00:00:04: Hallo und herzlich willkommen bei Fünfzig über Fünfzig, dem Podcast für eine neue Kultur des Elternwerdens.
00:00:11: Bevor es losgeht hier noch ein kleiner Hinweis!
00:00:14: Das ist die letzte Folge vor unserer Sommerpause.
00:00:17: Ich verabschiede mich jetzt für ein paar Wochen und bin im September mit vielen neuen Gesprächen und spannenden Gästen wieder zurück.
00:00:24: Für die Ferien habe ich deshalb die Lieblingsfolge von euch Hörerinnen und Hörern aus den vergangenen halben Jahr ausgewählt.
00:00:31: Ein Gespräch das euch besonders begeistert
00:00:33: hat klug, ehrlich
00:00:34: lustig und genau die richtige Begleitung für entspannte Sommertage.
00:00:39: Ich wünsche euch von Herzen einen wunderbaren Sommer, genießt die Zeit, tank Kraft und passt gut auf euch auf!
00:00:44: Und wir hören uns im September wieder – und jetzt viel Freude mit eurer Lieblingsfolge!
00:00:49: Älter werden, Scham, Körper, Wechseljahre, schwere Themen?
00:00:53: Nicht heute!
00:00:55: Meine heutige Gäste beweist gerade dass man über all das laut lachen, klug sprechen und ziemlich ehrlich sein kann.
00:01:02: In ihrer neuen Serie Vier und Fünfzig auf Join und Sat.Eins nimmt sie die Wechseljahre mit maximalem Humor, Selbstironie und ordentlich Wumms auseinander – oberlustig, ungeschönt und ziemlich befreiend!
00:01:15: Aber hinter dem Lachen steckt auch
00:01:16: Tiefe,
00:01:17: Charme, Sichtbarkeit, Begehren, Rollenbilder Und die große Frage was eigentlich bleibt wenn sich alles verändert?
00:01:24: Heute sprechen wir genau darüber ehrlich persönlich und mit Humor.
00:01:29: Herzlich Willkommen an nette Vier.
00:01:34: Ich finde es fantastisch, dass wir uns heute treffen.
00:01:36: Ja
00:01:36: ich find das auch richtig schön!
00:01:38: Um dabei zu bleiben ist ja absolut genauso wie du sagst, ich finds wirklich fantastisch.
00:01:43: Ich finde deinen Podcast super und die Gespräche, die du führst und man denkt wieso gibt's das nicht schon seit Jahren so was?
00:01:51: Du hast tatsächlich vor zwei drei Jahren angefangen oder?
00:01:53: Ja
00:01:54: genau, ich hab vor drei Jahren anfangen.
00:01:56: Und dann ist dann
00:01:57: immer so erstaunt als man denkt ach super toll, ihr redet mit einer Zahnärztin über Mundgesundheit.
00:02:04: Wieso kommt mir das vor, dass diese Gespräche erst seit kurzer Zeit geführt werden?
00:02:08: Ja, ich glaube weil es einfach so ist.
00:02:09: Weil's so is'.
00:02:10: Also das ist halt im Grunde wir haben ja jetzt auch erst die erste lustige Serie über die Wechseljahre zu sehen.
00:02:17: also du bist ja auch die Erste, die das macht!
00:02:20: Man muss immer sagen Hashtag Doris Dörrje hats auch schon mal probiert vor vor fünfzehn Jahren
00:02:27: und
00:02:27: es war zu früh Punkt glaublich.
00:02:31: Was glaubst du, warum jetzt so die richtige Zeit
00:02:33: ist?
00:02:33: Genau das was du gerade gesagt hast.
00:02:37: Es gibt überhaupt jetzt erst Forschung wirklich auch dazu.
00:02:39: Überhaupt dass Frauen und Männer tatsächlich unterschiedliche Stadien durchlaufen im Laufe ihres Lebens sind.
00:02:46: Es ist nicht nur Menschengesundheit es gibt Frauen- und Männergesundheits.
00:02:50: Und das ist wie mit allen Dingen wo ein Fokus drauf gerichtet ist.
00:02:54: da verändert sich etwas aber den Fokus gab's nicht unerhört einerseits und man ist selber zu Zeuge in seinem eigenen Leben davon, dass einem das nicht mal aufgefallen ist.
00:03:05: Und dass man plötzlich mit der Nase auf so Sachen... Ich finde es auch gar nicht so skandalös und dramatisch.
00:03:10: im erster Linie freue ich mich natürlich, dass ausgerechnet ich jetzt in das Vergnügen komme, dass ich mich informieren darf über viele Bereiche in meinem Leben.
00:03:22: Meine Mutter hatte diese Möglichkeit nicht Und selbst wenn meine Mutter eine super Idee gehabt hätte, ne lustige Serie zu machen vor... ...fünfundzwanzig Jahren, hätte das wahrscheinlich nicht funktioniert.
00:03:32: Selbst wenn sie Schauspielerin gewesen wäre oder Kommissionen oder Regisseuren, das wäre schwierig geworden.
00:03:39: Wäre auf jeden Fall schwierig geworden?
00:03:41: Genau!
00:03:41: Also schwieriger
00:03:42: als jetzt für mich und ich fand es auch nicht gerade leicht
00:03:45: so.
00:03:45: Erzähl doch mal also wie war der Prozess denn für dich?
00:03:48: Du bist durch dein eigenes Erleben sozusagen auf das Thema gekommen.
00:03:53: Genau, ich bin da so reingerasselt wie man ja in viele Themen so reinrasselt weil die einfach passieren und Ich bin nicht so der voraus eilende Typ.
00:04:01: Und natürlich habe ich öfters am Tisch gesessen wenn sich Freundinnen von mir oder Wenn das wenn das so auf das Thema kam und hab immer alles interessant.
00:04:08: Das kommt dann sicher irgendwann.
00:04:09: Ich war natürlich schon mittendrin und habe mich über verschiedene Sachen gewundert vor allem also über so gesundheitliche aspekte oder Medizinische Aspekte im Sinne von körperlicher aspekt.
00:04:21: Da hat jeder was anderes.
00:04:23: Und ich bin ja jede Überzeugung, wir verändern uns ja ohnehin immer und ich hatte das auch so ein bisschen darauf geschoben.
00:04:29: Ich dachte, ah, was ist denn das jetzt?
00:04:31: Wieso habe ich denn hier ... Was ist das?
00:04:32: Habe ich gerade Gelenkschmerzen?
00:04:34: Hab ich irgendwie grade ... Was sind jetzt heute los mit der Yoga-Runde?
00:04:37: Ich möchte sofort wieder nach Hause gehen, mich ins Bett legen.
00:04:39: Das haben wir aber nicht auf eine Lebensphase geschoben die ich mit neun Millionen Frauen in Deutschland vielleicht teile.
00:04:46: und dass das Symptome sind Denkst du ja auch nicht mit Mitte.
00:04:50: Also ich hab' mit Mitte vierzig gar nichts dran gedacht, Ich habe unseren Autor und Produzenten von März gegen März den Reif Hussmann noch beschimpft gesagt wie früh soll denn die Scheiße losgehen?
00:05:01: Ich hab in meinem ganzen Leben noch keine Hitze Wallung!
00:05:03: Wieso schreibst Du mir Hitze wallungen ins
00:05:04: Drehbuch?!
00:05:04: Also so auch weil ich gar...ich hab' mir wirklich gar nicht dazu irgendwelche Gedanken gemacht Und das war so ein Fun Fact weil ich einen Tag nach diesem Dreharbeiten diese erste offizielle.
00:05:16: Ich bin schon so wahnsinnig gelangweilt, dass ich selber überhaupt noch nenne Hitzewallung hatte weil es ja immer noch das ist...ich hatte keine Wechseljahre!
00:05:24: Ich hatte keine Hitzowallungen fertig da ist das Thema fertig und ich bin auch selber über mich selber und meine Ahnungslosigkeit erstaunt weil seitdem ich mich dann damit beschäftigt habe und gemerkt habe wie toll Es gibt so viele schlaue Menschen, die da schon gute Beiträge zugeliefert haben.
00:05:42: Man muss es halt nur wissen und im besten Fall hört man's auch von der Gynäkologin.
00:05:46: Und das schiftet ja auch gerade alles.
00:05:49: Aber es geht wirklich jetzt erst los!
00:05:52: Genau, es geht jetzt erst Los... Ich finde es auch interessant weil bei mir war es eigentlich ähnlich und ich dachte okay diese Tür aufzumachen und dahinter noch mal ein komplett neues Universum was völlig unbekannt ist So entdecken.
00:06:08: Ich denke auch so, ich meine wir sind informierte Klugefrauen dass dieses Thema an uns so vorbeigegangen ist halt auch einfach kein Zufall.
00:06:17: Nee gar nicht.
00:06:18: und man merkt auch so das die eigene Vorstellung von Leben, wie krass die an den Zeitgeist gebunden ist.
00:06:24: Man denkt ja man ist so ein freies Individuum das seine eigene Meinung bildet und eine Haltung hat und die darf sich auch ändern.
00:06:33: Ich kann so viel gar nicht stolpern, wie ich auf die Schnauze falle über meine eigenen Vorstellungen von mir selbst und die Bilder, die ich mir gebaut habe.
00:06:43: Und da ist man glaube ich eigentlich schon bei dem vielleicht interessantesten Für mich der interessantesten Perspektive auf das Thema, es darf sich was verändern.
00:06:52: Vorher hatte ich ganz viele Türschlösser eingebaut bei verschiedenen Dingen und ich erkläre mir das ein bisschen so, dass so lange auch die Kinder klein waren.
00:07:00: also bei mir ist sozusagen dieses auch Kinder großziehen.
00:07:03: Ich war so beschäftigt mit Funktionalität und mit abläufen, dass das gut läuft.
00:07:09: Und ich glaube noch nicht mal, dass man dafür eigene Kinder braucht sondern man kann sagen es beruflich muss das klappen im eigenen Leben ankommen.
00:07:16: Man möchte immer irgendwo ankommen von dem man glaubt wenn man das erst einmal geschafft hat Herr PC, dann wird es richtig gut.
00:07:23: Dann wirds ein tolles Leben!
00:07:26: Wenn ich sozusagen diese Herkules-Aufgabe geschafft habe, dann komme ich in irgendeinem Raum an und sage hier ist mein Ausweis.
00:07:33: Ich darf hier sein – das hat alles super funktioniert schon sich das mal an.
00:07:37: Und dass das so komplett in sich zusammenbricht?
00:07:41: Damit hab' ich nicht gerechnet.
00:07:43: und bei aller Angst und bei allem Erstaunen und auch geschüttelt seien dazu, dass das eine Annahme war die ich so langsam mit meinen Hormonen beerdige.
00:07:56: Merke ich was da auch für ein Freiheit entstehen darf und ich bin nicht die Ansagerin einer Werbesendung.
00:08:03: Ich möchte jetzt nicht diese ganze Lebensphase schönreden.
00:08:07: und toll.
00:08:08: und jetzt komme ich an.
00:08:09: aber es ist in der.
00:08:10: ich empfinde es in der Tat so.
00:08:12: Ich schlottere vor Angst und laufe auch durch Zustände wo ich dachte wow echt jetzt Gott, was sollen denn meine Kinder von mir decken?
00:08:21: Aber es geht glaube ich nur so.
00:08:24: Es ist eine Chance das sich wie du es gerade gesagt hast noch mal Türen öffnen.
00:08:29: Wenn du jetzt sagst, es gab diesen Punkt an dem auf einmal alles was du dir vorher konstruiert hast nicht mehr funktioniert hast.
00:08:37: Woran liegt das?
00:08:39: Warum geht uns das genau in der Lebensmitte so?
00:08:42: Hast du deine Erklärung für dich selbst vielleicht?
00:08:45: Ja, weil ich glaube schon dass es so wie... Es gibt eben so Bewegungen.
00:08:52: Das ist ja alles zyklisch!
00:08:54: Es heißt ja nicht umsonst Zyklus, es sind wirklich Kreislaufbewegungen.
00:08:58: Und in dieser Lebensphase haben wir und insbesondere wir als Frauen die Chance noch mal einen ganz neuen Blick auf uns selbst zu werfen.
00:09:05: Der ist natürlich erschreckend weil keine saumöchten neuen Blickaufsachen... Alle sind froh in einer Welt, die von absoluter Unsicherheit, die sich immer noch schneller dreht jeden Tag.
00:09:15: Wir sind alle maximal auf der Suche nach Sicherheit.
00:09:18: Und plötzlich passiert etwas und das ist auch biologisch begründet dass mir diese Sicherheit flöten geht.
00:09:27: Ich kann das nur so beschreiben, dass ich irgendwo sitze und merke, oh Gott, dieser ganze Unfug!
00:09:32: Was wird denn hier?
00:09:32: Was ist denn das überhaupt für ein
00:09:34: Gespräch?!
00:09:35: Und es gab's ja vorher auch schon – es kennt.
00:09:38: jeder, der auf eine handelsübliche Party geht weiß, es gibt nur zwei bis drei Möglichkeiten entweder ich bin in einer halben Stunde wieder weg Weil ich das nicht aushalte, dass hier achtzig Leute im Raum voneinander stehen und sagen hallo.
00:09:49: Und immer so dieses bekloppte Anstoßen und na wie geht's?
00:09:54: Und man weiß es!
00:09:55: Man muss dadurch... Das ist ein Nadelöhr.
00:09:58: zu Beginn einer Party muss man da durch und eine Stunde später denkt man oh wow geil.
00:10:02: auch das ist ja netter Mensch mit dem ich hier reingeraten bin und dann bist du über diesen dieses Fremdeln hinweg.
00:10:09: Das macht mir schon sein ganzes Leben lang.
00:10:11: Du kommst irgendwo rein und weißt Entweder es funzt sofort, super.
00:10:15: Toll aber Ausnahme eigentlich müssen wir alle immer Einsamkeit in Räumen überbrücken wo viele Menschen sind.
00:10:22: den einen sieht man's an den anderen nicht.
00:10:24: mir sieht das gar keiner an.
00:10:25: ich habe das gut geübt und so kann ich sich mich verstellen muss.
00:10:28: aber es ist immer wieder eine Attacke auf dem System vor allem wenn wirklich angebunden ist und wirklich versucht, nicht mit so einem Filter durch die Gegend zu laufen.
00:10:38: Und alles wegzubügeln was bei dreieinig hoffenbaum ist.
00:10:41: also wenn man wirklich mit einer offenheit in einen raum kommt wo viele menschen sind es eine zumutung war's immer schon hab ich aber jahrzehnte gar nicht so empfunden ja das ist halt so
00:10:54: gestern.
00:10:55: ne fertig ich
00:11:02: hatte gestern gespräch mit einer Frau, die Menschen durch so berufliche Prozesse begleitet und ich weiß gar nicht wie man es nennt.
00:11:11: Coach wahrscheinlich.
00:11:12: Ja,
00:11:13: Coach!
00:11:14: Super Wort!
00:11:15: Ich kenne auch so viele Coaches.
00:11:18: Ich kenn auch plötzlich so viele coaches du auch?
00:11:20: Ja
00:11:20: ja ich kenne viele coaches weil wir brauchen in der Lebensmittel viele coaches scheinbar
00:11:25: und die hat
00:11:27: etwas erzählt.
00:11:27: Ich fand es so interessant weil dann ging's um so ein Mechanismus der bei mir relativ ausgeprägt war aber langsam so bröckelt.
00:11:34: Und dann sagte sie auch, dass man sich das ruhig schon auch verzeihen kann.
00:11:37: Dass man diesen Mechanismus die ganze Zeit so hatte weil der natürlich sich auch schützend vor etwas gestellt hat was dann aufbricht was aber vorher noch nicht breit war aufzubrechen weil man es halt nicht händeln kann und ich finde davon gibt's schon verschiedene Dinge so beim älter werden oder?
00:11:56: Ja genau also es gibt.
00:11:57: es gibt hundert kleine Bereiche in denen man das merkt dort und da Und mein, also sozusagen wo ich versuchte meine Lupe drauf zu setzen ist wirklich auf diese Coming-of-Age Geschichte.
00:12:10: Also ich hab das dann mal zweite Pubertät genannt.
00:12:13: Es geht... Du hast plötzlich einen Widerstand und vorher waren auch ein kleiner Widerstaunt da, dass ja nicht so.
00:12:18: der Widerstand erst kommt weil sich Ostrogen verabschiedet.
00:12:22: Das erquatscht den hatte ich immer Aber jetzt fehlt mir das Gesicht.
00:12:28: Mir fehlt das Gesicht dazu, dass ich das weglächle.
00:12:33: Sondern ist ... Ich merke so ein Nee!
00:12:35: Ich hab keinen Bock, dass jetzt das funktioniert.
00:12:38: Das dieses Gespräch soll jetzt funktionieren, damit wir beide hier rausgehen und uns in Ruhe gelassen haben.
00:12:43: Und es hat irgendwie funktioniert.
00:12:45: Manchmal oder immer öfter merk ich, nee, das interessiert mich nicht mehr.
00:12:50: Im Gegenteil, ich fühl's danach oft scharl
00:12:52: an.".
00:12:53: Ich setze lieber.
00:12:53: ehrlich gesagt, verstehe ich gar nicht.
00:12:56: Was das soll?
00:12:57: Wieso machen wir das so?
00:12:58: Klassische Situationen ist im Auto sitzen du setzt dich ins Taxi oder in U-Bahn und jemand rastlos.
00:13:05: es hat mich immer schon genervt wenn jemand ohne dass ich sage Bitte können wir uns ein bisschen beeilen dass jemand einfach so losrastes fand ich immer furchtbar Und ich kann nicht mehr mal klappe halten.
00:13:19: Wie machst du das denn?
00:13:20: Weil ich denke dann immer, dass es ja so sein Tanzbereich ist.
00:13:23: Sein Job eher fährt das Auto aber mich stresst es auch total.
00:13:26: Ich
00:13:26: habe Stress... Also ein Beispiel finde ich, das kennt jeder!
00:13:30: Und ich hätte immer gesagt, ja, ich hab's gar nicht eilig.
00:13:32: Ich hatte immer zwei Witze gemacht und dann gehofft, dass die Person reagiert.
00:13:36: Jetzt mach' ich es immer noch ... Ich beginne immer freundlich!
00:13:39: Also warum soll ich nicht freundlicher sein?
00:13:41: Ich hab's garnicht eiliger.
00:13:42: Haben Sies sehr eilich?
00:13:43: Haben Sie einen Anschluss?
00:13:44: Ich frag dann erst mal nach.
00:13:45: Haben sie jetzt direkt ein Termin und so ist das so oder was?
00:13:50: Das geht ja schon hart ab und man merkt, der denkt, warum hält sich nicht die Klappe?
00:13:54: Wieso sitzt sie nicht einfach hinten und lässt sich
00:13:56: fahren?!
00:13:57: Und dann denke ich, nee.
00:13:59: Das ist für mich nicht wohl.
00:14:02: Man spürt ja die Energie im Raum und sagt, ich möchte sie wirklich noch mal bitten.
00:14:06: Können wir ein bisschen langsamer fahren?
00:14:08: Ich meine jetzt nicht mit dreißig zwanzig sondern runter von neunzig auf sechzig in einer Stadt.
00:14:16: In der Spielstraße!
00:14:20: Wenn die da nicht reagieren, dann merke ich so richtig... ...ich hätte das früher durchlaufen lassen Und ich habe neugierig gesagt, ich glaube entweder fahren sie jetzt langsamer oder wir müssen uns beide die Mühe machen das hier abzubrechen.
00:14:33: Und dann bezahle ich bis hierhin und steige aus weil ich das also sozusagen dass ich sage nein ich mache das also ein Beispiel ja so und mir geht es auch gar nicht darum dass ich recht habe du hast ja genau wie du sagst ist auch irgendwie sein Tanzbereich wenn er ein toller Fahrer ist und wenn er das so macht.
00:14:49: Ich fühl mich nur nicht wohl Und wir haben jetzt diese Verabredung für die Viertelstunde.
00:14:55: Meistens wird's kompliziert, dauert länger ... Ich kann die Stöhnen hören auch wenn sie es nicht tun und ich sehe wie der die Augen verrollt und so.
00:15:04: Dem wäre ich ausgewichen und ich merke zunehmend Nö!
00:15:08: Warum?
00:15:10: Was hinterlässt das dann für ein Gefühl bei dir?
00:15:13: Wenn ich beim Machen wahnsinnig anstrengend finde... Ich machs nur deswegen weil ich weiß dass ich mich sonst gleich wieder nicht gut fühle.
00:15:21: Und wenn ich dann ausgestiegen habe, bezahlt und hab gedacht du Idiotin.
00:15:25: Jetzt stehst du irgendwo und musst wieder ne wahrscheinlich zehn Minuten warten bis hier irgendjemand kommt.
00:15:30: aber ich habe gedacht hast du gut gemacht?
00:15:32: Danach geht's besser.
00:15:33: es ist ja überhaupt immer so Du musst ja durch die Sachen durch.
00:15:36: also alles was du verschiebst kommt zurück wie du es gerade gesagt hast.
00:15:40: Es war schon da und man hat es aber verschoben War nicht schlimm, war offensichtlich in einer Zeit nicht dran.
00:15:49: Man konnte es mit gut relativ gut im Gewissen verschieben, auch wenn es sich immer schon leise gemeldet hat.
00:15:55: Und ich glaube, das meldet sich einfach lauter und du merkst, hm, herrje!
00:16:02: Das ist eben das Gegenteil von Effizienz und deswegen kommt es einem ganz komisch vor weil es gesellschaftlich macht es allen Arbeit und es geht nicht schnell und nett und lustig und ich bin es halt.
00:16:17: also beruflich würde ich sagen... Ich bin so männliche Comedy geprägt.
00:16:23: Und ich habe viel dafür gelernt und ein Teil von mir ist super ausgebildet, dem braucht man übrigens auch.
00:16:28: Also meine männliche Comedy ist super Ausgebildete!
00:16:31: Ich bin dann flott und schnell und da geht die puhante hin, come on Lose hat sich aufgebaut jetzt rasieren das geht gut.
00:16:40: es ist aber nur fünfzig Prozent.
00:16:43: und es gibt ganz viele andere gute humorvolle Situationen und die interessieren mich jetzt immer mehr.
00:16:51: die breiten sich so aus und dann springt man zum Beispiel über eine Pointe rüber.
00:16:55: Und lässt sie liegen, und alle wissen da liegt ja was!
00:16:57: Und man sagt nein, nein das machen wir jetzt nicht.
00:17:00: Dann nochmal Anlauf nehmen in ne andere Richtung.
00:17:04: Ich glaube, was es braucht ist ein Raum damit dass ich überhaupt entfalten kann.
00:17:11: Und ich hatte zb mit Korla Stratmann in der Schillerstraße diesen Raum.
00:17:14: Ich hab den mit Maren Kräumern, wenn wir unsere Kräuermann zwischen sogenannten Zwischensequenzen machen.
00:17:23: Dann ist das ein Raum der dafür kreiert ist dass man sich da so bisschen ausbreitet und dann merke ich fühle mich pudelwohl also wie zu Hause sein.
00:17:33: aber es ist ganz wichtig dass der Raum da ist.
00:17:36: du kannst nicht einfach irgendwo hinkommen wo die Verabredung anders isst.
00:17:39: dass man sagt man kommt hier möglichst schnell in Form eines Bettels zu der besten Poernte, dann bist du wirklich falsch.
00:17:47: Dann sagt man ja leider keine lustige Frau anwesend.
00:17:50: Das hatten wir die extra eingeladen, die Frier, die performt gar nicht.
00:17:54: Die sitzt da so ein bisschen mittelgut gelaunt.
00:17:56: Verstehe ich auch!
00:17:57: Weil der Raum gar nicht da ist und dann funktioniert das nicht?
00:18:02: Ja genau wie in allen anderen Beziehungen.
00:18:04: Ich glaube deswegen knallts ja dann in der Lebensmitte auch so häufig weil Räume neu verhandelt werden müssen und Verabredungen neu getroffen werden müssen.
00:18:14: Und da sind Frauen eben viel bereiter zu als Männer, und die Männer glaube ich ziehen ganz oft mit.
00:18:21: also so sehe ich das zumindest bei mir auf dem Freundeskreis und überhaupt in den ganzen beruflichen Kreisen würde ich sagen weil ich so beobachte ist sehr viele sehr neugierige Frauen ausgründen weil sie da so reinschlittern und ich sehe sehr viele skeptische Männer die Bock haben aber auch nicht so richtig wissen wie es ihnen geschieht und ob man da jetzt mitgeht oder nicht.
00:18:42: Und genau, das führt einfach zu krassen Konflikten.
00:18:46: Wahrscheinlich für die Männer eben auch nicht so leicht weil sie natürlich auch ihre Korsette haben in denen sie stecken.
00:18:53: Für
00:18:53: alle nicht?
00:18:54: Nee,
00:18:54: für alle nicht!
00:18:57: In meiner Wahrnehmung gefühlt leichter noch über Gefühle, Über Veränderungen, Über Stimmungen.
00:19:02: Über Nuancen zu sprechen als für Männern.
00:19:04: Ja, total!
00:19:04: Du hast es gelernt
00:19:05: und es auch geübt.
00:19:06: Hast du schon hunderttausendmal gemacht?
00:19:08: Für Männer ist das neu... Und man muss nochmal weg.
00:19:11: Das finde ich immer total wichtig von Männer und Frauen.
00:19:15: Wir reden ja von männlichen Anteilen und von weiblichen Anteil.
00:19:18: Und auch über das Vokabular muss man erstmal sich quasi ausgetauscht haben.
00:19:23: Und das ist für mich eben dieses Ausbreitende bei Frauen und Fernetzende, beim Männern ist es sehr zielgerichtet und sehr zack-zack dahin.
00:19:31: Das sind zwei ganz tolle Kräfte die sind beide super wichtig.
00:19:35: aber ich glaube ab Lebenshälfte oder Lebensmitte besser gesagt ist dieses Vernetzende und das ist auch jetzt dran in der Welt vernetzende Kraft.
00:19:46: Ich glaube dass ist der Anteil.
00:19:48: natürlich hat jeder Mann diesen weiblichen Anteil Und jede Frau hat diese männlichen Anteile.
00:19:53: Also ich würde immer so gerne weg von Gesprächen über Männer und Frauen interessiert mich überhaupt nicht, Ich wünschte wir werden schon drei Schritte weiter und könnten über Menschen reden
00:20:00: Aber
00:20:02: mit dem genauen Blick für Ah!
00:20:04: Das ist diese Beschreibung.
00:20:06: Es gibt nämlich Unterschiede.
00:20:07: Wir sind nicht einfach alle gleich aber in den Unterschieden sich wieder anzunehren und wirklich eine echte Kommunikation zu gehen.
00:20:17: Da sind wir noch ganz schön... Also da sind wir richtig erst am Anfang, habe ich das Gefühl.
00:20:23: Genau!
00:20:23: Es fehlen glaube ich tatsächlich diese Räume und es fehlen auch die Worte dafür.
00:20:28: Genau,
00:20:29: fehlt die Sprache.
00:20:31: Und da kann man ja schön sich ausprobieren.
00:20:37: Was ich damit sagen will ist warum ich so gut finde wenn man schon mal sagt, es ist gerade was da, es entsteht so viel Und es ist so viel los in der Welt.
00:20:46: Wir können das ja mitgestalten auch irgendwie ein Stück weit, ne?
00:20:50: Aber stattdessen passiert alles so furchtbar.
00:20:52: Es ist alles so schrecklich!
00:20:54: Ja, es geht ja alles wieder zurück und man kommt überhaupt nicht weiter mit einem Gespräch, wo man sagt, ja, schreckliche.
00:21:00: Die Jugend heutzutage, die haben ja nur noch... Also diese ganzen Sachen, diese ganzen Gespräche sind so zu solche Sackgassen, so harte Sack-Gassen und man denkt wie soll ich das Gespräch mit dir
00:21:12: führen?!
00:21:13: Wieso sollte ich mit dir noch eine Minute länger darüber reden, wie scheiße?
00:21:16: Alles ist... Die einzige Möglichkeit das zu verändern.
00:21:20: Es IST Scheiße!
00:21:21: Ich will das nicht schönreden, aber die einzige Möglichkeit DAS zu verendern is doch erstmal der Hebel in mir.
00:21:27: Da ich gucke okay, wie krieg' ich was hin?
00:21:30: Dass da was passieren darf, was in die andere Richtung und nicht in die Richtung von DA ist der totale Morast, dass die Apokalypse Es wird alles fürchterlich.
00:21:40: Also welchen Hebel habe ich zu sagen, nee in die Richtung gehen wir schon mal nicht weiter so sondern Wir versuchen uns Richtung Licht irgendwie aus
00:21:50: Werbung.
00:21:52: Kennst du das auch?
00:21:54: Es
00:21:54: ist mitten in der Nacht alle schlafen tief und fest Und du liegst Boah weil dir zu heiß ist.
00:22:01: also Fenster auf immer egal zu welcher Jahreszeit.
00:22:05: Ich sag's dir ehrlich, mir ist nachts schon immer heiß gewesen.
00:22:08: Nicht erst seit der Pirimeno-Pause ohne offenes Fenster und vorstellbar!
00:22:14: Meine Familie sieht das sagen wir mal etwas anders.
00:22:18: Es zieht es ist eiskalt.
00:22:21: du kennst es vielleicht auch Aber seit ich die Nachtwäsche von Dachsmiljahren entdeckt habe hat sich bei uns zu Hause etwas Entscheidendes verändert Alle schlafen besser sogar ich.
00:22:32: Die Stay-Cool Linie ist nämlich genau für uns gemacht, für alle die nachts schnell überhitzen.
00:22:37: Der Stoff fühlt sich unglaublich leicht und frisch an und hilft deinem Körper Wärme und Feuchtigkeit besser loszuwerden – kein klammes Gefühl mehr, kein ständiges Aufwachen!
00:22:47: Das Geheimnis dahinter?
00:22:49: Die Netcooltechnologie eine Kombination
00:22:52: aus Eukalyptusfasern
00:22:53: und einer speziellen Performancestruktur.
00:22:56: Klingt technisch, fühlt es sich aber einfach nur gut an.
00:22:59: Und jetzt wird's spannend.
00:23:01: Stay Cool ist bis zu achtmal atmungsaktiver als Baumwolle, trocknet dreimal so schnell und lässt Feuchtigkeit deutlich besser entweichen.
00:23:09: Bedeutet für dich ein spürbar trockeneres angenehmeres Hautgefühl selbst in warmen Nächten!
00:23:15: Für mich heißt das weniger frieren für die anderen und endlich mehr Schlaf für mich.
00:23:20: Wenn du also auch zu den Hotsleepers gehörst oder jemanden kennst, der nachzheimlich das Fenster aufreißt dann schau dir die Stay Cool Nachtwäsche von DAX Million unbedingt an.
00:23:30: Bei gute Nächte kein Zufall sein sollten!
00:23:33: Mit dem Code STEPH-Fünfzehn STEPH groß geschrieben Fünfzehnt bekommst Du fünfzehn Prozent Rabatt auf Deine Bestellung.
00:23:42: Alle Infos?
00:23:43: Und den Link findest du in den Show-Notes.
00:23:45: Danke an meinen Werbepartner Dax Millian für die Unterstützung meines Podcasts!
00:23:51: In dieser Folge habe ich auch noch einen zweiten Werbeptag.
00:23:54: Bevor wir weitermachen, möchte ich euch kurz auf etwas Aufmerksam machen das mich wirklich tief berührt hat.
00:24:00: Es geht um ein neues Buch dass all jenen Kraftschank die eine Demenzerkrankung Angehöriger begleiten Eine ganz besondere Reise von Emma Hemming Willis.
00:24:10: Als bei ihrem Mann Bruce Willis die Diagnose dements kam, stand Emma vor einem Abgrund ohne Orientierung und Halt.
00:24:18: Genau aus dieser Erfahrung heraus hat sie das Buch geschrieben, dass sie damals selbst gebraucht hätte – einen einfühlsamen kompetenten Wegbegleiter durch die vielen Herausforderungen, die diese Krankheit mit sich bringt.
00:24:31: Emma teilt darin nicht nur ihren ganz persönlichen Weg sondern holt sich auch Rat von führenden Expertinnen und Experten.
00:24:38: Es geht um den Umgang mit der Diagnose, um die überwältigenden Gefühle, die damit einhergehen – und um etwas das wir in solchen Zeiten oft vergessen….
00:24:47: selbst für Sorge!
00:24:49: Eine ganz besondere Reise ist wie ein Begleiter, der sagt «Ich weiß, wie dunkel es sich anfühlen kann, aber du musst da nicht alleine durch».
00:24:57: Dieses Buch schenkt Mut, Hoffnung und das Gefühl getragen zu werden.
00:25:01: Wenn ihr jemanden kennt, trifft oder ihr selbst auf dieser Reise seid, dann schaut unbedingt mal rein.
00:25:08: Danke an meinen Werbepartner Penguin Random House Verlagsgruppe mit dem Kailash-Verlag für die Unterstützung dieses Podcasts!
00:25:16: Werbung Ende ein bisschen distanzieren und trennen.
00:25:30: Und ich glaube, dass das für ganz viele auch mit so einer Art Scham einhergeht.
00:25:34: also einmal eine Scham darüber sich zu verändern und jetzt dem gegenüber eben ein anderes Gegenüber zu sein, mit dem er sich auseinandersetzen muss und aber auch ne Scham drüber, dass man vielleicht bis hierhin in seinem Leben gar nicht ganz authentisch war.
00:25:49: Ja, also Scham ist natürlich sowieso das super, das für mich das super Super Thema was unter ganz vielen Schein-Debatten liegt.
00:25:59: Das ist für mich mega spannend, das habe ich jetzt auch für zweite Staffel frier und fünfzig als großes Thema so toll untersuchen zu dürfen weil... Ich bin so froh dass du es jetzt ansprichst, weil Leute sagen oft nee da hab' ich Schiss, da weiß ich nicht, hab' die Angst was die Leute von mir denken also welches Bildleute von mir haben.
00:26:18: Und es ist erwiesenermaßen so man hat gar nicht so eine Angst, was die leute von einem denken sondern was man selber denkt von sich.
00:26:26: Also das hab ich irgendwann, vor ein paar Jahren habe ich, ist mir das das erste Mal begegnet.
00:26:30: Ich glaube Brene Brown oder so.
00:26:32: Also irgendwelche Forscherinnen und Menschen die sich mit dem Thema wirklich über Studien jahrzehntelang beschäftigt haben.
00:26:41: Es is nicht unsere Angst was andere Leute von uns denken sondern wir wollen nicht an den Punkt dran was wir selber vom uns denken dass wir uns also selber gar keine gute Note geben.
00:26:50: Gleiches gilt für unsere Beziehungen.
00:26:52: oft Sie sagen, mein Mann kann gar nicht sprechen über seine Gefühle.
00:26:57: Das ist fürchterlich!
00:26:58: Immer muss ich, Mensch jetzt sagt er mal Klaus.
00:27:01: Sondern sitzt der Klaus daneben und nickt oder schüttelt mit dem Kopf oder holt sich noch ein Bier?
00:27:05: Oder macht Fußball an und so... Und dann merkt man, geil das ist aber auch eine Verabredung von der Frau.
00:27:14: Mit sich.
00:27:15: Der Klaus kann das nicht.
00:27:17: Ich bin hier diejenige, die über Gefühlen spricht.
00:27:20: Wer, wenn der Klaus anfängt über seine Gefühle zu sprechen?
00:27:24: Also wirklich.
00:27:26: Wenn der Klaus wirklich anfängt, um seine Gefülle zu sprechen kann es sein dass die Rieter so schnell auf dem Baum ist, so schnell kann er gar nicht sagen ich habe ein Gefühl und dann ist sie weg.
00:27:38: also das ist genau der Spiegel dieses.
00:27:41: natürlich haben wir immer die Möglichkeit im Außen alles in außen unsere Beziehung unser Arbeitszustand indem wir sind unsere Kinder, die Umstände in denen wir leben.
00:27:54: Es gibt ganz viele Gründe und die stimmen auch.
00:27:58: aber der Fun Fact ist da haben wir gar keine... Wir haben noch nicht mehr in unserer Beziehung.
00:28:03: ich kann doch nicht mal für meinen Mann sprechen.
00:28:06: Ich kann nicht!
00:28:07: Ich kann nur für mich selber handeln und sprechen.
00:28:09: es wird exakt hier auf.
00:28:11: meine Verantwortung liegt nur bei mir Und bei meinen Kindern, solange die noch minderjährig sind oder so lange diese diesen Support brauchen von den Eltern.
00:28:21: Aber... Die Verantwortung kann ich nur für mich übernehmen und das ist ja so krass!
00:28:27: Wie da eine Riesenverwechslung permanent stattfindet.
00:28:30: Nur damit die Leute diesen Punkt vermeiden in die echte Auseinandersetzung zu gehen inklusive ich.
00:28:37: Ich könnte darüber Bücher schreiben wie ich um meine eigenen Punkte rumkreise.
00:28:44: Es ist jetzt so, dass ich oft denke, ich habe keinen Bock mehr herumzukreisen.
00:28:48: Ich will nicht mehr!
00:28:49: Weil es kommt ja eh wieder morgen früh.
00:28:53: Genau und dann eben auch weg mit dieser Scham.
00:28:57: aber wo ist denn der Punkt?
00:28:59: Ist das bei dir so automatisch gekommen?
00:29:01: oder hast du dich hingesetzt und gesagt okay bis hierhin, ich bin jetzt irgendwie fünfzig und jetzt möchte ich die Dinge anders machen oder ist das einfach aus dir rausgekommen?
00:29:10: passiert
00:29:11: Es ist immer noch alles gleichzeitig.
00:29:13: Also es gibt ganz viele Themen, die prokrastiniere ich weiterhin weil ich mich nicht mehr... also das hört ja nicht auf.
00:29:19: man sagt ja nicht oh jetzt habe ich mich meiner Scham gestellt und jetzt bin ich fertig!
00:29:22: Das passiert ja eben nicht.
00:29:24: aber da wo ich's kann oder da wo Ich den Mut hatte zum Beispiel auch mit der Serie mut also es ist ja nicht Mut im Sinne von ich habe heute Leben gerettet oder so es ist Ja nur der Mut gewesen zu sagen ich stelle mich mal dafür zur verfügung vor allem mit allen Sachen, die vielleicht jetzt nicht so geil sind.
00:29:46: Ich stelle mich ja nicht hin und sage guck mal wie toll ich bin.
00:29:48: Guck mal, das funktioniert alles nicht bei der im Leben.
00:29:54: also es ist eine Erzählung übers Scheitern.
00:29:57: und na klar dann entsteht Humor.
00:29:59: und dann sagen alle ach das ist ja gar keine Erzählung des Scheiters sondern auch wie schön!
00:30:03: Ach das ist schon schön dass man scheitern darf Und so weiter.
00:30:06: Aber das ist ja erst der nächste Schritt!
00:30:08: Der erste Schritt, und es ist nun ein kleines Beispiel jetzt nicht ein großer Heldentat aber dieses Ding einfach zu sagen Ja ich mache das mit mir Ich heiße jetzt nicht Silvia Müller sondern ich heiße Annette Frier und ich stelle mich da zwei drei vier Sachen als ich.
00:30:30: Und es ist ja gar nicht der Vorgang des Spielens dass sich stellen davor hatte ich nie Angst Aber die Leute können es doch richtig scheiße finden.
00:30:37: Es kann auch sein, dass man mit so einer Sache total strandet... ...mit einem Projekt was man in die Welt bringt und das man da steht und die Leute sagen nee, das war nix!
00:30:48: Aber was wäre damit dir?
00:30:49: Weil du würdest ja trotzdem sagen du hast ja das abgeliefert was du gut finde.
00:30:54: Genau genau und das meine ich.
00:30:55: Das ist dann muss man an diese Scham rein.
00:30:57: also weil natürlich hält dieses Scham... ...eigeneinzig Prozent aller Projekte die gemacht werden wollen Die finden gar nicht statt, weil wir alle nicht bereit sind.
00:31:09: Ja, nee dann ... Nee, das ist sicher so subjektiv, dass betrifft nur mich.
00:31:14: Nee da geh ich nicht hin.
00:31:16: und wenn es nachher heißt wie selbst referenziell ist das denn?
00:31:20: Wird auch noch eine Serie über sich selbst.
00:31:21: Oh Gott, das langweilig!
00:31:24: Da gibt's wirklich hundert Gründe warum man etwas nicht tut.
00:31:27: Das kann man auf x y z wirst du auch wissen.
00:31:30: Wenn du ein Buch schreibst, wenn du ein Thema sagst hab ich dazu die Eier das Ding zu machen?
00:31:36: Oh Gott, was ist wenn das wirklich ... vielleicht das nur eine fixe Idee.
00:31:39: Dann geht sofort der Zweifel los!
00:31:41: Die Schamarbeit sagt nee du willst dich doch nicht schämen mit sowas oder da gibt's ja wirklich Leute, die das besser können als du.
00:31:48: Es gibt so kluge schöne ausgebildete Menschen mit dir haben auch noch drei akademische Abschlüsse dazu.
00:31:57: lass doch die das machen.
00:31:59: das bist doch nichts und nicht deine Geschichte Ja, aber was ist denn deine Geschichte?
00:32:04: Und da stellt sich Zweifel, Scham die ganzen wie du schon sagst.
00:32:10: Die ganzen Waffen, die man so im Körper hat und die auch für etwas gut sind weil der Zeitpunkt noch nicht reif ist, die uns schützen also dass man sozusagen die eigenen Beschützer, die einen jahrelang von etwas abgehalten haben, weil wahrscheinlich noch nicht das mal irgendwann sagt danke schön vielen Dank für die gute Betreuung.
00:32:27: jetzt bitte aus dem Weg das hilft mir nicht mehr
00:32:30: Ja, aber dazu brauchst du trotzdem eine Triebfeder.
00:32:32: Weil dann ja auch neben der Scham die Angst noch dazukommt.
00:32:39: Das ist die beste Freundin von der Schamen, die Angst!
00:32:42: Zwei tolle Leute und wie gesagt es hilft nicht wenn man sie einfach weg... das ist ja der ganze Gag daran ist, die wegzuschubsen, die kommen wieder, die stehen wieder mit dir in der Reihe.
00:32:51: am nächsten an den nächsten Bude sind wir da.
00:32:54: Es ist wirklich nur... ich will mich so anhals ob ich was verstanden habe.
00:32:59: Ich hab' ich gar nicht, aber eins habe ich verstanden.
00:33:03: Man muss die sich angucken!
00:33:05: Man muss mit denen reden und man muss dadurch... Und es ist halt nicht geil.
00:33:11: Es ist einsam, es ist ziemlich ätzend, man gefällt sich selber nicht wenn man sich seine eigene Scham- und seine Ängste anguckt.
00:33:19: Man sagt gerne Ja, die Leute haben zu viel Schiss.
00:33:21: Nein, ich hab' zu viel schiss!
00:33:23: Das kann ja nicht immer... das geht ja schon statistisch nicht auf.
00:33:26: Die anderen halten, ja leider ist die Gesellschaft so.
00:33:30: Die können das alle nicht.
00:33:31: Ja wenn wir da mutig wären dann... Wer sind die denn?
00:33:34: Die nicht mutig sind!
00:33:35: Das sind doch immer wir.
00:33:36: Es ist halt ätzend.
00:33:38: Wie war der Prozess in dir sozusagen dich selbst dahin zu stellen und zur Verfügung zu stellen mit deinem
00:33:44: Allerbewerb?
00:33:45: In ganz kleinen Schritten, in kleinen Schritte So.
00:33:47: ich hab mich dem einfach immer wieder wie so ein Muskel trainiert Und mich immer mehr auf dieses Thema eingelassen und gedacht, wenn wir es so erzählen, dann müssen wir wirklich persönlich erzählen.
00:33:56: Dann ist natürlich die Grenze zwischen Fiktion und sogenannte Realität... Die macht mir dann Spaß!
00:34:02: Weil das ist für mich der Kriminalfall den ich nicht habe.
00:34:04: Oh was is echt?
00:34:05: Was ist nicht
00:34:06: echt?!
00:34:07: Ist der Mann von der wirklich so ein Arsch?
00:34:09: Aber die Schwester ist
00:34:09: echt?!
00:34:10: So da hab' ich gedacht, ah das ist gut, das sind so kleine... Das ist Salz und Pfeffer und ein bisschen Paprika in die Suppe, ne?
00:34:17: Da habe ich gedacht, das ist ja total toll damit zu spielen.
00:34:20: Wie eine Schriftstellerin oder wie jemand, der ein Bild malt oder einen Buch schreibt und Musik macht.
00:34:28: Ist doch egal!
00:34:29: Das ist doch meine Sache was hier autobiografisch ist und weiß nicht.
00:34:32: Damit dass es ja das Wesen eines Berufes damit zu spielen.
00:34:39: Aber immer wieder also sich sozusagen aufzustehen zu sagen genau dann würden wir und sich immer mehr dem Thema wieder zu öffnen.
00:34:49: Und die Zweifel kommen, auch beim Drehen gekommen.
00:34:52: Ich bin manchmal abends ins Bett gegangen und hab gedacht ... Du bist die Einzige auf der Welt, die das lustig findet.
00:34:58: Du bist sie!
00:34:58: Du bist Die Einziger!
00:35:00: Du ist die Auserwählte?
00:35:02: Im Gegenteil...
00:35:04: Der Heiko und Satoma in der Stadt mit seiner Agel und hat nur mal im Kopf geschüttelt gesagt Gott sei Dank habe ich schweigepflicht Und natürlich lache ich dann am Set.
00:35:12: Ich lache dann Komm aber nach Hause und denke Nee er hat recht Oh Gott es ist wirklich... Das kannst du nicht machen.
00:35:21: So kannst du nicht fünf Minuten Fernsehen erzählen.
00:35:24: So
00:35:24: nicht!
00:35:26: Und dann kommen Zweifel und ich weiß mittlerweile, dass die kommen.
00:35:30: Das ist auch das Gute.
00:35:31: Ich mach den Quatsch jetzt seit bis zu zwanzig Jahren.
00:35:34: Ich weiß, die kommen immer im Probenprozess.
00:35:37: Irgendwann denkst du was ist das denn?
00:35:39: Das ist das schlechteste Theater-Stück aller Zeiten und du bist ein sehr prominenter Teil davon.
00:35:45: Oh Gott... Und das ist fürchterlich und es geht fast nicht ohne.
00:35:50: Ja, also so.
00:35:52: Manchmal geht's auch ohne und manchmal ist alles leicht aber selten.
00:35:57: Diese Prozesse gehören dazu und ich weiß jetzt dass ich mich dem öffnen muss Und dann stelle ich das gar nicht in Frage.
00:36:07: Also ich stell' das gar ich mir erst Ich stell' es gar nicht zur Disposition.
00:36:09: Ich sag wir müssen da jetzt rein Alle hier alle stell' ich hab immer so viele Leute in mir
00:36:16: Wer isst da sowas?
00:36:17: Ja Hassende liebende, vorsichtige, mutige Zweifler-Kritiker.
00:36:25: Die sind alle irgendwo Sportler, Ignoranten... Ich hab die alle!
00:36:32: Das sind alles Anteile.
00:36:34: und dann sag ich ja, die müssen hier jetzt alle wieder in den Raum sich setzen.
00:36:39: Und heute hält aber die Rede die Mutige.
00:36:43: Heute spricht nur die.
00:36:45: Die anderen müssen da sitzen und zuhören
00:36:48: Und sind die anderen, dann sind sie immer da.
00:36:50: Fast immer!
00:36:51: Also nicht in dem Moment wo ich was mache aber sobald ich in eine Reflektion komme, sind die alle da.
00:36:56: Kennst du das nicht?
00:36:57: Ich kenne das sehr gut.
00:36:58: also ich kenne es sehr gut.
00:36:59: Ich versuche da total daran zu arbeiten weil ganz viele Stimmen in mir ziemlich negativ sind und negative Bewertungen.
00:37:07: und bist nicht gut genug Ja, kannst du.
00:37:11: Warum sollst du hier zum Buch schreiben?
00:37:13: Du wirst noch nicht mal fünfzig.
00:37:14: Warum hast du so ein Buch
00:37:15: schreiben?!
00:37:16: Das ist schonmal die erste Voraussetzung!
00:37:19: Genau und ich merke aber dass dieses... Es verläuft nicht linear.
00:37:23: also diese negativen Stimmen waren schonmal fast weg Und ich war mir eine viel bessere Freundin selbst.
00:37:31: Also und das ist total schön.
00:37:33: Also das gehört mit zu meinen Zielen, dass sich das in den Griff kriege weil diese Negativität überhaupt gar nicht.
00:37:40: Und ich bin in meinem Leben nach außen hin auch wirklich nicht negativ, aber in mir drin passiert das oft und das finde ich richtig scheiße!
00:37:50: Also ich find' dich auch eigentlich richtig gemein von mir selber.
00:37:53: Mir selbst gegenüber.
00:37:54: Deswegen frage ich, ob die bei dir ja auch immer da sind?
00:37:58: Ja, hundert Prozent.
00:37:59: Und die Annahme, dass so subjektiv ist ... Die ist ja der größte Quatsch.
00:38:07: Weil jeder Erwachsene, der nur ansatzweise in eine Reflektion mit sich selbst geht.
00:38:12: Zum Beispiel aufgrund von Lebenserfahrung.
00:38:14: Hast du keinen Bock drauf?
00:38:17: Ich glaube es verändert sich jetzt auch was.
00:38:18: die sind ja viel also die Mädchen und Jungs, die meine Kinder spielen im Film.
00:38:25: ich denke immer Boah!
00:38:27: Ihr wisst ja viel mehr als ich zu dem Zeitpunkt.
00:38:31: Also, ne?
00:38:32: Ich war so...ich wollte einfach spielen machen!
00:38:37: Wie gesagt andere Zeit.
00:38:39: Das waren ganz andere Verhältnisse.
00:38:41: die sind oft schon so reflektiert dass ich manchmal denke oh Gott jetzt ist es zu früh ihr müsst jetzt erst mal machen ihr dürft überhaupt noch nicht jetzt darüber nach los gg.
00:38:51: mach Bauscheiße Lies nicht vorher die vier Bücher, warum du es nicht tun solltest weil's vernünftiger ist.
00:38:58: Und dann denke ich nee sie sind jetzt an dem Punkt!
00:39:01: Die haben das ganze Gepäck jetzt mit Mitte zwanzig oder die entschließen sich gar nichts zu lesen und drumzu ballern oder so.
00:39:10: Ich kann ja nur konstatieren schon wieder Ja die Gesellschaft in der ich lebe dies mein Spiegel Das sind die Verhältnisse die wir haben.
00:39:19: Und was du gerade gesagt hast, das betrifft jeden Menschen den ich kenne, denen ich für einigermaßen empathisch und intelligent halte – wo nicht sozusagen eine pathologische Diagnose, die sagen alle das Gleiche!
00:39:29: Es kommt immer aus verschiedenen Quellen und verschiedenen Ursachen.
00:39:33: Deswegen muss man sich es immer genau anschauen.
00:39:34: Das ist auch kein theoretisches Gespräch.
00:39:37: Es ist eben nichts zu lösen durch ein intellektuelles Gespräch über.
00:39:40: Ah, ich muss mich meinem Trauma stellen.
00:39:42: Ich denke, ich bin nie genug.
00:39:44: Ach, das ist ja super.
00:39:45: Aber geil, das kürze ich
00:39:46: ab.".
00:39:47: Ja, das stimmt.
00:39:48: Das kenne ich gut!
00:39:49: Das habe ich schon als Kind immer empfunden.
00:39:52: Es reicht nicht.
00:39:53: Ah toll, das hab' ich jetzt gesehen.
00:39:55: Dann wird mein Leben jetzt sicher gut.
00:39:59: Vergiss die Scheiße...
00:40:00: Und wie geht's dann?
00:40:01: Durchfühlen.
00:40:03: Durchfüllen.
00:40:04: Wie fühlt sich das an wenn es sich richtig scheiße anfühlt?
00:40:07: Was war das nochmal?
00:40:08: Warum hast du es so empfundet?
00:40:10: Wann ging das los?
00:40:11: Wanne hast du angefangen zu kompensieren?
00:40:14: Es geht ja eigentlich nur darum Mehrfreiheit.
00:40:16: Die Freiheit kriegen wir eh nicht, aber mehr Freiheit sich wieder zurückzuerobert.
00:40:20: Wir reden immer von Freiheit machen das aber gar nicht.
00:40:24: Ich habe vor dem Sommerfehn in so ein Demokratieprojekt in Schulen gemacht und dann gibt es eine Stelle wo wir also wenn man so ein kleiner wie so eine Art Unterrichtsstunde in Demokratie und machen das auch sehr humoristisch und versuchen den Kids dann sozusagen... Also das ist eigentlich nur Demokratie heißt nur dass man die ganzen Tage Entscheidungen fällt Auch für die Gemeinschaft.
00:40:43: Und das macht man individuell.
00:40:45: sowieso morgens ab dem Moment, wo man sich entscheidet, stehe ich auf oder bleibe ich liegen und dann skalieren wir das so hoch und gehen mit den sozusagen in die ganzen Entscheidungen, die jeden Tag was esse ich?
00:40:57: Wo kaufe ich das?
00:40:59: Und dann mündet das alles in so einem Freiheitsteil.
00:41:02: und dann ballern wir da Mucke rein und wir sagen los alle aufstehen jetzt!
00:41:07: Jetzt gibt's Freiheit.
00:41:09: Und es ist so interessant, weil wenn du den Leuten Freiheit anbietest und auch dir selbst keiner will die alle sagen nein vielen Dank ich bleibe schön sitzen.
00:41:17: Ich bleib jetzt artig hier sitzen.
00:41:19: Man sagt wir können jetzt fünf Minuten habt ihr Bock?
00:41:21: Wir können fünf minuten tanzen Jetzt oder rausgehen wieder reinkommen.
00:41:25: man kann jetzt machen was man will und Es sind natürlich verdichtet und das auch fies Weil wir sind die performer und die anderen schauen zu und so.
00:41:33: Aber keiner möchte aus seiner vermeintlichen Komfortzone raus.
00:41:37: und die Komfortzone, von der wir immer sprechen.
00:41:39: Und man denkt lass mich in Ruhe ich mach das mit mir aus Ich bleibe hier sicher Das genau ist gar kein Komfort.
00:41:48: Es sieht aber total super aus.
00:41:50: Man sagt das kenne ich Das gut, dass es leise Das ist unaufwendig für alle Beteiligten Effizient Ich halte meinen Mund Ich mach das so.
00:42:04: Das wird hier so gemacht, was da alles für Dinger
00:42:08: hinterstehen.".
00:42:10: Weil natürlich es auch super oft missbraucht natürlich auch davon gibt's weil dann Leute anfangen morgens du hast ein Gesprächen-Meeting und erstmal sagen alle also mir gehts heute nicht gut.
00:42:22: Das ist eben riesen Missverständnis dass jetzt plötzlich alle nur noch über ihre Befindlichkeiten darum geht gar nichts.
00:42:30: Aber das zu klären erst mal für sich, bevor man sich anderen Leuten zumutet.
00:42:34: Ein bisschen geklärt zu haben... Wer bin ich denn heute?
00:42:39: Es ist nicht gelernt!
00:42:40: Wir haben es nicht gelernt.
00:42:42: Aber Davids habe ich in einem anderen Podcast gesehen, dass du dir morgens immer die Zeit nimmst erstmal mit dir zu sein.
00:42:47: Du hast so schön gesagt, du bist dann mit dir schon fertig, bevor alle anderen aufstehen.
00:42:52: Also ich bin dann geduscht, sag' ich immer.
00:42:53: Ich bin einmal so innerlich geduszt.
00:42:57: Genau was machst du?
00:42:57: da kannst du noch mal...?
00:42:59: Ja, das sind so ... Ich mach das jetzt auch nicht religiös.
00:43:02: Aber immer wenn es irgendwie geht, also wenn ich nicht um fünf Uhr morgens irgendwo hinfahren muss und mich in eine Maske setzen muss, sondern wenn ich weiß, ah, ich hab dann super diese Dreiviertelstunde.
00:43:12: Ich stehe einfach ne dreiviertelt Stunde früher auf.
00:43:14: Und dann mache ich so Rituale.
00:43:16: Das hat mit Schreiben zu tun.
00:43:18: Also mit Bewegung, mit ein bisschen Atmen und in den Tag kommen und schreiben.
00:43:23: Ich muss schon mal selber lachen, weil ich das so sage!
00:43:25: weil sich das also kalenderspruchartig eine Tatsache ist.
00:43:31: Da passiert erst mal nicht viel, wenn du das drei, vier Wochen gemacht hast, merkst du, ah, das ist ja interessant!
00:43:35: Jetzt habe ich wieder dasselbe aufgeschrieben was ich schonmal aufgeschreiben hatte, was mich ärgert nach drei Monaten.
00:43:40: Merkst du echt?
00:43:41: Immer noch das Thema, das ärgerte dich immer noch.
00:43:43: Ich wäre gar nicht drauf gekommen, dass da drunter dieser Ärger liegt.
00:43:47: und das heißt man macht es sich einfach her.
00:43:50: Also... Man geht durch die eigenen Themen durch die eigene Themenlandschaft.
00:43:57: So wie man sich die Zähne putzt, so wie man sie die Haare bewäscht oder...so gehe ich sozusagen durch mein Karussell der Gedanken morgens und sage was ist denn hier?
00:44:07: Was kommt denn heute?
00:44:09: Und es geht halt morgens am allerbesten weil der Tag noch so frisch ist!
00:44:12: Du kommst aus deinen Träumen und das will alles gewürdigt sein glaube ich.
00:44:16: Es ist schon das, es will einfach kurz gesehen werden.
00:44:20: Das machen wir aber nicht Wir lernen es nicht.
00:44:22: Wir lernen in der Schule, dass wir andere Sachen erst mal machen müssen und ich glaub da nicht mehr dran.
00:44:31: Also das ist eine halbe dreiviertel Stunde ... Das könntest du Kindern schon beibringen?
00:44:38: Dass die mit sich stark sind!
00:44:42: Dann kann auch nicht jeder Schwuppi, der da irgendwie neben dir sitzt und dich mobben will, der kommt nur im Vorgarten erstmal.
00:44:49: Wenn du schon mal weißt, okay der hat bringt sein Thema mit.
00:44:53: Das hat mir gar nichts zu tun.
00:44:55: Jeder bringt seine Themen mit.
00:44:58: Also dieses einfach so ein bisschen über diesen Tellerrand.
00:45:00: also ich glaube das kann man üben und lernen.
00:45:03: Und es wird immer wieder passieren.
00:45:05: Man ist nicht wie du schon gesagt hast Du warst dir schon bessere Freundin.
00:45:10: Aha!
00:45:10: Und jetzt wieder nicht?
00:45:11: Jetzt habe ich irgendwie wieder andere Stimmen die richtig rumnörgeln.
00:45:15: Aha vielleicht ist es die nächste Zwiebelschicht.
00:45:19: Na ja, wahrscheinlich.
00:45:20: Manchmal wird's ja auch doller.
00:45:21: dann
00:45:22: bevor
00:45:23: sich wieder was heutet.
00:45:24: Ich würd ganz gerne noch mal kurz zum Thema Scham zurückkommen.
00:45:28: und beim Elterwerden spielt ... Also eigentlich spielt es unser ganzes Leben eine Rolle.
00:45:33: aber Körperscham wird ja nochmal krasser wenn man älter wird weil man vielleicht das was bisher funktioniert hat um seinen Körper so zu halten, dass man sich nicht einzu sehr schämen muss.
00:45:46: Wie schrecklich durch das andere.
00:45:48: Aber ich glaub du weißt was ich meine?
00:45:49: Ja!
00:45:50: Ich weiß was du meinst.
00:45:51: Dass
00:45:51: es halt nicht mehr funktioniert.
00:45:53: wie geht dir das beim Älterwerden mit deinem Körper?
00:45:56: Ja, ich finde das ist eine echte Aufgabe.
00:45:59: Also es ist ne echte Aufgabe gleichzeitig... Das nervt mich manchmal, dass manchmal einfach Sachen runterhängen also im Gesicht, dass ich merke ach krass, oh ja wow, das ist neu und so.
00:46:16: Gleichzeitig denke ich super, jetzt zeigt dein Gesicht diese... Jetzt stellt dein Gesicht beruflich.
00:46:23: Ich sehe meine Aufgabe mein Gesicht zur Verfügung zu stellen.
00:46:26: Ah!
00:46:26: Jetzt kommt das.
00:46:28: So.
00:46:29: Ich scheue mich ein bisschen davor so kurzes Statements dazu zu machen weil guck mal meine Nägel sind lackiert meiner Haare sind gefärbt Und ich habe auch schon tolle Gesichtsbehandlungen gemacht wo ich hoffe dass jemand zaubert.
00:46:43: Ich habe überhaupt keinen Urteil zufällen und fällt mir auch gar nicht ein über Menschen, die damit dem Thema ganz anders umgehen als ich.
00:46:52: Zu diesem Zeitpunkt meine Serie ist nicht deswegen gut weil ich nicht geliftet bin.
00:46:58: Meine Serie ist gut, weil ich mit Themen glaube ich nicht.
00:47:01: meine Serie unsere Serie weil wir mit diesen Themen versuchen authentisch und ehrlich umzugehen und einen guten Humor da reinzubringen.
00:47:08: das ist der Gag aber nicht weil hier einer nicht operiert ist.
00:47:14: Also ich könnte genauso gut durchoperiert sein, gebotoxed von Kopf bis Fuß.
00:47:18: Es könnte eine Super-Serie sein wo super viel Wahrheit drin ist da es nicht die Wahrheit zu finden.
00:47:26: Ich kann ja nur für mich sprechen dass ich sage das auch Teil meiner Aufgabe dass ich das darstelle Auch den Zweifel in meinem Gesicht darüber auch die Angst davor.
00:47:36: Ah jetzt finde ich's schon nicht so geil wie es wohl in zehn Jahren und gleichzeitig bin ich die erste.
00:47:45: Es ist völlig unabhängig, ob die... ...fünfundzwanzig oder fünfundsiebzig sind.
00:47:51: Also sobald wir das selber unsere erste Angst sozusagen überwunden haben, ist da ja wieder Freiheit drin.
00:47:58: und man weiß Ja klar!
00:47:59: Das is ein Leben.
00:48:00: in diesem Gesicht spiegelt sich ein Leben.
00:48:03: Ich liebe diesen Songtext von Robby Williams.
00:48:05: You can see it on my face It's a real big place.
00:48:10: I just wanna feel diesen Text, da ist alles drin.
00:48:14: Das ist ein Pop-Song wo einmal das ganze Mensch sein irgendwie drin ist.
00:48:19: so ne?
00:48:20: Es ist eine Aufgabe auf jeden Fall.
00:48:22: aber es ist auch wahnsinnig lustig und irre und man...es ist nichts für Feiglinge!
00:48:27: Man muss da rein.
00:48:30: Robbie Williams nimmt er jetzt Osempic zum Thema Körpercharme und er blindet gerade an den Nebenwirkungen und er hört nicht auf das Medikament zu nehmen.
00:48:44: Alles gesagt, oder?
00:48:46: Alles gesagt.
00:48:47: Und trotzdem hat er dieses fantastische Lied
00:48:49: gemacht!
00:48:51: Ja, everything all at once...
00:48:54: Ist das ein geiler
00:48:54: Film?!
00:48:55: Ich hab den immer noch nicht gesehen!
00:48:57: Nein!
00:48:57: Ne, ne muss ich noch gucken!
00:48:58: Musst du
00:48:59: gucken!?
00:48:59: Ja, ja, ne musst dich noch gucken.
00:49:01: Der ist doch so hundert Stunden lang, oder...?
00:49:03: Nja fast, ich glaube so dreieinhalb.
00:49:05: Okay.
00:49:11: Ist das geil!
00:49:12: Kommt ihr jetzt rein, dann habe ich dreieinhalf Stunden Zeit.
00:49:16: Genau.
00:49:17: Ist toll, bitte gucken!
00:49:19: Ja und alle freehundfünfzig gucken?
00:49:22: Alle Freehund-Fünfzig folgen das sind immerhin acht Stück.
00:49:25: auf Join.
00:49:26: ja auf Join und in Satz eins laufen die letzten zwei Folgen super gut von der ersten Staffel.
00:49:32: Ja genau alles super.
00:49:34: wir sind live am fünften Dezember gleich Freehunden Fünfzig Folge sieben und acht.
00:49:39: Was wünscht du dir für die Leute die die Serie gucken?
00:49:41: was soll sich verändern?
00:49:43: was für ein kleiner Schalter soll sich vielleicht umlegen im Bezug auf ihr Denken über das Alter werden?
00:49:49: Also die Serie hat ja sozusagen einen Schwerpunkt.
00:49:52: Tritt raus, egal wie groß der Scheißhafen ist in dem du gerade stehst.
00:49:59: Du kannst raustreten und es gleich schon als gute Geschichte erzählen.
00:50:03: Leuten denen Bock hast, das zu erzählen!
00:50:06: Und dann ist es schön... Also ich glaube, das ist schon alles was ich dazu zu sagen habe.
00:50:11: Es ist wirklich einfach diese kleine aber doch immer noch oft unterschätzte Waffe Humor.
00:50:17: Go!
00:50:17: Annette
00:50:21: vielen Dank dass du uns diese Serie geschenkt hast.
00:50:23: Oh
00:50:23: Stefanie
00:50:24: und danke dass du da warst.
00:50:25: Vielen Dank dass Du
00:50:26: diesen Wahnsinns Podcast machst und vielen dank für Deinen Buch.
00:50:29: so alt war ich noch nie.
00:50:30: Was für ein geiler Titel ist es denn?
00:50:32: Ich hab schon von einer Kollegin deren Namen nicht erinnere bestes gehört.
00:50:37: Und deine Freundin Sarah Kutner, beschrie mich auch wie geil das ist.
00:50:42: Ja sehr schön!
00:50:42: Dann wünsche ich dir viel Spaß beim Lesen.
00:50:45: Vielen Dank.
00:50:45: Danke schön.