:04: Ich freu
00:01:05: mich so selber die Einladung.
00:01:06: Danke schön!
00:01:07: Ja voll
00:01:07: schön und was ganz Tolles mitgebracht.
00:01:10: ein ganz neues Konzept und zwar das Konzept der inneren Oma.
00:01:13: und bevor wir da theoretisch darüber sprechen würde ich ganz gerne deine innere Oma einmal kennenlernen.
00:01:19: welches Bild hast Du denn ganz konkret von ihr?
00:01:22: Wie sieht die aussitzt, die wir lebt?
00:01:24: Was ist das für eine Frau?
00:01:27: Gerne also meine innere oma.
00:01:29: das bin ja ich selbst in sehr fortgeschrittenem Lebensalter so vom Ende des Lebens zurückschaut.
00:01:37: Das ist meine Innere Oma und meine persönliche InnereOma, die hat wahrscheinlich ein bisschen verwuschelte Haare, weiß... oben eine Lesebrille drin stecken, eine Brille auf der Nase, eine brille irgendwo in ihrer Tasche.
00:01:54: Brillen verlieren ist so'n Thema auch bei ihr.
00:01:57: Sie ist immerhin ich, nur noch älter.
00:02:01: Ich vermute, dass sie irgendwelche Klamotten anhat, die sie gerade aus dem Schrank gezogen hat und dazu Gummistiefel weil sie viel draußen im Garten rumstapft.
00:02:11: wahrscheinlich hat sie nicht ganz gepflegte Fingernägel weil sie in der Erde rumwühlt, Kartoffeln ausgräbt oder sich grad ein Salat abgeschnipselt hat aus ihrem Hochbeet.
00:02:27: Wo sie geht und steht Podcasts hört, ob es dieses Medium noch geben wird.
00:02:33: Wenn ich mal alt bin weiß ich natürlich nicht.
00:02:35: aber irgendwas würde sich immer immer reinziehen irgendwas inspirierendes was ihr gerne hört.
00:02:40: ja und die unvermeidliche kaffeetas ist immer griffbereit.
00:02:43: das wird sich niemals ändern und dass wird auch mit achtzig oder neunzig noch so sein.
00:02:47: sehr gut und wo lebt sie?
00:02:51: Ich glaube Sie lebt in Nord Finnland Ja So kurz unter dem Polarkreis.
00:02:56: Das ist die Region, wo meine Mutter herkam und die ich jetzt gerade dabei bin mir so ein bisschen zurückzuerobern.
00:03:04: Und ich denke das sie da leben oder auf jeden Fall sehr viel Zeit verbringen wird.
00:03:13: Was hat die alte Franke?
00:03:14: was?
00:03:15: Die jetzige Franke vielleicht noch nicht hat
00:03:18: mehr Gelassenheit.
00:03:22: Also, wie soll ich sagen?
00:03:24: Somit, die Franka ist ja dann auch schon durch.
00:03:28: Nicht im Sinne von abgekämpft sondern eher so ein bisschen abgeklärt.
00:03:34: also sie braucht nun wirklich jetzt kein mehr irgendwas beweisen oder mit irgendetwas ringen sondern ich hoffe dass sie sich ganz arg freut über alles was isst das sie ein bisschen gegenwärtiger in dem Moment Und ich hoffe, dass es ihr gelungen sein wird, ihre Lieben um sie zu versammeln und mehr Zeit noch in Beziehung zu investieren als ich das jetzt gerade manchmal schaffe.
00:04:02: Schöne Vorstellung auf jeden Fall!
00:04:04: Wie entsteht denn die innere Oma eigentlich?
00:04:07: Ist das ein Bild was sich einfach, weil er nicht visualisieren kann, weil's komplett schon da ist oder erfinde ich mir das?
00:04:19: Ich finde und fand es hilfreich, mir das wirklich zu visualisieren.
00:04:23: Es geht ja letztlich darum bei diesem ganzen Konzept der inneren Oma dass man sich traut das Leben auch mal vom Ende her zu betrachten weil da einfach ein anderes Gefühl für Prioritäten gibt.
00:04:38: aber dieses Vom Ende her Betrachten ist für viele Menschen unangenehm Weil wir dann natürlich auch darüber nachdenken müssen dass wir endlich sind dass dieses Leben zu Ende gehen wird, das wir nur eine begrenzte Zeit haben.
00:04:52: Und vielen Menschen also aus meiner Praxis aber auch mir selber fällt es leichter wenn ich diese letzte Phase des Lebens trotzdem als freundliche gut gealterte Version meiner Selbstbetrachte.
00:05:07: Also nicht nur so die düsteren Facetten von Tod und Ende, ich stelle mir vor was auf meinem Grabstein stehen wird.
00:05:13: das kann man auch machen also im Sinne von den Tod als Ratgeber benutzen.
00:05:17: Ich stell mir lieber die Person vor die ich am Ende noch sein werde noch lebend zurückschauen.
00:05:25: Das ist sozusagen diese Kernidee und dabei hilft eine Visualisierung schon Und manche Leute können das, die können sich das total gut vorstellen.
00:05:33: Die gucken jetzt in den Spiegel und fügen in ihrer Fantasie ein paar Runzeln hinzu.
00:05:37: Mir hilft es echt, wenn ich das mit so einem Filter oder mit KI etwas altern lasse.
00:05:43: Das kann KI inzwischen auch wirklich ganz gut, wenn man dann einen Eindruck bekommt und sich auf dieses Bild einlässt ist manchmal ein bisschen komisch.
00:05:53: Aber das bringt einem, dass zukünftige selbst also der Mensch, der mal sein wird ... für manche vielleicht in fünfzig Jahren auch wirklich ein bisschen näher.
00:06:03: Ich hab das ja eben auch gemacht, ich habe dir das Bild schon gezeigt!
00:06:07: Es
00:06:07: ist ein sehr freundliches Bild.
00:06:10: Ich glaube, ich muss noch ein paar Falten hinzurechnen lassen.
00:06:13: Aber als ich das so gesehen habe, dachte ich auch
00:06:17: ja!
00:06:17: Das
00:06:18: ist toll und das verändert natürlich im Hier- und Jetzt-Was, weil wir wissen alle, dass wenn wir optimistisch auf unsere Zukunft gucken, dass sich das positiv auf das jetzt und hier auswirkt und auf unsere Gesundheit, die mentale und körperliche.
00:06:33: Vielleicht kannst du das mal erklären?
00:06:36: also warum dieses Bild, dass wir uns von uns bauen können und eine Vorstellung von einer Zukunft mit der wir uns irgendwie gut identifizieren können.
00:06:45: Warum das so eine Auswirkung auf unser jetziges Leben hat?
00:06:49: Ja, total gerne.
00:06:50: Also es hat sich gezeigt und da gibt's inzwischen auch ein bisschen Forschung zu zum sogenannten Zukunft selbst oder future self und vor allen Dingen wie wichtig die Future Self Continuity ist also wie wichtig das ist dass wir ein Verständnis davon entwickeln, dass wir auch in Zukunft noch sein werden!
00:07:08: Dass wir immer noch existieren werden in dieser Zukunft zum Beispiel auch immer noch in diesem Körper werden wohnen wollen.
00:07:15: Dass wir einen Leben haben wollen in der Zukunft indem wir uns wohl fühlen, indem wir gerne wohnen und dass wir die entscheidenden Stellschrauben dafür das unser Zukunft selbst sich gut fühlt.
00:07:26: Ja jetzt schon nicht nur stellen können sondern vielleicht auch sollten.
00:07:31: aber der Bruch passiert dann wenn Menschen keine gute Verbindung zu ihrer Zukunft haben.
00:07:38: Dann passiert das, was viele Leute so aus ihrem Alltag auch kennen, dass sie ihre Entscheidungen ihr Verhalten eher daran ausrichten, was sich kurzfristig angenehm anfühlt oder was kurzfristige Effekte erzielt zur Lasten der Mittel- und Langfristigkeit Und den Blick insofern ein bisschen zu weiten und zu gucken.
00:07:59: Aber wenn ich das jetzt so und so mache oder die und die Routine etabliere Dieses und jenes Geld zurücklege oder mit dem und dem Sport beginne, was auch immer.
00:08:10: Was bedeutet das jetzt?
00:08:11: Naja, jetzt ist es vielleicht unbequem oder verzicht oder anstrengend aber was bedeutet das langfristig?
00:08:17: Was habe ich zu
00:08:17: gewinnen?".
00:08:19: Und deshalb immer die Frage, was sagt meine innere Oma dazu?
00:08:22: Die wird sich freuen!
00:08:23: Wenn ich jetzt auch mal etwas mache, was jetzt anstrendend ist also der schwierige Gespräch führen... ...die Grenze ziehen Mir jetzt vielleicht auch mal was verkneifen, aber auch unbedingt jetzt auch mal etwas Schönes machen.
00:08:35: Weil das schöne Leben soll ich auch nicht vergessen, sagt die innere Oma.
00:08:38: Das ist irgendwie so ein bisschen die Ausgewogenheit, die vielen Leuten fehlt.
00:08:42: und die Forschung sagt Menschen mit einer guten Future-Self continuity also einer starken Verbindung zu dem Menschen der sie in Zukunft sein werden verhalten sich selbst für sorglicher treffen klügere langfristigere Entscheidungen für ihr Leben und sind sogar auch ethischer weil sie wissen, ich werde auch in Zukunft mir ins Gesicht gucken müssen.
00:09:02: Und das finde ich so spannend dass ich denke warum haben wir das so lange vernachlässigt?
00:09:06: Warum geht unser Blick immer so oft zurück und wo komme ich her und was hat mich geprägt?
00:09:10: können nicht auch mal anfangen wirklich weit nach vorne zu gucken nämlich eben ans Ende des Lebens?
00:09:16: und dann stellen sich ganz andere Fragen plötzlich.
00:09:20: Vielleicht kannst du noch mal erklären, warum das eigentlich so ist.
00:09:24: Das ist ja bei Süchten zum Beispiel auch so.
00:09:27: Warum wir immer auf diesen kurzfristigen oder auf diesem kurzfristig, weiß ich nicht, nennt man es Belohnungsinfekt?
00:09:33: Ja, warum sind wir darauf aus?
00:09:35: weil wir wissen doch eigentlich dass wir langfristiger denken müssen.
00:09:38: was ist das für ein Mechanismus?
00:09:40: und wenn ich das an mir bemerke dass sich da stark zu tendiere gibt es da vielleicht irgendwelche Eselbrücken Hilfestellungen umso ein bisschen in die andere Perspektive.
00:09:50: Also das Bild der inneren Oma ist natürlich eine superesis Brücke, aber vielleicht so noch ein bisschen kleinteiliger.
00:09:57: Ja
00:09:57: also ich bin Verhaltenstherapeutin und da haben wir diese Beobachtung... Das ist letztlich so klassisches Handwerkszeug aus der Verhaltenserapie dass jedes Verhalten das unmittelbar angenehm ist.
00:10:10: Wo die Konsequenz direkt erstmal sich gut anfühlt dieses Verhalten wird genau dadurch verstärkt.
00:10:19: Das ist im Grunde Konditionierung.
00:10:20: Ich mache etwas, es ist angenehm und diese Kopplung aus Verhalten und direkter positiver Konsequenz verstärkt das Verhalten.
00:10:29: All das was genau so funktioniert werde ich häufiger tun selbst wenn ich weiß wie du gerade sagst dass es mittel- und langfristig negativ sein wird.
00:10:39: also diese kurzfristige Kontingenz schlägt dummerweise die Mittel und Langfristigkeit weil unser Gehirn gebaut zu sein scheint, dass es eben auf diese kurzfristigen Effekte die nicht nur besser erinnert sondern überhaupt noch Zusammenhänge herstellen kann.
00:10:56: Darf ich da mal kurz einhaken?
00:10:58: Also kann man sich nicht ein bisschen feinfühliger trainieren.
00:11:03: also weil ein Beispiel hier zum Beispiel von mir Ich vertrag Zucker total schlecht.
00:11:08: wenn ich Zucker esse finde das in dem Moment wahnsinnig lecker.
00:11:12: Nachts kann ich dann aber schon nicht mehr schlafen, weil ich irgendwie so Zuckungen und so Schmerzen in den Muskeln und in den Gelenken bekomme.
00:11:19: Das heißt...
00:11:20: Ich
00:11:21: fühle ja dass das meinem Körper nicht gut tut und ich fühle es zwar nicht unmittelbar, aber doch recht nah am Auslöser platziert.
00:11:29: So!
00:11:30: Jetzt bin ich auch ein sehr feinfühliger und sensibler Mensch der viele Körpersignale und sowieso Signale wahrnimmt.
00:11:38: Kann ich mich Wenn ich jetzt nicht so bin, ein bisschen dahin trainieren damit ich diese Konditionierung somit durchbrechen kann.
00:11:46: Also vielen Leuten fällt das nicht so leicht wie dir?
00:11:48: Die
00:11:49: bringen wirklich die einfachsten Zusammenhänge nicht auf die Reihe und zu denen gehöre ich.
00:11:55: Leider!
00:11:55: Ich wünschte wirklich...ich habe Ewigkeiten gebraucht zu raffen was zum Beispiel bei mir Migräne attacken auslöst.
00:12:04: Ich brauche dafür wirklich so eine Art Nicht-Stimmungstagebuch, aber ich habe mir einfach einen Schied selber gestaltet, weil ich es nicht so gut umreißen kann im täglichen Trubel.
00:12:19: Habe ich heute eigentlich genug getrunken?
00:12:21: Wie viel habe ich eigentlich geschlafen?
00:12:23: Hatte ich irgendwelchen Ärger?
00:12:25: Hab ich Medikamente genommen?
00:12:26: Ja oder nein?
00:12:27: Gab's eine Veränderung?
00:12:28: Wo stehe ich gerade im hormonellen Zyklus?
00:12:32: Ich muss das festhalten, damit ich dann irgendwann mitkriege.
00:12:36: Ah ja alles klar!
00:12:38: Jetzt verstehe ich auch dass bei mir die Migräne zum Beispiel hormonell mitvermittelt ist und es bei mir auch so ein Effekt des Überschlafens gibt.
00:12:46: wenn nicht zu viel Schlafe krieg' ich Migränen?
00:12:49: Ich bin nicht von der Sorte dass sich sowas automatisch in Zusammenhang bringen kann und ich bemerke dass viele Leute da Schwierigkeiten haben, dass wenn sie sich das nicht aufschreiben sobald nicht direkt und unmittelbar was einsetzt, sie die Zusammenhänge eben schon nicht mehr mitbekommen.
00:13:08: Also es zu verschriftlichen kann hilfreich sein oder eben so wie du das sagst auf bestimmte Sachen zu achten.
00:13:15: aber da ist natürlich... Was willst du da alles berücksichtigen?
00:13:19: War's der Zucker oder war's der Knoblauch?
00:13:21: oder war das Schlafen oder zu viel zu wenig Wasser weißt du?
00:13:25: Ja ja das kann schon ganz schön anstrengend sein
00:13:28: finde ich auch.
00:13:29: Also das erfordert schon eine Beobachtungsgabe, die ganz viele Menschen gar nicht haben.
00:13:35: Und ich sehe es auch gleichzeitig – also da bin ich natürlich als Therapeutin auch immer so ein bisschen überanalytisch vielleicht – so eine ungerichtete, besorgte negative Aufmerksamkeitsfokussierung auf innere Prozesse ist auch nicht nur günstig!
00:13:52: Weißt du, wenn du den ganzen Tag dich nur scanst und monitorst.
00:13:55: Und versuchst, was ist hier?
00:13:57: Was fühle ich jetzt gerade?
00:13:59: Das kann Symptome machen.
00:14:03: Es kann vorhanden eine Symptom verschärfen.
00:14:05: Aber es kann auch überhaupt deinen Blick auf ne eher ungünstige, defizitorientierte Weise auf dich lenken.
00:14:13: Also das ist so die Frage!
00:14:15: Ist das eigentlich gut, die ganze Zeit immer alles mitzubekommen?
00:14:21: Ja gut, aber jetzt finde das schwierig.
00:14:24: Weil bei mir passiert es zum Beispiel automatisch.
00:14:28: gefühlt kann man sich natürlich bestimmt auch aufdröseln und bewusst machen und durch aufschreiben vielleicht dieser Beobachtung.
00:14:34: heute habe ich wieder das und dass und das gemerkt Jetzt mach dich mal locker oder so Aber ist wahrscheinlich total schwierig sich zu ändern also diese Grundeinstellungen
00:14:46: irgendwie
00:14:47: zu bearbeiten
00:14:48: Ja.
00:14:48: Aber reagierst du denn, wenn Du irgendwas wahrnimmst?
00:14:52: Reagierst Du da drauf eher angstvoll oder machst Du da was draus?
00:14:56: Oder ist es einfach nur so ... Check!
00:14:58: Okay das ist jetzt so... Also zum Beispiel was hast Du gesagt in den Gelenken
00:15:02: oder Kribbeln?
00:15:04: Naja dann mache ich halt, dass ich keinen Zucker mehr esse.
00:15:06: Also leite die Handlungen da raus.
00:15:10: Du wirst
00:15:10: dann konstruktiv einfach.
00:15:13: Ja, das ist eine wichtige Frage.
00:15:15: Weil ganz viele Leute dann wiederum auf diese Symptomatik irgendwie Angst erfüllt und sorgenvoll reagieren und sich fragen, es ist eigentlich normal?
00:15:23: Und was habe ich da?
00:15:24: und sind dann eher so alarmiert, was die nächste Kaskade lostritt.
00:15:29: im Grunde bringst du dich in einen alarmierten Zustand von Sorge?
00:15:39: Der kann natürlich wiederum negative Effekte haben!
00:15:43: Ja, klar.
00:15:44: Dann geht es halt immer so weiter, ne?
00:15:45: Genau!
00:15:46: Okay alles klar ich übe mich in Gedankenstopp.
00:15:52: Kommen wir nochmal ganz kurz zu Oma beziehungsweise zum Gegenteil.
00:15:55: du hast ja eben schon mal angerissen dass wir uns sehr viel mit unserer Vergangenheit beschäftigen und sehr viel um unser inneres Kind kümmern was natürlich auch total wichtig ist Aber was uns im Grunde ähnlich wie so eine Symptombeobachtung dann auch in so einer Abwärtsspirale bringen kann.
00:16:17: Weswegen du ja diesen Gegenentwurf jetzt auch zeigst, vielleicht kannst du mal sagen wann es sinnvoll ist sich mit dem inneren Kind zu beschäftigen und wie lange und wenn man das auch integrieren darf und groß werden lassen darf?
00:16:31: Also ich wünschte da gäbs.
00:16:32: ne Faustregel gibt's natürlich nicht.
00:16:35: aber so vom Verhältnis her finde ich, dass nur so als Metapher ganz günstig wenn man sich bewusst macht.
00:16:41: Wenn man zum Beispiel Auto fährt dann haben wir natürlich ein Rückspiegel aber wir haben auch eine Frontscheibe und in dem Verhältnis würde ich es irgendwie grob sehen wollen.
00:16:51: Weißt du?
00:16:52: Leben geht nach vorne und musst auf die Straße vor dir schauen.
00:16:54: das heißt nicht, dass der Rückspiegel überflüssig ist und das heißt auch nicht ,dass ich den nicht benutze.
00:17:00: Aber auch dazu gibt es Forschung, dass Menschen die in ihrer Zeitorientierung häufig negativ besetzten Vergangenheit festhängen, dadurch zum Beispiel depressive Symptome eher aufrechterhalten.
00:17:15: Das heißt wenn du nicht mehr flexible Zeitreisen im Kopf machst und mal irgendwie so ein bisschen nostalgisch warm an deine Vergangenkeit denkst, mal auch an die problematischen Aspekte, wenn es dran ist... Dann aber auch wieder in eine Zukunft reisen kannst, die du dir schön ausmahlst und dann auch im nächsten Moment wieder ganz hier und jetzt bist.
00:17:34: Diese Flexibilität zeichnet eigentlich mentale Gesundheit aus also Zeitreisenden alle Richtungen unternehmen zu können.
00:17:41: Und mein Eindruck ist das viele Menschen durch diese explizite Aufforderung, die uns so umgibt dass wir uns um unsere inneren kindlichen Anteile kümmern sollen, dass wir unsere Biografie beachten sollen Das hat ja alles seinen Platz.
00:17:54: Aber wenn man das zu viel macht und dadurch sehr stark irgendwann festhält in den ausschließlich schmerzhaften verletzenden Aspekten im Leben, wirkt sich das genau nicht heilsam aus?
00:18:12: Und das ist glaube ich ein Missverständnis dass Leute denken sie müssen da immer ordentlich wieder hin fühlen drücken auf diesen alten verletzten Gefühlen und immer wieder in diese Themen reingehen.
00:18:26: Und dann was?
00:18:27: Also ohne dann auch irgendwie vielleicht etwas daraus abzuleiten, was dann wieder nach vorne gerichtet wäre zum Beispiel so was wie ich lasse mich dadurch nicht mehr determinieren oder ich möchte Glaubenssätze verändern oder ... aufgenommen oder es ist etwas in mich hineingesickert, was ich gar nicht mehr teilen möchte oder was eigentlich überwinden möchte.
00:18:49: Das wäre dann wieder die Vorwärtsbewegung und die scheint mir bei manchen Menschen nicht mehr zu passieren sondern dieses um das Metapher des inneren Kindkreises ist zu so einem Selbstzweck geworden der sich aber nachweislich eher schädigend auswirkt.
00:19:04: Werbung Ich trinke seit ungefähr anderthalb Jahren keinen normalen Kaffee mehr.
00:19:09: Das war tatsächlich eine bewusste Entscheidung, weil ich gemerkt habe, dass mir Koffein gerade in der Perimino-Pause einfach nicht mehr gut tut.
00:19:16: Ein Schlaf ist mir inzwischen heilig geworden und ich merke einfach wie sehr ein gutes Nervensystem meinen Alltag
00:19:23: beeinflusst.".
00:19:24: Was ich allerdings schmerzlich vermisst habe, war der Geschmack von Kaffee!
00:19:28: Mein Mann und ich starten nämlich schon seit vielen Jahren jeden Morgen ganz in Ruhe mit einer Tasse Kaffe auf dem Sofa in den Tag.
00:19:34: Dieses kleine Ritual liebe ich... Seit ich auf Koffein verzichtet habe, saß sich dort meist mit einer Tasse heißem Wasser.
00:19:42: Das war völlig okay – für eine ganze Weile!
00:19:44: Aber nach etwa einem Jahr hab' ich gemerkt Ich vermisse einfach diesen leckeren Kaffee-Geschmack.
00:19:50: Vor etwa einem halben Jahr bin ich deshalb auf entkoffinierten Café umgestiegen.
00:19:54: Ich hab mich durch ziemlich viele Supermarktmarken probiert aber so richtig glücklich war ich mit
00:19:59: keiner.
00:20:00: Irgendwas hat immer gefehlt und dann habe ich no coffee entdeckt.
00:20:04: Das war tatsächlich der erste endkoffinierte Kaffee, bei dem ich dachte genauso soll Kaffeeschmecken.
00:20:10: Und mir schmeckt er wirklich wie ein ganz normaler guter Kaffe nur eben ohne Koffein.
00:20:15: und das beste ist Ich kann ihn morgens genießen manchmal auch nachmittags noch eine tasse trinken und muss mir keine Gedanken darüber machen dass sich abends schlechter schlafe oder unnötig unruhig werde.
00:20:26: Außerdem ist No-Coffee biozertifiziert und genau das passt einfach zu der Art, wie ich heute leben möchte.
00:20:32: Bewusst da ohne auf Genuss verzichten zu müssen!
00:20:35: Falls ihr selbst neugierig geworden seid mit dem Coach Stephanie Fünfzehn bekommt ihr dauerhaft fünfzehn Prozent Rabatt – den Link findet ihr wie immer in den Shownotes.
00:20:44: Danke an meinen Werbepartner No-coffee für die Unterstützung dieses Podcasts!
00:20:50: In dieser Folge habe ich auch noch einen zweiten Werbepartner.
00:20:54: Ich merke, dass sich mein Blick auf Gesundheit mit dem Alter werden verändert hat.
00:20:58: Mich interessiert immer weniger die Frage wie kann ich möglichst jung bleiben sondern viel mehr was kann ich heute tun damit ich mich auch in zehn zwanzig oder dreißig Jahren noch stark fit und klar fühle?
00:21:10: Die Basis dafür ist für mich ganz klar Bewegung Krafttraining gutes Essen Schlaf all die Dinge über die wir hier im Podcast ja auch immer widersprechen Und ich ergänze das für mich Ganz bewusst mit ausgewählten Nahrungsergänzungsmitteln.
00:21:24: Zwei davon gehören bei mir tatsächlich jeden Tag dazu – Vitamin C und Kreatin.
00:21:30: Vitamin C nehme ich unter anderem, weil es zu einer normalen Funktion des Immunsystems beiträgt und weil es die Eisenaufnahme erhöht.
00:21:37: Das ist für mich persönlich ein wichtiger Punkt!
00:21:40: Und creatin ist für mich inzwischen genauso selbstverständlich.
00:21:44: Ich mache regelmäßig Kraftsport und creatin erhöht bei einer Einnahme von drei Gramm die körperliche Leistung, bei aufeinander folgenden kurzzeitigen hochintensiven Belastungen.
00:21:54: Spannend finde ich außerdem wie viel mittlerweile rund um creatin und kognitive Leistungsfähigkeit geforscht wird.
00:22:01: gerade Konzentrationen und mentale Energie sind Themen die mich sehr interessieren.
00:22:06: Bei Nahrungsergänzungsmitteln möchte ich aber wissen, was ich da jeden Tag nehme.
00:22:11: Und deshalb passt Natugena so gut zu mir!
00:22:14: Natugener ist ein Familienunternehmen das Nahrungsergänzumsmittel auf wissenschaftlicher Grundlage entwickelt mit natürlichen Inhaltsstoffe nach deutschen Qualitätsstandards und mit einem besonderen Fokus auf eine hohe Bioverfügbarkeit.
00:22:28: Auf unnötige Konservierungstrennen und Bindemittel wird konsequent verzichtet.
00:22:33: Die Rezepturen werden außerdem gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Beirat kontinuierlich auf Basis neuer Erkenntnisse weiterentwickelt.
00:22:41: Wenn ihr euch ebenfalls mit der Frage beschäftigt, wie wir möglichst gut und gesund durch die zweite Lebenshefte kommen habe ich euch in den Show Notes die Better Aging Themenseite von Natugena verlinkt.
00:22:52: Dort könnt ihr auch die Produkte anschauen, die zu eurer persönlichen Routine passen.
00:22:57: Und jetzt noch wichtig Vom vierten bis zum fünften September XXVI läuft die Naturgener Sommeraktion.
00:23:03: Mit dem Code ENERGY-XVIX spart ihr €, ab einem Bestellwert von fünfzig Euro.
00:23:09: Wenn Ihr die Folge später hört – mit meinem Code Stefanie XXVI kommt Ihr auch nach der Sommeraktionszehmprozentrabatt auf Eure Bestellung!
00:23:19: Alle Infos, die Themenseite und die Teilnahmebedingungen findet Ihr wie immer in den Show notes.
00:23:24: Danke an meinen Werbepartner Natogena für die Unterstützung dieses Podcasts.
00:23:29: Werbung Ende Ich spreche ja hier im Podcast viel über die zweite Lebenshälfte, ich habe gerade so gedacht irgendwie vielleicht ist es sinnvoll in der ersten Lebenshäfte sich dann um sein inneres Kind zu kümmern und das dann vielleicht bis fünfzig, vierzig keine Ahnung integriert zu haben und sich dann eher an der inneren Oma zu orientieren?
00:23:49: Könnte sein!
00:23:51: Vielleicht passiert das aber auch sowieso automatisch, dass wir in der zweiten Lebenshälfte ... einfach genau deshalb.
00:23:59: Weil da werden wir gesellschaftlich stark darauf hingewiesen so oh, jetzt müsstest du in der Midlife-Crisis sein oder jetzt kommt die Rückschau?
00:24:08: Oder auch jetzt kommt der Part wo die Kinder aus dem Haus sind und so je nachdem.
00:24:12: Aber wir werden ja schon stark darauf hingewiesen, dass jetzt ein Bruch ist.
00:24:16: Erleben den glaub ich auch so und vielleicht passiert dann sowieso diese Orientierung dahin.
00:24:21: Aber grundsätzlich wäre es eigentlich wünschenswert, wenn auch durchaus jüngere Menschen auch schon ein besseres Zukunftsbewusstsein hätten.
00:24:29: Total!
00:24:29: So ganz
00:24:29: grob gesprochen.
00:24:30: Naja und auch... Gesamtgesellschaftlich ist es ja so, dass das Alter total stigmatisiert ist.
00:24:35: Deswegen finde ich dieses Bild sich zu schaffen.
00:24:38: Ach, ich find's bei Church of Duty vielleicht lass' ich das sogar so!
00:24:40: Vielleicht müssen gar nicht so viele Fall dreifass', also dass man einfach diese positive Bilder hat.
00:24:45: weil ich find jetzt immer so schade... Ich spreche nun mit ganz vielen Menschen die ein bisschen älter sind und die auch davon berichten wie viel zugewöhnt das etwas Älter werden irgendwie auch mit sich bringt.
00:24:55: Und gesellschaftlich haben wir aber ein Bild, das sagt, wenn du alt bist, bist du irgendwie diffizitär und alles wird weniger.
00:25:02: Ich empfinde das ehrlich gesagt überhaupt gar nicht so.
00:25:04: Genau das!
00:25:06: Ich hatte auch ganz lange das als Bildschirm schon auf meinem Handy, weil ich diese fröhliche ältere Frau, die ich unbedingt mal werden möchte ... Ich wollte diese Verbindung haben.
00:25:18: Ich wollte haben, dass sich jetzt mein Leben so gestalte dass das wahr werden wird.
00:25:25: Also, das war ein Bild eben auf der Fähre nach Finnland mit vom Winde verwehten Haaren und so einem richtig großen Lachen im Gesicht Und ich freue mich da auch ehrlich gesagt drauf!
00:25:37: Ich finde es so krass was du gerade jetzt noch mal gesagt hast immer noch diese Erzählung der defizitären Alten.
00:25:47: weil Also es gab eine spannende Untersuchung von einer Forscherin, die heißt Levi und die hat zeigen können dass wenn Menschen glauben das Älterwerden bedeutet.
00:26:00: Dass man defizitär wird, dass das mit Mangel zu tun hat und dass man nicht mehr nützlich ist.
00:26:06: Die Menschen die das Glauben versterben früher.
00:26:12: Das ist doch krass eigentlich.
00:26:13: Und sie hat die Ausgangsgesundheit war bei all den Menschen gleich, aber diejenigen, die mit einer Art Vorstellung ans Älterwerden herangehen dass es jetzt nur noch abwärts geht das es jetzt schlimm wird Dass der Abbau passiert und so Bei denen passiert das auch früher durchschnittlich.
00:26:34: wir reden jetzt immer nur über Statistik nicht über Einzelfälle.
00:26:37: Das finde ich schon bemerkenswert und ich glaube, dass wir da ganz viel ausrichten können.
00:26:41: Wenn wir uns trauen eben ein Bild von uns selber zu erstellen eins wo du dir auch drauf gefällst, wo du sagst ach Mensch guck mal die hat doch Leben in den Augen.
00:26:51: Die hatten tolles Lachen!
00:26:53: Und übrigens auch eine coole Frisur.
00:26:58: Da freue ich mich darauf.
00:26:59: Da kann ich doch vollkommen gelassen drauf zugehen.
00:27:03: Ja das ist richtig schön.
00:27:07: Die Idee der inneren Oma hat auch mit deiner eigenen Geschichte so ein bisschen zu tun, ne?
00:27:12: Vielleicht kannst du mal erzählen.
00:27:13: Du warst im Buch eine Zeit beschrieben in der du nicht so glücklich warst wo du eigentlich wusstest dass du was ändern musst und wo du aber so'n bisschen gefangen warst.
00:27:21: Und es geht ja vielen Leuten so warum ist das denn so dass wir manchmal gerade dann wenn mir wirklich etwas verändern müssten ganz dringend Nicht die Energie und nicht die Kraft haben das auch zu tun?
00:27:32: Ja Das ist so ein Zustand, den ich aus der Praxis natürlich kenne von ganz vielen Menschen aber eben auch aus dem eigener Leben.
00:27:40: Wenn du einen Alltag hast, der so fordernd ist dass
00:27:45: Du
00:27:45: eigentlich immer nur Kraft hast für genau den nächsten Schritt und zwar über allem hängt die Erkenntnis Ich bin voll in eine Sackgasse gelaufen.
00:27:55: das kann so nicht weitergehen.
00:27:57: Und auf der anderen Seite gibt es so viele Dringliche Sachen, die so an dich herangetragen werden.
00:28:02: In meinem Fall waren das halt drei kleine Kinder und ein herausfordernder Job in dem ich ... vollkommen überfordert, aber unterbezahlt war und auch in einem Stundenausmaß arbeiten musste.
00:28:14: Damit das auskömmlich ist was eigentlich mit drei Kindern gar nicht zu vereinbaren war.
00:28:18: Und dann noch in der Beziehung die nicht besonders unterstützend war wo eigentlich auch mal Gespräche und also was dran gewesen wären und ich abends nur noch müde war.
00:28:27: In diesem Zustand sind ja ganz viele Menschen dass sie das Gefühl haben Meine Kraft reicht jetzt überhaupt nicht hier irgendwelche Umwälzungen in Gang zu bringen.
00:28:36: Also selbst wenn ich im Mut hätte oder eine Perspektive hätte, fehlt mir schlicht und einfach die Energie.
00:28:41: Ich kann
00:28:41: nicht.".
00:28:42: Und dann machen sie halt Tag für Tag weiter so.
00:28:45: In so einem Zustand war ich ... Das war ganz ... Also insofern krass vor allem für mich, weil ich gar kein spiritueller Mensch bin.
00:28:55: Bin ich wirklich nicht.
00:28:57: Ich bin nicht gläubig, ich bin nicht spirituell!
00:28:58: Ich hab nichts mit Isoterek zu tun also gar nicht.
00:29:01: aber trotzdem habe ich ein Traum gehabt, indem meine früh verstorbene Mutter zu mir gesagt hat, Franka so habe ich dich nicht erzogen.
00:29:13: Und ich bin wach geworden und hatte diesen Satz noch im Ohr.
00:29:15: wie wirklich das hätte ich den gerade gehört und dachte was war jetzt das?
00:29:18: So habe ich Dich nicht erzogen, sagt meine Mutter zu mir.
00:29:21: und das hat mich so ins Denken gebracht.
00:29:24: Ja, verstehe ich.
00:29:25: Meine Mutter wollte ein ganz anderes Leben für mich.
00:29:27: Die sieht mich so nicht und hat mich auch als Frau, als Mensch oder als Partnerin so nicht gewollt wie ich da war.
00:29:34: So am Ende aufgerieben, so gereizt übrigens auch.
00:29:38: Wenn du in einem Zustand bist, bist ja auch keine gute Mutter, keine gute Partnerin.
00:29:44: Also in gar nichts mehr gut!
00:29:45: Du bist nur aufgeregelt.
00:29:46: Mir ging das jedenfalls so... Und das war der Prozess, der dann so in den Gang gebracht hat.
00:29:50: Ja okay aber wie würde meine Mutter mich denn haben wollen?
00:29:53: Was würde sie denn gerne sehen von ihrer Wolke im Himmel runterschauend auf mich?
00:29:58: und dann hab ich gedacht... Ich kann gar nicht wissen, wie meine Mutter mit mich gewollt hätte weil sie ist viel zu früh verstorben.
00:30:05: Ich war jung!
00:30:06: Aber es kommt auch nicht drauf an dass ich in Leben führe, dass meiner Mutter gefällt sondern ich muss da hinkommen ein Leben zu führen, das mir selber gefällt auf das ich irgendwann mal zurückschaue und denke, dass war gut.
00:30:17: Und diese Idee ... Ich als ältere Frau werd irgendwann darauf zurückschauen.
00:30:23: Ich will so gar nicht gelebt haben!
00:30:25: Ich möchte nicht so ein Modell für meine Kinder gewesen sein.
00:30:28: Ich möchte mich unter so ausbeuterischen Umständen gearbeitet haben und das auch noch hingenommen haben.
00:30:33: Ich wollte nicht in der Beziehung gewesen sein die für meine kinder ein katastrophales Rollenmodell abbildet.
00:30:40: Das möchte ich alles nicht.
00:30:41: Und das hat dann plötzlich die Energie freigesetzt, von der ich vorher dachte, dass ich sie nicht
00:30:45: habe.".
00:30:47: Das war jetzt noch eine etwas lange Erklärung aber das war so die Herleitung für mich
00:30:51: und ein
00:30:52: bisschen die Geburtsstunde der inneren Oma, daß ich dachte... Ich muss es niemandem recht machen nur mir!
00:30:57: Ja, ich finde das auch voll schön weil ja viele immer so von Vorbildern sprechen
00:31:00: usw.,
00:31:01: wenn man sich selbst als eigenes Vorbild nimmt, das ist ja das allerbeste.
00:31:07: Ja oder?
00:31:08: So,
00:31:08: dann kommt man nämlich auch raus aus dem Vergleich oder aus irgendwelchen gesellschaftlichen Erwartungshaltungen.
00:31:17: Meine uralte Franca möchte Gummistiefel tragen und Erdbeerenflücken, die sie selbst angepflanzt hat.
00:31:24: Daher brauche ich jetzt auch keinen Doktortitel mehr machen oder nach akademischen Ehrungen streben oder so.
00:31:31: Dann brauche Ich meine Energie nicht in Sachen geben von denen ich meinen könnte.
00:31:34: Die werden vielleicht ganz gut wenn ich doch nur da ankommen will
00:31:37: okay cool Ja
00:31:39: dann brauch ich es auch weißt du?
00:31:40: Dann kann ich aussteigen aus jedem rennen was mich nicht interessiert.
00:31:45: Ich finde, das passt ganz gut zu einem Satz der in deinem ersten Buch gefallen ist.
00:31:49: Den mochte ich so gerne.
00:31:51: Manchmal muss man aus der Rolle fallen um aus der Falle zu rollen.
00:31:57: Wunderbar!
00:31:58: Den habe ich von den Patienten gelernt.
00:32:00: Ich lerne so viel von meinen Patientinnen und Patienten und er war ein ganz... Tolle Mensch, der hat das zu mir gesagt.
00:32:07: Wenn du dann aus der Rolle fällst, kannst du dein Leben auch wieder verändern?
00:32:11: Total und ich bin sowas von aus der Role gefallen.
00:32:15: Ich hab mich getrennt, ich habe meinen Job gekündigt ... Also das fühlte sich für mich tatsächlich an, auch wie aus der Rolle fallen.
00:32:26: Weil es ja auch am Psychotherapeutinnen gefühlt eine bestimmte Erwartungshaltung gibt ... Wie man so zu sein hat und wie man so zur Leben hat?
00:32:34: Und wie manso zu funktionieren hat und so?
00:32:37: Ich hab mich bewusst dagegen entschieden und hab gesagt, nee, diese Beziehung ist unglücklich!
00:32:44: Nur weil ich Psychotherapeuten bin kann ich's nicht fixen.
00:32:48: Bei
00:32:48: mir läuft nicht alles glatt.
00:32:50: dieser Beruf Den habe ich gewollt und jetzt merke, so kann ich gar nicht arbeiten.
00:32:56: Also ich hab sehr vieles verändert.
00:32:57: also ich bin wirklich aus der Rolle gefallen.
00:33:00: Vielleicht ist das auch so eine Aufgabe für uns alle?
00:33:03: Also gerade wenn man in der Midlife Crisis ist nochmal zu gucken, okay welche Rolle passt es zu mir?
00:33:10: Welche Rolle wünscht sich meine innere Oma?
00:33:13: So in welcher Rolle darf ich bleiben?
00:33:15: In welche Rolle darf Ich reinwachsen?
00:33:21: Was darf ich lassen?
00:33:23: Ja, das ist schön.
00:33:24: Vielleicht deuten wir uns alle diese Fragen mal so ein bisschen stellen.
00:33:28: Du hast gerade ja selbst deinen fünftigsten Geburtstag gefeiert.
00:33:33: Wie war das für dich?
00:33:35: Ist die Fünfzig für dich einfach eine Zahl oder hat es auch eine größere Bedeutung für dich.
00:33:41: Also ich glaube dadurch, dass meine Mutter ja so früh verstorben ist.
00:33:45: Also meine Mutter ist schwerkrank gewesen die hatte Krebs und ist nur zweinvierzig Jahre alt geworden Und das war für mich ganz lange eine Zahl die so drohend über mir hing.
00:34:00: Das war so auf ne gute eine ungute Art und Weise für mich auch so verinnerlicht.
00:34:04: So, mit zweiundvierzig kann das Leben auch schon vorbei sein.
00:34:08: Und da bin ich dreiundvierzig geworden und vierundviertzig.
00:34:11: Für mich war jedes weitere Jahr ein Geschenk!
00:34:14: Weil ich dachte... Ich hab mehr Zeit bekommen zum Glück, sodass ich älter werden tatsächlich auch mehr als geschenk betrachte und nicht so sehr wehmütig bin.
00:34:30: Ich kann nicht behaupten, dass mich das nicht stört, wenn ich merke, dass die Schwerkraft an allem zieht.
00:34:35: Alles fängt so an zu hängen Gesicht hinterm.
00:34:38: Nein,
00:34:40: ich war es ja mit meinem Hals
00:34:41: los.
00:34:42: Der Hals lügt nicht!
00:34:44: Was ist das?
00:34:45: Also machen wir uns nichts vor.
00:34:48: Klar sehe ich das wenn ich in den Spiegel gucke aber dass Alter an sich und auch fünfzig zu werden fand ich eigentlich eher bisschen cool.
00:34:59: Und schaust du heute anders auf die Zeit als noch mit vierzig?
00:35:05: Ja weil ich eben diese für mich ein bisschen drohende, magische Zahl.
00:35:13: Ich habe wirklich lange Zeit in meinem Leben
00:35:17: die
00:35:17: Zweiundvierzig als so eine buchstäbliche Deadline verinnerlicht und das hat in meinem leben auch nicht nur gute Effekte gehabt.
00:35:27: natürlich weil ich wirklich wirklich dachte Ja, Le Fars d'Ayang.
00:35:33: Wenn du was zu erledigen hast, mach's jetzt!
00:35:35: Und wenn du irgendwelche Ziele hast, dann kümmert ich dich jetzt drum.
00:35:38: und deshalb hatte ich auch dieses alles gleichzeitig.
00:35:41: Alles früh, alles schnell, alles parallel machen zu müssen... ...und dann älter geworden zu sein als forty-two hat mich komplett davon geheilt.
00:35:49: Jetzt bin ich überzeugt dass ich neunzig werde.
00:35:52: Und jetzt habe ich plötzlich das Gefühl, oh ich hab noch so viel Zeit Ich kann noch soviel machen und das alles in Ruhe.
00:35:59: Ich steh unter gar keinem Druck.
00:36:01: Das ist schön.
00:36:02: Ja, das ist schön und ich finde dafür ist diese Visualisierung auch total toll weil man ja das Bild sieht in der Zukunft.
00:36:07: Ich finde es ist fast so eine Self-fulflinge Prophezie.
00:36:11: Also du wirst inkommunistiefeln deine Erdbeeren flücken mit dreckigen Fingernägel.
00:36:17: Jetzt gibt es natürlich keine Garantien, vielleicht werde ich morgen von einem runterfallenden Dachziegel erschlagen.
00:36:22: Aber
00:36:22: ... Ich glaube nicht!
00:36:23: Ich glaube
00:36:23: auch nicht... aber die Vorstellung hat sich in mir total aufgelöst dass ich irgendwie einen tragischen jungen Tod sterben muss nur weil das meiner Mutter so gegangen ist.
00:36:35: Ja jetzt denke ich, nee, nein, nein.
00:36:39: Jetzt hängen wir noch ein bisschen was hinten dran.
00:36:42: Wir erzählen uns ja immer ganz gerne, dass wir mit dem Alter so gelassener werden.
00:36:48: Glaubst du das stimmt?
00:36:49: Oder kann man vielleicht mit Achtzig oder Neunzig noch die gleichen Unsicherheitenmuster Ängste haben wie mit Vierzig?
00:36:58: Also ich habe durchaus natürlich auch betagtere Patientinnen und Patienten.
00:37:04: Also meine älteste Patientin war dreiundachtzig, und ich hatte auch einen Herr, der war eighty-one Jahre alt und kam mit einer Angststörung.
00:37:12: Es ist jetzt nicht dass man älter wird und dann ist man automatisch stabil gelassen gesund und hat gar nichts mehr.
00:37:18: aber so rein statistisch gesehen wiederum wenn du dir die Forschung anguckst es schon so das die Älteren zufriedener sind Das machen die, also man hat auch geguckt wie machen die das?
00:37:29: Warum sind sie so gelassen und zufrieden.
00:37:31: Und es scheint so zu sein dass die diesen typischen Instagram Spruch dieses do more of what makes you happy das machen die
00:37:40: Weil die mehr Zeit haben dafür?
00:37:41: Die haben mehr Zeit dafür, aber sie haben auch offensichtlich einen besseren Blick dafür.
00:37:46: Also zum Beispiel nach Gesprächen.
00:37:49: schauen Sie mehr auf die verbindenden Aspekte.
00:37:52: und was schön war in diesem Gespräch als dass sie hinterher das Gespräch abklopfen so war ich irgendwie komisch gab es Kritik hatten wir ein kleines Disput.
00:38:00: also sie scheinen auch wirklich das Augenmerk mehr auf die schönen Dinge zu legen, auf die angedämmten Dinge, verbindenden Dinge.
00:38:08: Auf den Genuss des Lebens und das machen sie gut!
00:38:12: Und das trägt dazu bei, dass sie echt entspannter auch sind.
00:38:16: Also nicht, dass es nicht auch grandtige ältere Menschen gäbe oder sehr unzufrieden oder zynisch oder so klar gibt's sie aber statistisch gesehen.
00:38:25: Sind die wirklich zufriedener?
00:38:26: Weil Sie ist ein bisschen geschickter Machen.
00:38:30: Voll die gute Aussicht.
00:38:31: Es gibt so viele gute Aussichten.
00:38:35: Kannst du vielleicht noch mal erklären, was psychologisch eigentlich in der Lebensmitte passiert?
00:38:39: Du hast ja schon die Midlife Crisis angesprochen.
00:38:44: Würdest du die Mid Life Crisis wirklich als Krise sehen oder auch ein bisschen als Chance für so eine Bestandsaufnahme sich nochmal neu zu sortieren...
00:38:56: Ja!
00:38:57: Also ich denke genau, was du sagst.
00:38:59: Ich denke schon... Wenn Du in der Lebensmitte ankommst und hast ein krisenhaftes Empfinden, was ja sein kann oder vielleicht so wie dieses Sackgassenempfinden, das ich jetzt einfach zeitversetzt schon bisschen früher gehabt habe, dass Du denkst, ich hab mich in so viele Richtungen entwickelt, da wollte ich gar nicht hin oder ich bin irgendwo angekommen Und es erfüllt mich wirklich überhaupt nicht!
00:39:19: Oder ich bin irgendwelchen Lebensläufen gefolgt die auf dem Papier super aussahnen aber eigentlich jetzt für mich sich so nicht dich anfühlen.
00:39:28: Oder oder, also wenn du es krisenhaft empfindest dann ist das ja eigentlich fantastisch dass du das in der Mitte des Lebens hast und nicht am Ende.
00:39:39: Ja,
00:39:39: oder?
00:39:41: Das wäre schlimm weil dann hast du keine Zeit mehr um zu
00:39:43: ändern.
00:39:44: Und deshalb die Idee dann stell dir doch mal vor dein Leben von rückwärts betrachtet.
00:39:48: Stell dir doch einmal vor du schaust vom Ende deines Lebens zurück zum Beispiel jetzt auf diese Mitte des Lebens.
00:39:54: Was würde deine innere Oma sagen?
00:39:57: In welche Richtung darfst du denn nochmal gucken, wo darfst Du denn nochmal Interesse und Neugier entfalten, was auslohten, wo solltest Du mutiger sein und an welchen Stellen kannst Du es komplett lassen?
00:40:06: Spar Dir das!
00:40:07: Spar dir den Perfektionismus, spar dir die To-do-Listen, hör auf Dich an den Stellen klein zu machen.
00:40:13: also was sagt denn der älteste Mensch in Dir zu dem Menschen an der Lebensmitte?
00:40:18: Weil du hast doch alle Chancen und dann ändert es doch, wenn du kannst und wo du kannst.
00:40:23: Kann es auch sein dass ein Mensch komplett ohne Midlife Crisis durchs Leben geht?
00:40:28: Ich glaube schon!
00:40:30: Also... Die Midlife Crisis ist, glaube ich eine Mischung aus real sich verändernden Umständen.
00:40:38: Die schon viele Leute erleben also allein Frauen auch weil sich hormonell irre viel tut.
00:40:44: Weil so viele Lebensumbrüche in der Zeit sind die Kinder gehen aus dem Haus und so ne?
00:40:48: Also es ist real eine Schwellensituation über die wir alle irgendwie drüber müssen.
00:40:53: aber ich glaub klar gibt es Leute für die sich das nicht unbedingt jetzt nach Krise oder nach irgendwas negativ zugespitztem anfühlt sondern... die denen einfach so drüber, wie Pubertät auch nicht für jeden gleich schlimm ist.
00:41:07: Manche Leute werden einfach älter und punkt.
00:41:10: Ich hab ja meine Community ein bisschen nach Fragen gefragt.
00:41:16: Und ich habe mal was rausgegriffen, das ich ganz spannend fand.
00:41:18: Da hat mir nämlich jemand geschrieben ...
00:41:31: Diese Frage begegnet mir so oft.
00:41:34: Und darf ich das kurz ein bisschen ausführen?
00:41:39: Ja, gerne!
00:41:40: Es
00:41:40: gibt einen Begriff dafür wenn Menschen wirklich und dass es nicht selten im Rahmen ihrer Biografie und im Rahmen wie sie ihr Leben gestaltet haben sehr stark sich selbst darauf trainiert haben oder darauf trainieren wurden je nachdem sehr viele Antennen nach außen zu richten.
00:41:59: was ist von mir gefragt?
00:42:00: Was wird hier erwartet?
00:42:02: Was sieht gut aus, was will der Lebenslauf?
00:42:05: Was ist naheliegend angesichts meines Jobprofils.
00:42:09: Was will man von mir als Frau also wenn ich sehr viele Antennen nach außen richte und versuche das zu erfüllen und gleichzeitig Antenne nach innen verkümmern.
00:42:18: Das nennt sich Alienation oder Alienation.
00:42:21: Das heißt wirklich eine komplette Entfremdung vom eigenen innersten Bedürfnis- und Motivsystem.
00:42:28: Das begegnet mich in der Praxis oft, dass Leute mir nicht sagen können was macht mir eigentlich Spaß?
00:42:35: Was würde ich eigentlich mit einem komplett freien Tag anfangen wenn ich alles machen könnte.
00:42:41: Wissen die nicht weil sie so trainiert darauf sind immer auf Zurufe zu funktionieren anstatt aus ihrem Innersten herauszuagieren und da kann ich nur zur Neugier ermuntern.
00:42:54: eine Übung kann zum Beispiel darin bestehen das man sich mal versucht zurückzuerinnern als ich noch ein Kind war War ich gerne draußen oder eher drin?
00:43:04: Habe ich eher mit anderen Kindern gespielt, bin nicht geklettert und getobt.
00:43:09: Hatte gerne Gesellschaftsspiele, habe ich gerne gelesen oder gemalt.
00:43:12: Was hab' ich eigentlich gerne gemacht bevor die Welt mir gesagt hat was ich machen soll?
00:43:20: Das kann so ein erster Hinweis sein!
00:43:21: Das zweite was ich mache würde ist echt ausprobieren.
00:43:24: Wann merke ich dass mein Energielevel raufgeht?
00:43:28: also wie wenn du dir eine kleine Kurve vorstellt, sodass wäre so dein Energipunktchen und das läuft so durch den Tag.
00:43:34: Wann macht es einen kleinen Sprung nach oben?
00:43:36: Und wann geht's so?
00:43:36: wuppe nach unten?
00:43:37: Beobachte das mal!
00:43:38: Also dir fällt das wahrscheinlich leicht weil du gesagt hast, dass du eine gute Introspektions-Höchigkeit hast.
00:43:43: aber manche Leute müssen sich erst ein bisschen erarbeiten das überhaupt mitzubekommen weil es warum auch immer bisher gar keine Rolle gespielt hat wie es ihnen mit irgendwas geht und da mal genau hinzuschauen Wo zieht es mich denn hin?
00:43:58: Was begeistert mich?
00:43:59: oder auch mal.
00:44:01: Also man kann ja dediktive, schneugierig auch mal dran gehen so wenn ich meine eigene Spotify Playlist durchgucken würde.
00:44:08: was würde für Mutmaßung über mich selber anstellen.
00:44:11: Wenn ich mir angucke was lese ich für Bücher was gucke ich für Filme?
00:44:15: oder was sind meine Themen wo Bontan, fünf Minuten drüber sprechen kann.
00:44:19: Wer bin ich überhaupt so?
00:44:21: Also Rückschlüsse über mich selber ziehen indem ich mich ein bisschen besser beobachte als vielleicht bisher und dann natürlich die großen Fragen.
00:44:29: ja letztlich wofür will ich gestanden haben?
00:44:31: worauf möchte ich zurückblicken?
00:44:33: worauf werde ich irgendwann stolz gewesen sein?
00:44:35: worüber möchte ich kichern?
00:44:36: was sind die Menschen dich behalten kann?
00:44:39: wenn man es ganz ganz aufwöhnt machen möchte kann man sich fragen was würde ich machen wenn nicht nur noch ein Jahr zu leben hätte.
00:44:47: Also wirklich nur noch ein Jahr, du wirst nur noch Ein einziges Weihnachten erleben.
00:44:52: Einmal wird noch der Sommer kommen.
00:44:54: Ein Herbst.
00:44:56: Let's it!
00:44:57: Und was würde ich wenn das wahr wäre tun?
00:45:01: und was würd' ich augenblicklich lassen?
00:45:04: Und dass es dieses.
00:45:05: Angesichts des Todes und angesichts der Endlichkeit werden Prioritäten häufig klarer.
00:45:12: Ich finde das richtig gruselig, wenn Du das sagst.
00:45:15: Ja, ich weiß.
00:45:16: Und ich finde das kann natürlich auch auslösen dass man in so eine Schockstarre kommt?
00:45:22: In der Regel reagieren Leute erst mal erschrocken oder wollen das Thema gar nicht anfassen auf der anderen Seite die Schock starre.
00:45:34: worin besteht die dann?
00:45:35: also glaubst du wirklich wenn nur noch ein Jahr zu leben hättest würdest Du das erstaat über dich ergehen lassen das letzte Jahr oder würde dann doch irgendwann kommen.
00:45:45: Nein, nein ich möchte die Person noch sehen diesen Ort noch sehen dass noch erleben.
00:45:51: Ich glaube schon erst das kommt.
00:45:52: aber irgendwie finde ich macht so dieses Beispiel wenn man sich das so vorstellt natürlich auch nochmal klar wie es vielleicht ist wenn man wirklich alt ist ne?
00:46:02: Die Leute haben halt Angst vor der Endlichkeit und vom Tod.
00:46:06: Also ich muss nur gerade meinen Opa denken, der als er dann wirklich sehr alt war und kurz vom Sterben gesagt hat zu, nee für mich ist das auch fein.
00:46:13: Ich habe total schönes Leben gehabt und ich möchte gehen.
00:46:16: Naja jedenfalls hat er gesagt dass es ihm reicht, dass er sein Leben toll fand und dass er jetzt auch gehen möchte.
00:46:23: Und ich finde aus der jetzigen Perspektive kann man sich das ja gar nicht vorstellen, dass man irgendwann an so einen Punkt kommt wo das dann in Ordnung ist, dass Man sich mit seiner eigenen Endlichkeit sozusagen versöhnt.
00:46:38: Gibt es vielleicht irgendwas, dass man tun kann damit man das so empfindet wie mein Opa das empfunden hat?
00:46:45: Weil ich glaube es gibt auch Menschen die sehr damit kämpfen und sehr am Leben hängen und gar nicht gehen wollen.
00:46:51: Und für die dann die letzten Jahre Monate Tage Stunden eine ganz große Qual sind!
00:46:58: Das möchte man ja für sich selber nicht.
00:47:00: Also gibt es irgendetwas, was man tun können um sich anzufreunden?
00:47:05: Ich glaube, der Punkt ist dass viele Menschen die sich so schwer damit tun auf sehr viel ungelebtes Leben zurückblicken.
00:47:15: Und dein Opa hast du gesagt hat gesagt ich hatte ein schönes Leben und hat gerne darauf zurück geschaut und das ist glaub ich ein so wichtiger Punkt.
00:47:22: gibt es viel, dass Du verpasst hast, gibt es noch viel, was Du bereut hast.
00:47:26: Gibt es viel was unwiederbringlich nicht passiert ist in Deinem Leben?
00:47:32: Gibt's viel was noch ungesagt ist?
00:47:35: Gibt es viel, was du dachtest, was eigentlich noch Platz haben sollte und du hast dem keinen Platz eingeräumt?
00:47:42: Das macht dann glaube ich das Gehen sehr viel schwerer als wenn jemand das Gefühl hatte.
00:47:47: Ich hatte ein erfülltes Leben, das hat zu mir gepasst.
00:47:51: Es war ein großer Spaß eine große Freude Und ich kann jetzt wirklich mit einem lächeln im Gesicht sagen das war jetzt auch gut.
00:47:58: aber dafür muss man halt zu Lebzeiten was tun und nicht erst auf den letzten Metern.
00:48:02: Das ist ja genau der Punkt!
00:48:04: Und genau diese Prioritäten kristallisieren sich heraus, wenn man – obwohl das Thema so unangenehm ist – sich trotzdem traut, sich das mal vorzustellen.
00:48:15: Also ich mache diese Übung in der Praxis halt häufiger Mal und die löst auch sowas aus wie du sagst ne?
00:48:21: Unbehagen Traurigkeit oder auch Schock angesichts der Erkenntnis dass wir das alle nicht im Griff haben, wie lange wir leben werden.
00:48:30: Aber wenn man diese Vorstellung sacken lässt dann zeigt sich das häufig ganz klar was man auf keinen Fall mehr tun würde.
00:48:41: Wenn man nur noch ein Jahr hätte wüsste man Das ist so eine Zeitverschwendung oder so unnötig oder eigentlich so belastend.
00:48:47: warum ziehe ich das mit durch?
00:48:49: und Man merkt was man unbedingt noch machen möchte.
00:48:53: Dann spürt man auch das macht mich glücklich Dann fühle ich mich ruhig.
00:48:58: Das sind die Menschen, die ich eigentlich mehr in meinem Leben hätte und das kann man als Kompass nehmen.
00:49:03: Ich
00:49:04: würde nicht mehr bügeln.
00:49:05: Ja dann lass es!
00:49:07: Weißt du wie lange ich nie mehr gebügelt hab?
00:49:11: Ich wusste noch nicht mal mehr ob wir einen Bügeleisen besitzen weil wenn überhaupt bügelt Christian... Ich hänge gut auf.
00:49:22: Echt?
00:49:23: Okay.
00:49:23: Steffi lasst es.
00:49:25: Fragt deine innere Oma.
00:49:27: Aber ehrlich, mich beschäftigt das Thema Energie geradezu.
00:49:32: Und ein Satz den ich von ganz vielen Frauen in der Lebensmitte höre ist bei euch weiß gar nicht wo meine ganze Energie hin ist.
00:49:40: Es geht wahrscheinlich Männern auch so oder es ist eher ein Frauenthema?
00:49:44: Hör ich auch mehr von Frauen?
00:49:46: Das kann ich pauschal aber gar nicht beantworten.
00:49:50: Kannst du denn sagen wenn jetzt jemand sagt Ich habe keine Energie mehr was kämmt psychologisch dahinter stecken.
00:49:57: Wahrscheinlich eine Menge, ne?
00:49:58: Ja
00:49:59: also ganz ja... Also keine Energie mehr zu haben kann tausend Gründer haben zum Beispiel dass man sie einfach irgendwo gelassen hat wo man gar nichts zurückbekommen hat.
00:50:11: Also das man sich hat leer laufen lassen ohne dafür zu sorgen dass die Batterien auch wieder aufgefüllt werden.
00:50:17: aber diese Art von Kraftlosigkeit und Energielosigkeit die ich jetzt auch manchmal spüre Nämlich auch, ehrlich gesagt einfach manchmal hin.
00:50:27: Ich
00:50:27: denke mir einfach naja ich bin ein lebender Organismus, ich bin keine Maschine.
00:50:33: alles um mich herum die Natur jedes andere einzelne Lebewesen Ist Zyklen unterworfen, ist Biorhythmen unterworffen.
00:50:40: Warum erwarte ich denn eigentlich von mir?
00:50:42: Dass ich immer auf dem gleichen Niveau getaktet funktionieren muss!
00:50:46: Warum muss denn überhaupt immer Energie da
00:50:48: sein?!
00:50:49: Muss ja vielleicht gar nicht.
00:50:50: und dann habe ich jetzt einfach für mich deklariert und das auch innerfamilie so abgesprochen Ich hab null Volt Tage Und wenn ein nul Volt Tag isst, mach ich gar nichts.
00:51:02: Das ist natürlich meine persönliche Situation dass ich das überhaupt so kann Dass ich einfach sagen kann, heute werde ich noch nicht mal meinen Schlafanzug ablegen.
00:51:12: So!
00:51:12: Heute ist Null-Volltag.
00:51:14: Ich mache da nichts gegen sondern ich habe mich inzwischen gelernt darauf zu verlassen dass es dann auch wieder hundert Volt Tage gibt.
00:51:20: Ich bin da ganz ergeben was das angeht.
00:51:25: Es isst einfach manchmal so und dann... gebe ich mich dem hin, voller Vertrauen dass auch wieder anders sein wird.
00:51:32: Und ist es so seitdem du da losgelassen hast das die jetzt bin ich wieder performance driven?
00:51:37: Dass die Energie dann auch wieder schneller zurückkommt weil du dann halt dich einfach so fügst.
00:51:42: Ich weiß nicht, ich weiß gar nicht ob die dadurch schneller zurückkommt.
00:51:46: Sie kommt irgendwann immer zurück ist sie bisher immer und ich glaube eher dass wenn ich diesen Kraftlosengefühl nicht stattgebe sondern da ständig drüber hin wegbügel weil ich denke oh ich fühle mich kraftlos jetzt muss ich aber Sport machen oder so Dass das eher hinderlich wäre als wenn ich sag naja dann ist das jetzt mal so.
00:52:04: Dann ist heute so ein Tag Und ich habe da gar keine Probleme mit mich dann ins Bett zu legen und eine ganze Serie durchzugucken.
00:52:12: Ich mach das auch ohne schlechtes Gewissen, inzwischen ist es mir scheißegal.
00:52:14: Ob draus ein schönes Wetter ist?
00:52:15: Ich bin erwachsen und habe einen freien Willen.
00:52:17: wenn ich sage, ich will jetzt fernsehren, dann möchte ich das Rollo runter!
00:52:19: Ich muss nicht jeden sonnigen Tag mitnehmen.
00:52:23: Wenn ich gerade kraftlos bin dagegen angehen.
00:52:26: Ich erlaubt mir dass ob ich dadurch dann besser schneller...wesig nicht.
00:52:31: Ich mache da so wie das kommt.
00:52:32: Okay aber wenn du jetzt zum Beispiel eine ganze Woche Hätte es, wo nun null Voltage an den anderen gereiht hast.
00:52:39: Dann würdest du ja wahrscheinlich auch denken, was kann ich denn jetzt vielleicht tun damit die Energie zurückkommen darf?
00:52:48: Ja, also wenn es so eine ganze Woche ist dann mache ich natürlich auch alles was ich Patientinnen und Patienten empfehlen würde.
00:52:54: Dass man sich manchmal kontraintuitiv verhalten sollte.
00:52:57: Etwas machen wohnmacht man sich jetzt vielleicht nicht so fühlt.
00:53:01: Also es trotzdem tun weil man weiß das es einem gut tut.
00:53:05: So nach einer ganzen Woche würde ich doch schon mal vorschlagen geh mal raus gerade nicht fühlst, guck mal ob du genug Vitamine-Intos hast.
00:53:16: Guck mal, ob du dich gut ernährt hast so wie du zum Beispiel einer guten Freundin auch ein gutes Essen machen würdest.
00:53:22: und jetzt nicht einfach eine Tüte Chips aufreißen und einen Kaffee zum Runterspülen ist vielleicht auch nicht optimal.
00:53:29: Jetzt tu mal was deinen Körper auch ein bisschen freut und dann kommt ja manchmal die Energie durchs Tun.
00:53:38: Ja, ja die Erfahrung habe ich auch schon öfter gemacht.
00:53:42: Auch in deinem alten Buch habe ich nämlich auch so etwas Tolles entdeckt und da hast du gesagt dass es den Blick nach hinten richtet weil man grübelt viel über vergangene Sachen und diese Energie geht dann nicht ins vorne sondern nach hinten und dadurch verloren Und deswegen löst sie Stress aus.
00:54:02: Habe ich das so richtig verstanden?
00:54:04: Ja, es kommt drauf an worüber du grübeln bist.
00:54:05: aber Grümeln ist ja häufig genau dadurch gekennzeichnet dass man sich in Situationen gedanklich verfranzt die in irgendeiner Weise belastend waren wo man sich hinterfragt oder wo man drüber nachdenkt ob eigentlich irgendwas okay war.
00:54:19: also man hält sich so alarmiert angesichts von Dingen auf die man gar kein Einfluss mehr hat und In sich ist schon nicht besonders energiefreundlich, würde ich mal sagen.
00:54:30: Weil du dich ja aufreibst über Dinge die sich deiner konkreten Handhabe entziehen.
00:54:35: Es sei denn!
00:54:36: Du könntest daraus was konstruktiv ableiten und einen Plan schmieden wie du es beim nächsten Mal anders machen wirst aber dann wäre es ja gar kein Grübeln.
00:54:43: Grübeln ist ja genau durch diese Kreisbewegung gekennzeichnet, die eben nicht nach vorne geht und handlungsorientiert oder lösungsorientiert wird sondern sich einfach wie so ein Unendlichkeitszeichen Kopf abspielt.
00:54:56: Das ist super belastend und tatsächlich transdiagnostisch auch ein Problem, ne?
00:55:00: Bei Menschen mit Depressionen bei Menschen mit Angststörungen.
00:55:03: die haben häufig so Grübel schleifen, häufig vorm Einschlafen und fühlen sich dadurch echt kraftlos obwohl gar nichts passiert.
00:55:13: Außerdem grübeln jetzt.
00:55:15: wo sind so Stolperfallen im Alltag die uns psychische Energie rauben?
00:55:22: Also es gibt schon ganz schön viele Stolperfallen, wo man Energie lassen kann.
00:55:25: Also zum Beispiel wenn man sehr viel Dinge macht auf Zuruf oder mal eben oder mal schnell und sich dabei verschätzt wie viel Kraft ein das am Ende kostet so dass man am Ende des Tages manchmal für sich selber gar nichts mehr übrig hat.
00:55:43: Viele Leute neigen dann dazu diese sogenannte Meet-Time oder das was dann für sie übrig sein soll von ihrer Schlafenszeit weg zu knapsen weil es im ganzen Tag keinen Platz für sie gegeben hat.
00:55:54: Und damit rauben Sie sich auch noch das, wo Sie ja eigentlich Energie herbekommen könnten?
00:56:01: Das ist zum Beispiel was ich beobachte, was super häufig ist.
00:56:05: Das Leute dann denken abends noch ein bisschen länger wach zu bleiben und das Schlafengehen rauszuzögern würde Ihnen eine Lebensqualität schenken.
00:56:12: Das ist z.B.
00:56:13: ne typische Stolperfalle finde ich.
00:56:16: Also eines deiner letzten Kapitel, das heißt worauf wartest du?
00:56:21: Mit dreißig können wir uns ja lange erzählen.
00:56:23: Ach, das machen wir irgendwann und mit fünfzig ist dieses irgendwann so mit einer anderen Bedeutung auch belegt.
00:56:33: Was sollten wir in der zweiten Lebenshälfte nicht länger auf später verschieben?
00:56:37: Ja,
00:56:38: das kommt natürlich ganz drauf an wie man sich so ausrichten möchte im Leben.
00:56:42: ich glaube wirklich was wir nicht verschieben sollten es uns dann genau darüber Gedanken zu machen.
00:56:47: Also was, was möchte ich denn erleben?
00:56:50: Was möchte ich sehen.
00:56:52: Was ist mir wirklich wichtig?
00:56:54: also zur Lebensmitte auch mal für sich zu definieren, was sind eigentlich meine Werte und woran möchte ich mich ausrichten und das dann zu tun.
00:57:05: Das ist letztlich das.
00:57:06: Und es bedeutet nicht in allen Lebensbereichen in den Top Ten mitzuspielen oder überall irgendwie vorne mitzuschwimmen sondern gezielt zu sagen, was freut eigentlich mich.
00:57:21: Was macht mich aus?
00:57:23: Das ist, glaube ich so die Aufgabe der zweiten Lebenshilfe.
00:57:26: Ja das finde ich ja eigentlich ganz interessant weil so kann man ja auch.
00:57:30: also wenn man so guckt okay war es jetzt noch wichtig was muss ich für mich unbedingt noch rausziehen?
00:57:36: und so weiter.
00:57:37: Das bringt ja auch dann nochmal wie so eine Art Optimierungsgedanken mit sich.
00:57:43: auch wieder in so eine Leistungsspirale abweichen kann.
00:57:46: Und deswegen finde ich es eigentlich voll gut, dass du sagst, das eigentlich reduzieren auf die Essenz, dass das im Grunde reicht total.
00:57:55: Weißt du?
00:57:55: Ja also... Es gibt ja diese bekannte Arbeit von Bronnie Ware Das ist diejenige, die im Hospiz gearbeitet hat mit sterbenden Menschen und da konkret gefragt hat was sie bereuen mit dem Blick auf das zurückliegende Leben im Sterben.
00:58:14: Und da hat halt niemand gesagt, boah ich wünschte, ich hätte noch mehr gearbeitet oder ich wünschte meine Bude wäre echt aufgeräumter gewesen.
00:58:22: wirklich niemand sondern natürlich und das wissen wir auch alle Menschen haben gesagt ich wünsche ich hätte bessere Verbindungen gebaut auf meine Beziehungen ab acht gegeben.
00:58:34: Aber auch ich wünschte, ich hätte mehr meinen Gefühlen-Ausdruck verliehen im Guten wie im Schlechten also im guten heißt Ich hätte mehr die Liebe ausdrücken müssen, die ich empfunden habe.
00:58:42: Ich hätte mich mehr trauen müssen vielleicht auch aber auch ich hätte mir nein sagen müssen mehr Grenzen setzen und auch mal sagen hier ist Schluss.
00:58:50: Also eigentlich ist das was Menschen am Ende des Lebens gehabt haben wollen in diesem Leben auch vorgekommen sein wollen Was immer das bedeutet Sich selber auch mal Platz einräumen in diesem Leben.
00:59:03: Selber vorkommen.
00:59:04: Naja, das ist schon interessant ne?
00:59:06: Also warum ist es am Ende wichtig wenn du dann ja sowieso weg bist?
00:59:12: Also was lässt das ja auch auf der Welt?
00:59:14: Ja!
00:59:15: Wofür will ich gestanden haben wie
00:59:17: du warst?
00:59:17: also... Wie
00:59:18: werden Menschen mich erinnern?
00:59:21: Also ich finde auch der Blick, wenn du dieses Bild der inneren Oma spielst.
00:59:26: Dann geht das ja erst mal in die Zukunft.
00:59:29: Wie möchte ich das Leben bis dahin gestalten?
00:59:31: Ich bin eine älter werdende Frau!
00:59:33: Ich werde irgendwann eine alte Frau sein so wie soll die leben?
00:59:37: aber dann geht es nicht nur um wirklich diese Zukunft mitzudenken schon bei meinen jetzigen Entscheidungen sondern irgendwann geht's auch um den Gedanken des Hinterlassens.
00:59:46: was möchte ich hinterlassen?
00:59:47: Was möchte ich dass meine Kinder erinnern wäre ich gewesen?
00:59:51: Was möchte ich, was über mich erzählt werden wird und was möchte ich vielleicht wirklich buchstäblich auch für einen Fußabdruck hinterlassen?
00:59:58: Diese Fragen finde ich halt auch wichtig.
01:00:01: Ganz zum Schluss der Podcast heißt ja jetzt erste Folge die bessere Hälfte.
01:00:08: Was kann die zweite Lebenshälfte zu deiner besseren Hälfe machen?
01:00:13: Für mich macht die zweite Lebenshälfte zur besseren Lebenshilfe das ich viel mehr Kapazität habe.
01:00:19: glücklicherweise Nach vielen Jahren der Außenorientierung, der Kehrarbeit, den Kinder, diesen ganzen Insystemen laufen bin ich in der Lage jetzt in der zweiten Lebenshälfte mich wirklich ein bisschen neu auszurichten und erlebe das als riesige Chance Dinge auszuloten.
01:00:44: Mich Dinge zu trauen aber ehrlich gesagt auch endlich mal Geld zu haben für Dinge was ich auch nie hatte mehr Spaß, mehr Lebensfreude zu erleben.
01:00:56: Mehr kleine kuriosen Abenteuer zuzulassen als das mein früherer Alltag hergegeben hat.
01:01:02: Das ist das was für mich die zweite Lebenshälfte ausmacht.
01:01:06: Wunderbar!
01:01:07: Danke dass du da warst.
01:01:08: Danke dir!
01:01:11: Vielen Dank an Falk Andreas Alexander Stößlein Osama Hai Yaya Pablo Lötgenhaus, Anna Busmann und das Team von Mitvergnügen für die Arbeit an diesem Podcast.
01:01:22: Wir hören uns nächste Woche wieder – bis dann!