50 über 50 - Für eine neue Kultur des Älterwerdens

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Transkript

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00:00:04: Hallo und herzlich willkommen bei Fünfzig über Fünfzig, dem Podcast für die zweite Lebenshälfte und gesundes Alterwerden.

00:00:11: Heute sprechen wir über eine Lebensphase, die viele Familien herausfordert – und über die trotzdem oft erstaunlich wenig gesprochen wird!

00:00:19: Die Pubertät der Kinder.

00:00:20: Denn während wir versuchen zu verstehen warum plötzlich Türen knallen Antworten einsilbiger werden und Nähe- und Abgrenzung sich täglich abwechseln passiert oft noch etwas anderes.

00:00:31: Wir selbst beinnern uns ebenfalls.

00:00:34: Viele Frauen erleben genau in dieser Zeit die ersten Wechseljahresbeschwerden.

00:00:38: Die Geduld wird kürzer, die Emotionen größer der Schlaf schlechter und plötzlich treffen zwei Menschen aufeinander, die beide mitten im biologischen Umbau-Prozess stecken.

00:00:49: Wir können Familien diese Zeit gut überstehen – was brauchen Jugendliche wirklich von ihren Eltern?

00:00:54: Und wie gelingt es sich selbst dabei nicht zu verlieren?

00:00:57: Darüber spreche ich heute mit Kathi Weber.

00:01:00: Sie ist Familienberaterin, Autorin und eine der bekanntesten Stimmen für bedürfnisorientierte Erziehungen im deutschsprachigen Raum.

00:01:08: In ihrem neuen Buch beschäftigt sie sich mit der Pubertät – einer Phase die viele Eltern verunsichert und gleichzeitig voller Chancen steckt.

00:01:15: Herzlich willkommen Kathi!

00:01:24: Vielen

00:01:28: Dank für die Einladung erst mal.

00:01:32: Wenn wir von der Pubertät sprechen, dann sind viele Eltern ein bisschen befremdet und denken das irgendwie wie so neuer Mensch ins Kinderzimmer eingezogen ist.

00:01:42: Was passiert denn eigentlich wirklich in dieser Lebensphase bei den Kindern?

00:01:46: Also ich kann es dir auf Bedürfnis-Ebene erklären passiert natürlich auch eine Menge im Körper, nur da bin ich jetzt nicht so bewandert.

00:01:52: Es verändert sich ja ganz wie im Körper es verändert sich gleichzeitig ganz viel auch im Geist und in der Seele und in die Bedürfniswelt eben und ich beschäftige mich ja mit der bedürfnissen Welt von Kindern und inneren Kindern auf Grundlage der gewaltfreien Kommunikation von Marschar Rosenberg und meinem Konzept der Lila Liebe.

00:02:08: was ich aufgrund dessen entwickelt habe das die Bedörfniswelt von Kindern erklärt ist halt die Pubertät die dritte Entwicklungsphase von drei Entwicklungsphasen.

00:02:17: Und in jeder Entwicklungsphase gibt es für mich ein Oberbedürfnis, dem ich verschiedene Unterbedürffnisse zuordne die primär Augenmerk haben dürfen.

00:02:27: Weißt du also, wo die Eltern einfach ... Die dürfen das wissen und da so ein Fokus drauflegen?

00:02:31: Weil das ist das was die Kinder gerade für ihre Entwicklung brauchen diese Bedürfnisse dass sie erfüllt werden.

00:02:38: und das verändert sich unter anderem in der dritten Autonomiephase.

00:02:41: es kommen halt zusätzlich noch mal einen Haufen an bedürfnisse oben drauf zusätzlich zu denen aus den ersten beiden Autonomiefasen und da ist eine Menge los und es ist sowieso Jeder Eintritt in einer Autonomiephase, eine Entwicklungsphase oder jeder Übergang auch von einer in die nächste.

00:02:56: Also jetzt zum Beispiel von der zweiten in die dritte also von der Wackelzahn Pubertät in die Pubertäd ist ein Riesenübergang in der Entwicklung eines Menschen allein.

00:03:07: diese ganzen Veränderungen sind so überfordernd für diesen Menschen und das wird so oft übersehen.

00:03:13: Ich hab zu den Eindruck, dass oft der Teenager so gesehen wird.

00:03:16: Spätestens mit zwölf, dreizehn, vierzehn.

00:03:19: also jetzt bist du wirklich alt genug und jetzt solltest Du wirklich mal alleine klarkommen Und jetzt solltest Du auch wirklich mal mithelfen oder mittmachen.

00:03:29: Es kommen auf einmal wieder diese Erwartungen so hoch.

00:03:32: Dabei ist dieser Mensch in einer Entwicklung.

00:03:35: Also der ist noch gar nicht da angekommen wo viele denken das er angekommen zu sein hat.

00:03:39: Es dauert ja auch viel länger, als man denkt.

00:03:41: Die sind ja nicht mit achtzehn Erwachsenen also das Gehirn entwickelt sich ja auch noch viel länger weiter.

00:03:46: Bei Frauen ja sogar bis zu ihrem Tod.

00:03:48: bei Männern hört es ja irgendwann aus.

00:03:50: Ich habe das gewusst

00:03:52: wirklich!

00:03:55: Du hast eben davon erzählt dass Bedürfnisse dazu kommen.

00:03:58: kannst du vielleicht mal benennen welche das dann sind in der dritten

00:04:01: Automatik?

00:04:01: Das mache ich total gerne.

00:04:02: gleichzeitig Damit sind wir direkt in so einem fetten Brett, weil die Bedürfnisse nicht ohne.

00:04:07: In den ersten Autonomiefasen geht es um Grenzen, Orientierung, Geborgenheit und Empathie.

00:04:14: Da können wir noch ganz gut was mit anfangen, denke ich!

00:04:16: Und in der dritten Autonomie-Phase geht's um das Oberbedürfnis Achtung.

00:04:22: Dem ordne ich Unterbedürfenisse zu wie zum Beispiel Individualität.

00:04:25: Also wer bin ich überhaupt?

00:04:27: Integrität – Was sind meine Werte?

00:04:30: Respekt?!

00:04:31: Wie behandle ich andere?

00:04:33: Ohne zu erwarten, dass andere mich auch so behandeln.

00:04:36: Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, Echtheit, Wertschätzung... Also du merkst thematisch geht es da ein bisschen tiefer als Geborgenheit oder Liebe?

00:04:47: Genau und das sind wie du meintest natürlich auch Felder auf denen sich die Kinder- und Jugendlichen dann auch erstmal ausprobieren und auch ausprobierend dürfen und müssen, um diese Entwicklung dann auch vollziehen zu können.

00:04:59: Genau also was sie als erstes brauchen ist die Grundlage der ersten zwei Autonomiefasen dass diese Bedürfnisse weitestgehend im Blick gewesen sind.

00:05:08: erfüllt wurden weitest gehend das Sie wissen.

00:05:11: sie sind in Sicherheit dass das Oberbedürfnis der Ersten Autonomiephase Wissen dass sie dazugehören also diese Glaubenssätze wirklich haben dadurch dass ja regelmäßig die Unterbedürfenisse erfüllt worden sich gar nicht so infrage stellen bin ich hier in Gefahr oder auch Gehörig überhaupt dazu, sondern das dürfte safe sein.

00:05:27: und dann kommen sie in diese Entwicklungsphase.

00:05:30: Und dann sind Sie überhaupt in der Lage sich diesen Bedürfnissen zu widmen?

00:05:34: Die meisten Teenager bekommen ja in den ersten Autonomiefasen gar nicht das was sie brauchen Das heißt, die haben gar nicht diesen Boden unter den Füßen um sich wirklich damit auseinanderzusetzen.

00:05:42: Diese Kinder, Teenager brauchen ganz viel Nachbealterung.

00:05:46: Da dürfen diese Bedürfnisse von vorher überhaupt erst mal erfüllt werden dass sie wahrhaftig in der dritten Autonomiefase in dieser Bedürffnungswelt ankommen können.

00:05:54: und die meisten von uns Stefanie befinden sich ja in der Regel noch in der ersten Autonomiephase weil wir haben bereits dort nie das bekommen, was wir brauchen.

00:06:02: Allein durch eine autoritäre oder lessiväre Erziehung.

00:06:05: Aber sind das dann quasi auch die Teenager, die mehr Probleme mit der Pubertät haben?

00:06:10: Auf jeden Fall!

00:06:13: Ich hab's heute noch gesagt in der Story da ging es um mein Teenager Kind möchte keine Hausaufgaben mehr machen oder wir haben da Probleme und will nicht mehr zur Schule ist ja jetzt kein Einzelfall in der Teenager Zeit Und ich habe wirklich ganz klar gesagt Das Verhalten deines Teenager Kindes zeigt deine Defizit in deiner Elternschaft auf.

00:06:35: So ein Scheiß.

00:06:35: Das tut

00:06:36: mir weh, gleichzeitig bin ja da und ich hab auch gerade gesagt dass es durchaus möglich ist nachzubeeltern.

00:06:42: das ist dann bereits innere Kindarbeit am Teenager und das ist großartig.

00:06:46: Ich habe zum Beispiel für meinen neuen online Kurs der im Herbst rauskommt habe ich mir fremde Teenager Interview zwischen neun und acht zehn Jahren Und mit jedem Teenager-Kind hatte ich eine halbe Stunde Zeit zu sprechen und die haben ihren Konflikt aus ihrem Alltag mit ihren Eltern mitgebracht.

00:07:01: Da habe ich innerhalb von einer halben Stunde, weil das meine Geniezone ist rausgearbeitet.

00:07:06: Was ihnen fehlt und selbstverständlich waren das auch Bedürfnisse aus den ersten Autonomiefasen.

00:07:10: Gleichzeitig konnte ich ihn – weil sie ja ein anderes Alter haben, Sie sind keine drei mehr – konnte ich Ihnen mitgeben was Sie tun können um sich um sich zu kümmern.

00:07:18: denn das darfst du nicht vergessen wir haben in einem Teenager einen Menschen der Ja, auf dem Weg ist er wachsen zu sein.

00:07:25: Der Körper ist größer.

00:07:27: Teilweise sind sie größer als wir.

00:07:29: Nur wir dürfen lernen den dreijährigen Anteil in diesem Teenager-Kind zu sehen ohne es wie ein Dreijähriges Kind zu behandeln.

00:07:37: Es kommt ja auch beides raus!

00:07:38: Auf der einen Seite möchte ich das jetzt alles ganz alleine machen und das mit mehr Nachdruck noch finde ich als in einer Trotzphase.

00:07:46: Da kann ich dir sofort was erzählen?

00:07:48: Weil du dann loslassen musst machen lassen muss und dann irgendwie abends kommen die noch ins Bett gekocht wie drei jährige kuscheln sich an.

00:07:56: Genau, da kümmern

00:07:57: sie sich um

00:07:58: sich genau.

00:07:58: es ist immer beides da.

00:08:00: also auch wir sitzen sitzt da eine kleine stephanie und deine ganzen anteile aus den autonomiefasen und die große stephani sitzt da auch.

00:08:07: wir sind immer alles.

00:08:09: Die Eltern haben halt die Aufgabe zu erkennen, wo die Defizite sind was gar nicht dramatisch ist.

00:08:13: Wenn da Defizide sind das heißt auch nicht dass du was falsch gemacht hast.

00:08:16: Du kannst zu jeder Zeit gibst du dein bestmögliches eine Haltung von Marsha Rosenberg von der Gewaltfreien Kommunikation.

00:08:22: gleichzeitig wenn du merkst es war vielleicht nicht ganz zielführend oder ich bin unzufrieden damit wie ich's gemacht hab habe ich jederzeit die Wahl es anders zu machen.

00:08:28: Ich kann zu jederzeit meine Meinung ändern und weil du das gerade angesprochen hast mit dieser verstärkten Autonomie würde ich gerne darauf eingehen und zwar unterteile ich in den drei Entwicklungsphasen auch die Begrifflichkeit der Autonomie, um Eltern nochmal zu helfen deutlich zu machen worum geht es.

00:08:44: denn jetzt hier bei diesem selber sein.

00:08:47: Und in der ersten Autonomiefase, das sind ja Kinder zwischen anderthalb und fünf Jahren da ist es ganz wichtig dass sie selber machen können also dass ich als Elternteil Räume schaffe zum Machen und Machen is Hände.

00:08:58: Ja wenn du dich erinnerst als dein Kind in diesem Alter war Da ging's dann darum selber eine Dose aufzumachen den Schlüssel ins Schlüsselloch wo wir alle dastehen so oh jetzt steckt den Schlösserl da rein?

00:09:09: Da ist dann unsere Aufgabe zB Das Glas anzudrehen und den Rest dreht das Kind auf statt zu sagen, kriegst du eh nicht auf.

00:09:15: Oder mit dem Schlüssel die Hand zu nehmen und zu helfen das Loch zu finden und reinschieben macht das Kind alleine?

00:09:21: Ja ich helfe dir dabei das zu schaffen altersgerecht.

00:09:24: Das ist dasselber machen!

00:09:26: Dann kommen wir in die zweite Autonomiefase, die geht so bei fünf sechs Jahren los, das ist ja individuell bis zum neunten Lebensjahr, Pimal Daumen.

00:09:33: Und da kommt zusätzlich zum selber machen, dass selber Entscheidungen treffen wollen dazu.

00:09:38: Vielleicht wenn du dich erinnerst es wird dann immer mehr.

00:09:40: ich möchte jetzt hier auch mal entscheiden immer entscheidest du für mich das heißt da dürfen wir immer mehr Räume schaffen dass sie selber machen können.

00:09:46: und das Machen wird natürlich größer als ein Glas was sich helfen aufzuschrauben sondern damit das Glas selber aufgeschraubt.

00:09:52: Oder sie ziehen sich die Schuhe selber an, schnüren den Schnürsenkel.

00:09:57: Also da altersgerecht das Machen zu fördern und jetzt auch zur Förderung in Entscheidung zu treffen.

00:10:01: Und hier rede ich eben nicht davon zu sagen Mensch du bist jetzt hier irgendwie sieben Jahre alt Du willst ja mal selber Entscheidungen treffen Dann entscheidt du doch mal fahren wir nach Mallorca im Urlaub oder nach New York?

00:10:12: Das ist eine zu große Entscheidung.

00:10:14: Sondern ich darf auch hier gucken wo kann das Kind die Konsequenzen tragen?

00:10:17: Und dann nehme ich gerne das Beispiel.

00:10:19: Es wird immer zwei Wege geben um zur Schule zu kommen.

00:10:22: Es gibt Weg A und Weg B, du entscheidest welchen Weg wir gehen.

00:10:25: Und dann entscheidet sich das Kind und sagt so, dass hast du allein entschieden ich bin stolz auf dich wie du dich um dich kümmerst und schon wächst irgendwie dieses kind im groß sein.

00:10:33: So jetzt haben wir das und dann kommen in die dritte autonomie phase und da wird autonomie noch mal größer.

00:10:39: Und jetzt kommt zu machen und entscheiden noch dazu, selber Erfahrung sammeln zu dürfen.

00:10:44: Das ist das was du gerade meintest.

00:10:45: dieses wir dürfen loslassen Wir dürfen eben Räume schaffen wo sie auch Erfahrungen sammelt dürfen.

00:10:50: und wenn ich erwarte dass ein Teenager Kind auf einmal alles richtig zumachen hat dann sind Ist dieser Raum nicht da?

00:10:56: Es dürfen Fehler passieren, Missgeschicke.

00:10:59: Es dürfen Dinge schieflaufen und das dürfen wir lernen auszuhalten weil wir ja gelernt haben Wir müssen funktionieren.

00:11:06: Und deswegen ist es eher unser Problem als das Problem unseres Teenager Kindes.

00:11:10: Das heißt wir wachsen genauso in der Pubertät unserer Kinder

00:11:14: Und wir wachsen ja schon, also wenn du jetzt sagst ich tauch da ein in die Welt von der Energie in die GFK mit Kati-Welt ein.

00:11:21: Dann hast du die Möglichkeit bereits beim Kleinkind mit zu heilen und mit nachzubeeltern bei dir bis auch in der Teenager Zeit gleichzeitig.

00:11:29: Wenn du sagst aber ich habe Kati jetzt erst kennengelernt überhaupt gar kein Problem es gibt nie einen zu spät denn auch Teenager dürfen ja nachbeeltert werden und so kannst du auch nach beeltern werden.

00:11:37: und Ich bin in der Begleitung meines Sohnes der jetzt achtzehn ist bin ich in jeder Autonomiefase auch ein Stück mitgeheilt.

00:11:44: Und bei meiner Tochter steh' ich jetzt an einem anderen Punkt, die ist neun Jahre alt.

00:11:48: Gleichzeitig hört ja nie auf unser Wachstum und ich kann noch mal mehr über mich hinauswachsen!

00:11:53: Deswegen bin ich auch so bisschen wehmütig, dass es jetzt die letzte Autonomiephase ist, die ich begleiten darf.

00:11:58: Danach habe ich kein Kind mehr weil dann darf ich halt auch echt selber zu sehen, wie ich noch mehr bei mir ankomme und noch mehr wachse.

00:12:06: Weil die Spiegel sind nicht mehr da!

00:12:08: Also ich muss sagen diese Heilung und dieses Wachstum an der Entwicklung des eigenen Kindes ist bei uns fast automatisch passiert.

00:12:18: Jetzt kenne ich aber auch viele Eltern, die anders reagieren und nicht da reingehen.

00:12:23: Warum ist es so?

00:12:25: Das ist die Frage wo komme ich her?

00:12:29: wie ist mein Umfeld?

00:12:31: und das braucht auch ganz viel Mut.

00:12:33: Und sicheren Raum, weißt du?

00:12:35: Wenn du alleine lebst in einer Beziehung, in der dich total unwohl und unsicher fühlst weil du das Beziehungsmuster von deinen Eltern wiederholst und deine Bindungsstörung nicht erkennst ja und da einfach dauerhaft im Drama lebst dann bist du beschäftigt!

00:12:51: Du bist die ganze Zeit im Überlebensmodus und erkennest gar nicht dass du vielleicht da auch noch hingucken kannst.

00:12:56: und ich möchte diese Menschen gar nicht verurteilen.

00:12:58: Es ist jeder so an dem Punkt seines Lebens, wo er ist.

00:13:01: Gleichzeitig wie vorhin gesagt du kannst zu jeder Zeit deine Meinung ändern.

00:13:05: Du kannst zu Jederzeit entscheiden anders zu handeln.

00:13:09: Ja und wir gehen ja alle unsere Reisen.

00:13:11: Ich würde sagen Wir gehen unsere reisen wofür wir da sind Und wir gucken dahin wo wir bereit sind hinzugucken Denn hingucken heißt ja auch immer wehtun.

00:13:19: Also Wachstum heißt auch immer wachstums schmerzen.

00:13:21: wir gehen erst durch eine große leidensphase Und am Ende fühlen wir uns befreiter und größer.

00:13:27: Da spreche ich aus eigener Erfahrung!

00:13:29: Dafür darf es auch bereit sein, dafür darf das Umfeld auch passen.

00:13:33: Wie ist der Unterschied für dich?

00:13:34: Wenn du sagst, du bist dieser Heilungsstufen mit deinem Erstgeborenen durchgegangen, wie ist das jetzt mit deiner Tochter, die noch jünger ist?

00:13:41: Wie merkst du es?

00:13:42: Deine Begleitung, deine Tochter anders...

00:13:46: Die Begleitung ist gar nicht anders sondern bei mir hat sich ganz viel verändert also in der Beziehung zu mir.

00:13:51: Ich bin noch mehr bei mir angekommen.

00:13:53: Also ich habe so viel über mich erfahren durch die Begleitung meines Sohnes, was ich jetzt weiß dass ich in bestimmten Situationen stabiler reagieren kann, gelassener reagieren können weil ich die Reise nicht nochmal zu machen hab, weil ich sie bewusst gemacht habe.

00:14:10: Was wird ein Jugendlichen in der Phase der Pubertät am häufigsten missverstanden?

00:14:17: Am häufigsten wird missverstanden, dass sie durchaus bereit sind mitzumachen.

00:14:22: Ja und das ist bei den anderen Automiefasen genauso die Kooperation.

00:14:26: Die Teenager machen mit und die sind sehr wohl dazu bereit zum Wohle aller beizutragen.

00:14:32: Manche brauchen eben ein paar Bedürfnisse mehr erfüllt Und das wird dann nicht erkannt.

00:14:38: Und dann ist es so ein Teufelskreislauf.

00:14:40: also ich sag immer so guck dir mal die Teenager an egal was sie gemacht haben guck sie dir mal an Die sind so bereit zum Wohle der Familie beizutragen, auch wenn du sagst, helf nicht im Haushalt mehr.

00:14:50: Sind nie bei Familientreffen dabei?

00:14:51: Kommt zu spät nach Hause?

00:14:53: Also ich sehe nur das Negativ und nur gegen mich, gegen die Familie.

00:14:58: Gleichzeitig denkst du, ey!

00:14:59: Die kümmern sich grad krass um sich und die Bedürfniswelt, die sie gerade

00:15:03: haben.".

00:15:05: Dafür brauchen sie nicht unbedingt die Familie.

00:15:08: Weil für die Familie brauchen Sie vor allen Dingen in der ersten Autonomiefase und in der zweiten Autonomiephase, wo es um Sicherheit und Zugehörigkeit geht.

00:15:14: Jetzt geht's ums Achtung!

00:15:16: Und wir gucken über den Tellerrand hinaus ... Die machen so viel zum Wohle der Familie beizutragen, denn sie versuchen sich zu kümmern.

00:15:24: Das wird oft missverstanden.

00:15:26: Dann entsteht ein Teufelskreislauf von Verurteilungen, Erwartungen und Vorwürfen.

00:15:31: Also ich kenne das selber schon so ein bisschen, dass man ja durch die Entscheidung der Kinder sozusagen ein bisschen nach außen getränkt wird.

00:15:42: Aus deren Lebensrealität raus!

00:15:43: Weil wie du gesagt hast sind ja die Eltern dann nicht mehr das Wichtigste in dieser dritten Phase.

00:15:48: Ich versuche das aufzunehmen und gut zu verarbeiten und zu verstehen warum das für meinen Sohn jetzt wichtig ist.

00:15:54: und irgendwie habe ich auch das Gefühl es gelingt mir so ganz gut.

00:15:58: Aber manchmal kommen dann doch so Gefühle von ein bisschen ausgegrenzt sein oder so.

00:16:03: Und ich glaube, das geht vielen so.

00:16:06: Kannst du mal was dazu sagen?

00:16:07: Warum wir das eigentlich manchmal viel zu persönlich nehmen und... Ja.

00:16:12: Das ist die kleine Stefanie, die da gerade ruft und Angst hat verlassen zu werden.

00:16:17: Das hat mit deinem Sohn gar nichts zu tun, sondern so wie du aufgewachsen bist.

00:16:21: Ich weiß nicht, was du alles erleben durftest in deiner Kindheit und Jugend.

00:16:25: Dass du versuchst, dich zu sehen statt dein Sohn zu sehen.

00:16:28: Also der macht das nicht gegen dich sondern er macht es für sich was sprich deine Angst ausgegrenzt zu sein.

00:16:33: über dich und da wird was damit zu tun haben bin ich noch in Sicherheit gehöre ich noch dazu.

00:16:40: Wenn wir das persönlich nehmen, hat es immer was mit uns zu tun.

00:16:44: Weil in der Grundannahme der gewaltfreien Kommunikation ist es einmal so dass niemand etwas macht um uns zu ärgern.

00:16:49: also kein Teenager ist hier um uns das Leben schwerzumachen sondern sie versuchen sich ums ich zu kümmern.

00:16:55: und wenn das bei uns so wie Sie sich um sich kümmern bei uns Unangenehme Gefühle auslöst, du hast gerade gesagt so ein bisschen wie ausgegrenzt.

00:17:02: Das ist ein Täter-Opfergefühl.

00:17:04: das heißt dein Teenager wäre für dich wäre dafür verantwortlich dass Du Dich ausgegrenz fühlst wäre eher der Täter und Du des Opfer.

00:17:11: da würde ich gerne rausgehen und sagen wenn mein Teenager mehr mit seinen Freunden macht und weniger mit mir merke ich so eine Traurigkeit oder vielleicht auch eine Einsamkeit oder vielleicht auch eine Hilflosigkeit, also kann ja sehr unterschiedlich sein.

00:17:24: Sehr individuell.

00:17:25: Welches Bedürfnis steckt denn dahinter?

00:17:27: Und mit Sicherheit ist das ne innere Kindreise die eventuell... naja ich will jetzt nicht zu groß sein nur vermutlich ist es eine Form der Bindungstörung weil es ne Angst ist verlassen zu werden

00:17:38: Wobei ich auch sagen muss, also mir gelingt das glaube ich dieser Anteil ist gar nicht so groß.

00:17:43: Ich bin eigentlich eher in der Freude darüber dass er eine gesunde Entwicklung macht und rausgeht und für sich sozusagen die Welt entdeckt.

00:17:51: Und trotzdem kenne ich das bei ganz vielen Eltern, dass so ne Art von Wehmut... Da ist, und irgendwie denke ich immer so ein bisschen darf die auch da sein?

00:18:00: Auf jeden Fall.

00:18:01: Also das ist ja dann eine Wehmut.

00:18:03: dieses Mensch auf einmal ist ja mein Kind nicht mehr also dieses Kleinkid ist nicht mehr da.

00:18:07: gleichzeitig hast du es vorhin gesagt sie kommen ja dann doch wenn Sie einen sicheren Ort haben kommen sie eben doch abends noch ins Bett gekuschelt.

00:18:13: also mein Sohn schläft auch teilweise einmal die Woche noch bei mir im Bett einfach weil wir Bock drauf haben.

00:18:18: dann quatschen wir noch Es ist so die eigene Und es darf sein Abschied nehmen von dem kleinen Kind, was eben noch da war.

00:18:26: Und wenn wir uns diesen Abschied erlauben ist das doch etwas sehr feierliches.

00:18:30: Das können wir sogar mit unserem Teenager-Kind heranwachsenen Kind zusammen machen und uns nochmal Fotos angucken und in die Erinnerung reingehen und auch sagen wie sich die Sachen angefühlt haben und dass es schon so ein bisschen Mensch manchmal vermissig den kleinen gleichzeitig richtig angucken, weil ich so voller Stolz.

00:18:44: Es darf ja beides sein – die Gleichzeitigkeit auf der Dinge und der Gefühle.

00:18:48: Und darüber auch mit dem Teenager-Kind zu sprechen empfinde ich als unglaublich wertvoll!

00:18:54: Wenn wir möchten, dass unsere Teenager uns an ihrem Leben teilhaben lassen.

00:18:58: Es ist total wichtig, dass wir sie an unserem Leben teilhaben lassen und dazu gehört auch dieser Trennungsschmerz und dieser Abschiedschmerz der sein darf.

00:19:06: Naja

00:19:06: und es geht dem Kind ja oder dem Teenager ja auch genauso?

00:19:09: Der hat ja beide Seiten in sich.

00:19:11: ne von daher ist das für ihn dann wahrscheinlich ein wichtiger Prozess.

00:19:17: Worüber wird denn in Familien mit Teenagern am häufigsten gestritten?

00:19:22: Also nach meiner Umfrage und der Erfahrung meiner Arbeit ist es, die Mithilfe im Haushalt.

00:19:28: Es ist das Thema Medien, dass ... an Absprachen halten.

00:19:33: Genau, da sind so die Hauptdinger.

00:19:35: dann noch Drogen- und Sexualität dazu?

00:19:38: Ja, ich würde sagen, das sind so Hard Facts.

00:19:40: Und dann gibt's noch ... Mobbing is auch häufig ein Thema!

00:19:44: Ah, okay.

00:19:45: Und da ist dann aber Konfliktpotenzial mit den Eltern auch da?

00:19:48: Obwohl der Konflikter eigentlich... Da sind

00:19:49: die Eltern überfordert wie sie das Kind begleiten können.

00:19:53: Gleichzeitig kann ja auch sein dass das Kind der die mobbende ist.

00:19:57: Ja, wie gehe ich damit?

00:19:58: Das stimmt!

00:19:59: Klar es gibt ja beides.

00:20:01: Eben, sonst haben wir das ja nicht.

00:20:04: Da geht gerade eine Lampe an.

00:20:06: Ja da geht ne Lampe.

00:20:07: Ja das ist interessant.

00:20:08: du hast ja gerade erzählt dass du mit den Jugendlichen gesprochen hast.

00:20:11: und wie empfinden sie das denn dann selber wenn diese Konflikte da sind weil man also... Ich kenne das auch, dass manchmal von unserem Teenager auch wie so Konflikte provoziert werden und so eine gewisse Freude daran auch da

00:20:25: ist.

00:20:26: Aber ja, wie hast du das in deiner Arbeit empfunden?

00:20:30: Also kennst du es auch oder ist das vielmals eher so ein Leiden dann darunter?

00:20:36: Wie meinst du das jetzt genau?

00:20:38: Bei uns hab ich das Gefühl, der zündelt so ein bisschen.

00:20:41: Weil da Spaß dran hat, eine Diskussion vom Sound zu brechen?

00:20:45: Ist so ähnlich wie Kleinkinder ... Wo wir dann sagen, sie testen jetzt gerade die Grenzen.

00:20:52: So testet der Teenager grade, wie weit kann ich gehen?

00:20:55: Also so ähnlich!

00:20:57: Ich würde es gar nicht benennen Sondern ich will sagen, mein Teenager versucht gerade sich kennenzulernen.

00:21:03: Also Individualität?

00:21:04: Wer bin ich überhaupt und wie möchte ich mit Konflikten umgehen?

00:21:07: Respekt, Integrität... Wie wahrhaftig kann ich sein?

00:21:11: Wie sehr darf ich mich zumuten?

00:21:13: Ich würde das gar nicht so interpretieren dass ich sage der Teenager möchte jetzt hier testen oder ja so... Kann ich das sagen ausprobieren wie weit kann ich gehen?

00:21:24: sondern er sagt okay du willst dich ausprobierend Möchtest grad mal Erfahrungen sammeln, wie ist das ein Konflikt zu führen?

00:21:29: Seine Meinung zu sagen.

00:21:30: Ein Diskurs zu führen... Ich bin da!

00:21:32: Ich mach mit!

00:21:34: Findest du hast du da gerade auch so'n bisschen Freude dran zum Kitzeln?

00:21:38: Ja alles klar ich bin da und halte es aus.

00:21:41: Geht aber nicht immer

00:21:43: ne?

00:21:43: Das dürfen wir lernen.

00:21:44: Gleichzeitig kannst Du aussagen mir ist es grade zu viel.

00:21:47: Ich brauch grad eine Pause für mich.

00:21:49: deswegen von meiner Seite aus.

00:21:51: ich zieh mich zurück und vertage das auf morgen.

00:21:53: Ja, genau.

00:21:54: Und dann kann ich mich um mich kümmern und stabilisieren noch mal dran denken was hat Karthi gesagt nochmal die Haltung der gewaltfreien Kommunikation hoch holen nochmal hier unter Klopfen oder so das Nervensystem regulieren und dann wieder reingehen denn wir durften früher in der Regel unsere Meinung nicht sagen.

00:22:07: Ne, genau!

00:22:07: Und auf der anderen Seite finde ich es nämlich auch es geht ja nicht nur um die Bedürfnisse des Kindes sondern geht auch um unsere Bedürflisse und ich finde dass so eine Abgrenzung total wichtig ist.

00:22:17: Das

00:22:17: lernen Sie ja auch da ne?

00:22:18: Wie gehst du denn damit um?

00:22:20: und sie brauchen ja auch eine Vorbildfunktion ob ich mit einem Teenager diskutiere oder mit einem Erwachsenen zu sagen, bis zu diesem Punkt.

00:22:28: Und jetzt brauche ich für mich ein Break und ziehe mich zurück.

00:22:30: Ich komme morgen wieder!

00:22:31: Wenn ich morgen nicht kann, kann ich morgen noch Bescheid sagen, dass ich noch einen Tag länger brauche.

00:22:35: Oder ich z.B.

00:22:37: lebe sehr zyklusorientiert.

00:22:38: Wenn ich in riesem Konflikt habe bei meiner violetten Phase, dann sorge ich dafür und sage, wir warten.

00:22:46: In fünf Tagen melde ich mich, denn da bin ich weiß?

00:22:48: Ja.

00:22:49: Dann kann

00:22:49: ich ganz anders damit umgehen.

00:22:53: Das darf ich machen.

00:22:54: Es muss auch nicht immer alles geklärt werden sofort und überhaupt nicht geklärt werden, viel wichtiger ist die Phase davor.

00:23:01: Worum geht es dir?

00:23:02: Was ist dir wichtig?

00:23:03: was sind deine Bedürfnisse?

00:23:05: das ist Verbindung.

00:23:06: Lösung finden kommt viel später.

00:23:09: Okay

00:23:11: Jetzt sind wir ja bei aller Autonomie trotzdem noch in der Führungsposition.

00:23:15: Ich hoffe

00:23:16: Ja sollten wir sein Aber bei vielen kippt das dann, gerade wenn es schwierig wird in so eine Kontrolle.

00:23:24: Wie gelingt das nicht, in diese krasse Kontrolle zu gehen?

00:23:27: Weil das ist ja auch weder für die Eltern noch für die Kinder gesund.

00:23:31: Indem ich mir bewusst mache dass es Räume braucht wo sie Erfahrungen sammeln dürfen.

00:23:36: Das ist eine unfassbar wichtige Haltung dass das meine Aufgabe ist den Eindruck zu haben Ich verliere die Kontrolle hat ja auch wieder was mit Bindung zu tun wird auch wieder was zu tun haben, wie bin ich groß geworden.

00:23:48: Warum fehlt mir gerade die Möglichkeit hier zu vertrauen und einen Raum zu schaffen und loszulassen?

00:23:55: Das hat mit mir zu tun und Kontrolle ist übrigens kein Bedürfnis.

00:23:59: Sondern

00:24:00: eine Strategie, ein Verhaltensmuster, was eher unförderlich is'.

00:24:05: um in Verbindung zu kommen.

00:24:07: Also ich zum Beispiel finde es total wichtig, wenn ich für... Ich bin ja für die Sicherheit des Kindes zuständig auch in der Teenager Zeit.

00:24:15: Es wird nur der Raum wird größer.

00:24:18: Wenn ich für mich entscheide dass das Tracking eine Strategie ist, dass ich Bescheid weiß wo derjenige is und Gegenden gibt, wo das für mich wirklich eine Hilfe ist.

00:24:29: Ich weiß jetzt, es ist mein Teenager in der Gegend und ich kann das sehen.

00:24:32: Find ich's enorm wichtig, dass die Kinder das wissen.

00:24:35: Und auch abgesprochen wird, wann wird getrackt oder nicht?

00:24:40: Ich persönlich checke überhaupt nicht!

00:24:42: Weil ich davon ausgehe, dass ich weiß, wo sie sind.

00:24:45: Wir sprechen uns ab... ...und ich brauche das nicht damit ich beruhigt bin, weil ich kann mich anders beruhigen.

00:24:52: Ich kann das gleichzeitig nachvollziehen, wenn Eltern sich große Sorgen machen.

00:24:56: Es hängt ja auch davon ab, wo halten sich die Kinder auf und wo leben wir?

00:24:59: Will das nicht pauschal sagen?

00:25:01: Mir ist nur wichtig, dass darüber gesprochen wird.

00:25:04: Und dass das keine Kontrolle ist sondern, dass es eine Strategie ist, die ich brauche damit mich bestmöglich um dich kümmern kann.

00:25:11: Gleichzeitig brauchen wir auch Ehrlichkeit, Authentizität, Vertrauen.

00:25:16: deswegen ist wichtig, Dass du Bescheid weißt und dass auch ich mich an Absprachen halte und nicht heimlich

00:25:21: Genau.

00:25:22: Das ist genauso wichtig, ne?

00:25:23: Also weil nur so kann man also ich meine ganzen Kindern ja auch erzählen was du willst.

00:25:28: wenn du das Gegenteil tust dann werden sie ja...

00:25:31: Ja das hat ganz viel auch mit dem Bedürfnis nach Respekt zu tun was ja in der Teenager Zeit häufig auch vor allen Dingen in der Schule das ist respektlos.

00:25:38: So wird hier nicht mit mir gesprochen oder auch zu Hause solange du deine Füße unter meinen und ich verbitte mir diesen Tonfall.

00:25:43: Ja also dieses dieser häufige Gedanke dass Teenagers respektlost sind.

00:25:47: Also Sie machen ja nichts um uns zu ärgern Sie machen alles für sich und sie sind sehr wohl bereit mitzumachen, sofern ihre Bedürfnisse weitestgehend erfüllt sind.

00:25:56: Und Respekt übersetze ich wie folgt... Wenn ich das jetzt auf meine Beziehung zu meinem Teenager-Kind sehe dann Wenn ich möchte, dass mein Bedürfnis nach Respekt erfüllt wird.

00:26:18: Das heißt, ich behandle meinen Teenager-Kind so wie ich behandelt werden möchte von diesem Menschen ohne zu erwarten das er es so zu machen hat.

00:26:27: und dann kommen wir in den Raum von Respekt!

00:26:30: Und der Teenager darf ja erstmal entwickeln.

00:26:33: nur gleichzeitig wenn er feststellt hey mein Vater meine Mutter in einem Konflikt oder wenn ich Scheiße gebaut habe behandeln die mich auf Augenhöhe.

00:26:42: verurteilen sie mich nicht.

00:26:44: Dann lern ich das ja kennen, sie erwarten nicht dass ich es so mache.

00:26:47: Ich darf mich also ausprobieren nur ich bin ja hier an einem sicheren Ort und Sie bleiben egal was ich mache.

00:26:54: Ja

00:26:55: Das ist genial.

00:26:57: Nur wir sind ja so aufgewachsen dass es bei Respekt um richtig und falsch geht Und ich möchte gerne respektvoll behandelt werden.

00:27:03: übersetzen viele das heißt du hast dich so zu verhalten wie ich möchte dass Du Dich verhältst.

00:27:08: Ich entscheide was richtig ist, das hat mit Respekt wenig zu tun.

00:27:11: Warum ist es eigentlich so dass unsere Generationen obwohl wir noch so anders erzogen worden sind auf einmal so ein Schiff macht?

00:27:17: Großartig oder?

00:27:18: Ja, sei ja das so sehr!

00:27:19: Aber

00:27:19: ich versteh's ehrlich gesagt nicht.

00:27:21: Weil die

00:27:22: Zeit jetzt dafür da ist keine Ahnung weil immer... Wir sind ja nicht die Ersten nur wir werden immer mehr

00:27:28: Ja.

00:27:28: Also es gab ja schon vor Jahrzehnten, gab es bereits... also ich erinnere mich an Frauen zum Beispiel, wie ist das entstanden?

00:27:35: Dass Frauen angefangen haben sich zu emanzipieren.

00:27:37: Irgendwer hat angefangen und dann wurden es immer mehr.

00:27:40: Und irgendwer hat anfangen Erziehung zu hinterfragen.

00:27:43: Irgende wer hat angefangt Marsha Rosenberg über Bedürfnisse zu sprechen.

00:27:46: Ich hab angefangen bedürfnis in Kindersprache zu übersetzen und mich auf die Eltern-Kindbeziehungen zu konzentrieren.

00:27:52: Ich bin nicht die Einzige!

00:27:53: Dann werden's immer mehr und das ist ja das Geile.

00:27:56: gemeinsam mit so vielen Menschen wie möglich die Welt zu einem freundlicheren Ort gestalten und ich glaube, dass die Bedürfnisorientierung also hinzugucken was brauchen die Menschen unfassbar hilfreich dabei ist.

00:28:08: Und wie geil ist das?

00:28:09: Wie so ein Schneeball Effekt wenn jetzt jemand diese Folge hört und noch nie davon gehört hat und denkt so eigentlich ist es ganz spannend.

00:28:14: ja cool danke fürs mitmachen und komm lass uns gemeinsam etwas auf die Beine stellen.

00:28:20: Ich feier das so sehr und ich verneige mich für jeden menschen der bereit ist dahin zu gucken weil ich aus eigener Erfahrung weiß wie schmerzhaft das erst mal sein kann, weil alleine sich mit den eigenen Bedürfnissen auseinanderzusetzen und vor allen Dingen zu leben dass ich für meine Bedürffenserfüllung verantwortlich bin unabhängig von bestimmten anderen Menschen zum Beispiel ist ja so viel Selbstverantwortung.

00:28:41: Und dann kommen wir eben raus als dieser Täter Opferspule.

00:28:45: Ja nur das braucht halt die Bereitschaft mitzumachen.

00:28:49: Werbung Kennst du es auch?

00:28:52: Es ist mitten in der Nacht Alle schlafen tief und fest.

00:28:57: Und du liegst boch, weil dir zu heiß ist!

00:29:00: Also Fenster auf immer egal zu welcher Jahreszeit.

00:29:04: Ich sag's dir ehrlich mir ist nachts schon immer heiß gewesen nicht erst seit der Pirimeno Pause ohne offenes Fenster unvorstellbar.

00:29:13: Meine Familie sieht das sagen wir mal etwas anders.

00:29:17: Es zieht es ist eiskalt.

00:29:19: Du kennst es vielleicht auch Aber seit ich die Nachtwäsche von Dachsmillan entdeckt habe, hat sich bei uns zu Hause etwas Entscheidendes verändert.

00:29:28: Alle schlafen besser – sogar ich!

00:29:31: Die Stay-Cool Linie ist nämlich genau für uns gemacht, für alle, die nachts schnell überhitzen.

00:29:36: Der Stoff fühlt sich unglaublich leicht und frisch an und hilft deinem Körper Wärme und Feuchtigkeit besser loszuwerden.

00:29:43: Kein klammes Gefühl mehr kein ständiges Aufwachen.

00:29:46: Das Geheimnis dahinter?

00:29:48: Die Netcool-Technologie, eine Kombination aus Eukalyptusfasern und einer speziellen Performancestruktur.

00:29:55: Klingt technisch, fühlt sich aber einfach nur gut an!

00:29:58: Und jetzt wird's spannend!

00:30:00: Stay Cool ist bis zu achtmal atmungsaktiver als Baumwolle trocknet dreimal so schnell und lässt Feuchtigkeit deutlich besser entweichen bedeutet für dich ein spürbar trockeneres angenehmeres Hautgefühl selbst in warmen Nächten.

00:30:14: Für mich heißt das, weniger frieren für die anderen und endlich mehr Schlaf für mich.

00:30:19: Wenn du also auch zu den Hotsleepers gehörst oder jemanden kennt, der nachts heimlich das Fenster aufreißt dann schau dir die Stay Cool Nachtwäsche von DAX Million unbedingt an weil gute Nächte kein Zufall sein sollten!

00:30:32: Mit dem Code STEPH-Fünfzehn, S-T-E-P-H groß geschrieben Fünfzehnt bekommst du fünfzehn Prozent Rabatt auf deine Bestellung.

00:30:41: Alle Infos und den Link findest Du in den Shownotes.

00:30:44: Danke an meinen Werbepartner DAXMillion für die Unterstützung meines Podcasts!

00:30:50: Werbung Ende.

00:30:53: Jetzt gibt es viele Kinder, die in den Teenager Jahren so stumm werden und nicht mehr so viel erzählen.

00:31:00: Kannst du mal sagen, welches Bedürfnis dahin versteckt?

00:31:04: Stefanie.

00:31:06: Der ist gut!

00:31:08: Also das können Diverse sein.

00:31:12: Wir haben halt nicht einfach okay ... Das Kind verhält sich so, Schublade auf, zack da ist das Bedürftnis drin.

00:31:17: also da dürfen wir schon sehr individuell hingucken und das mache ich ja auch in meinen Beratungen.

00:31:22: Pauschal kann ich dir jetzt natürlich ein paar sagen und vielleicht klingelt das dann auch bei dem einen oder der anderen.

00:31:29: Also es gibt Teenager, die rebellieren und es gibt die Teenagers, die sich zurückziehen.

00:31:34: Übrigens in den Autonomiefasen davor genauso Kinder, die immer mehr Wutausbrüche bekommen um auf sich aufmerksam zu machen.

00:31:41: Es gibt die Kinder die immer stimmer und immer angepasster werden.

00:31:43: Kurze Zwischenfrage!

00:31:45: Wenn das in den ersten zwei Autos also bleibt das gleich oder kann das auch wechseln?

00:31:50: Das kann auch wechseln.

00:31:51: Okay gut dann

00:31:53: ist ja gut.

00:31:54: Ja das kann auch Wechseln.

00:31:55: Das hat was mit der Entwicklung zu tun.

00:31:59: drei Anteile, das ist evolutionär bedingt in der gewaltfreien Kommunikation nach Marschwell-Wusenberg.

00:32:04: Er nennt es den Wolf, das wölfische Verhalten was überhaupt nicht falsch ist sondern das hilft uns näher zu uns zu kommen wenn wir lernen dieses Verhalten anzunehmen und dahinter zu gucken.

00:32:13: also entweder sind wir die Menschen die flüchten Oder wir sind die, die in Angriff gehen.

00:32:18: Also Wutausbruch haben, Flucht ist Rückzug oder wir erstarren das sind so eher die, diese komplett sich anpassen.

00:32:24: Obwohl da muss ich sagen, der Pfennig ist eigentlich gut wenn mein Sohn im Außen bleibt.

00:32:29: Naja auch wenn es dann anstrengend ist aber das klingt irgendwie nach der gesündesten Strategie.

00:32:35: Das

00:32:35: weiß ich gar nicht!

00:32:36: Ich glaube sie sind alle drei nicht gesund.

00:32:38: Sie

00:32:38: sind alle dreivernichtend.

00:32:40: definitiv nur Wir haben alle diese Anteile und je nach Entwicklung je nach Zustand nutzen wir eher den einen Anteil oder den anderen Anteil.

00:32:51: Es sind nur alle drei Anteile, nur weil sie vernichten sind, sind sie nicht falsch!

00:32:54: Sie sind unglaubliche Hilfsinstrumente wenn wir erkennen.

00:32:57: ich bin gerade in einem Modus im Überlebensmodus.

00:33:02: welcher ist es und was will mir dieser Modus sagen?

00:33:04: worum darf ich mich eigentlich kümmern?

00:33:06: Und jetzt sind bei den Teenagent die sich unbewusst dazu entschieden haben sich zurückzuziehen statt in die Rebellion zu gehen.

00:33:14: Die Bedürfnisse können übrigens die gleichen sein, wenn ein Kind in die Rebellion geht an Teenager und einen Rückzug.

00:33:20: Wenn wir uns den Teenager-Kind angucken was im Rückzug ist?

00:33:22: Was macht dieses Teenagerkind?

00:33:24: beschreibt mir mal den Rückzug.

00:33:25: also ich kann jetzt von mir selber sprechen.

00:33:27: Ich bin halt total still geworden habe viel mehr Zeit mit meinen Freunden verbracht oder auf meinem Zimmer hab mich vor meiner Familie eher so ein bisschen distanziert würde ich mal sagen und ...

00:33:40: war es vielleicht öfter in deinem Zimmer statt dich Du wohnst immer mitzusetzen,

00:33:44: hast

00:33:45: Konflikte mit deinen Freundinnen besprochen.

00:33:47: Und nicht mit meinen Eltern genau.

00:33:50: Wenn wir uns diese Stefanie angucken könnte ich mir vorstellen dass sie teilweise sich alleine gefühlt hat oder einsam war traurig in die Richtung.

00:34:03: Manchmal vielleicht ohnmächtig oder ich nenne das gerne Lost, nur Lost ist erst mal ein englisches Wort und kein Gefühl, sowieso verloren.

00:34:10: Weil verloren?

00:34:11: können wir wieder diskutieren?

00:34:12: Ist es ein Täter-Opfergefühl?

00:34:13: Nur wir wollen jetzt ja heute nicht so...

00:34:15: Nichts so ganz viel frei.

00:34:16: Also nur dass du dich so abgeholt fühlst.

00:34:18: Das sind so die Gefühlebene, die ich hinter dem Verhalten erkenne.

00:34:23: Und welche Bedürfnisse könnt ihr dahinter stecken?

00:34:25: Es kann sein.

00:34:26: Es kann sein, dass wir was nachbeeltern dürfen aus der ersten Autonomiefase.

00:34:29: Würde ich jetzt erst mal tippen auf Geborgenheit?

00:34:33: Das übersetzte in einer Kleinkindphase mit Mama und Papa nähe Obwohl du weggehst möchtest du gern auf den Arm.

00:34:41: das ist oft das widersprüchliche auch beim Wutausbruch obwohl des Kind dich tritt Möchte es auf den arm.

00:34:47: Also, Geborgen hat keinen auch hinter einem Wutausbruch stecken.

00:34:50: Wir gehen ja jetzt diese Reise geborgenheit.

00:34:52: du rufst also nach Geborgnheit kannst das nicht benennen?

00:34:55: Du kannst nicht zu deiner Mama gehen.

00:34:56: Mama ich vermiss dich total.

00:34:58: Ich vermisse irgendwie total mit dir zu sitzen in deinem Arm zu sein.

00:35:02: vielleicht ist es auch peinlich schämst dich vielleicht wer weiß was ihr für Konflikte hattet.

00:35:05: was dir mitgegeben wurde könnte Geborgenheit sein.

00:35:08: Dazu kommt dann vielleicht auch so eine Einsamkeit, dass dir eventuell Liebe fehlt also bedingungslose Liebe das du nicht bewertet wirst, dass die Liebe nicht an Bedingungen geknüpft ist nach verhaftiger Liebe wenn wir es so übersetzen wollen.

00:35:24: Auch Empathie könnte ein Teil sein, dass deine Gefühle sein dürfen Dass du eben auch so lost sein darfst Statt dass dir gesagt wird, mein Gott nie mehr machst du was mit uns.

00:35:34: Ständig bist du nur bei deinen Freunden.

00:35:36: Komm doch mal aus deinem Zimmer raus.

00:35:37: Stell dir vor ich wäre damals zu dir gekommen oder deine Mutter und hätte gesagt, mein Stefanie heute ist nicht so dein Tag.

00:35:43: Bist jetzt seit zwei Stunden auf dem Zimmer ein bisschen traurig überfordert?

00:35:49: Ja egal

00:35:49: wär das gewesen.

00:35:50: Wäre ganz gut gewesen.

00:35:51: Das ist der Empathiebereich, Liebebereich.

00:35:54: unter Bedürfnisse von der zweiten Autonomiefase bist du ja ein Teenager-Kind und da könnte ich dann hingehen und sagen, eigentlich weißt Du grad gar nicht wer Du bist.

00:36:04: Kann das sein?

00:36:05: Weiß gar nicht wo Du hingehörst!

00:36:07: Und da sind wir bei Individualität zum Beispiel oder Wahrhaftigkeit.

00:36:11: Du würdest gerne sein dürfen wie Du bist dass es okay ist, dass Du hier in Deinem Zimmer sitzt.

00:36:18: Genau, also das wäre jetzt so eine Bedürfnis-Range die ich mal in den Raum werfen darf.

00:36:23: Da hatten wir jetzt Geborgenheit und Liebe während Empathie.

00:36:26: Gemeinschaft hätte auch noch aufrufen können.

00:36:28: Jetzt hatte ich Individualität genannt, Behaftigkeit, Wertschätzung könnte ich auch noch nennen.

00:36:33: nur ich möchte auf gar keinen Fall dass das jetzt gesetzt ist.

00:36:36: Das ist so eine Reise die ich gerade gegangen bin könnte auch eine ganz andere Reise sein.

00:36:40: Dafür habe ich ja diese Bedürfnisübersicht entwickelt mit den Autonomiefasen, also mein Konzept der Lila-Liebe, dass du wirklich gucken kannst.

00:36:47: und beim Teenager gehe ich immer, Stefanie!

00:36:49: Ich gehe immer die Reise von der ersten bis zur dritten Autonomiephase, die Bedürfsreise immer.

00:36:55: Und je mehr die Bedürfnisse aus den ersten Autonomiefasen erfüllt wurden schon früher, desto mehr sind Strategien da.

00:37:01: Desto weniger sind da Defizite gleichzeitig in herausfordernden Situationen und Konflikten in krassen Übergängen.

00:37:08: wenn es ist die beste Freundin zieht weg.

00:37:10: Die Eltern haben sich getrennt das Haustier ist gestorben.

00:37:14: Dinge passieren im Leben bei solchen Situationen grundsätzlich immer bei den Unterbedürfnissen der ersten Autonomiefase von Sicherheit anfangen.

00:37:23: Wir dürfen immer erst das Nervensystem wieder runterholen oder abholen, wir dürfen immer erstmal wieder festen Boden unter den Füßen herstellen unabhängig davon wie sehr die Bedürfnisse in den Entwicklungsphasen erfüllt wurden.

00:37:36: In herausfordernden Situationen gehen wir immer die ganze Reise von vorne bis nach hinten.

00:37:42: Wir haben zu tun.

00:37:44: Da haben wir wirklich viel zu tun, ne?

00:37:46: Ja das ist wirklich spannend!

00:37:48: Ich finde oft wird nicht so richtig viel darüber gesprochen in welcher Lebensphase sich auch die Eltern befinden oder vor allem die Mütter, also eben mein Podcast heißt ja «Fünfzig über Fünfzig» und es geht ums Älterwerden und auch vielem Gesundheit usw.. Da bin

00:38:01: ich ja genau drin.

00:38:02: Da

00:38:02: bist du genau drin,

00:38:03: d.h.,

00:38:04: wir sind wahrscheinlich beide in der Perimenopause... Das heißt, bei unseren Kindern findet gerade ein riesiger hormoneller Wandel statt und bei uns aber auch.

00:38:13: Also da treffen ja im Grunde so zwei krasse Ereignisse aufeinander.

00:38:17: Vielleicht ist das auch

00:38:18: noch eine Entwicklungstraße Stefania?

00:38:20: Die habe ich noch nicht hinterfragt.

00:38:22: Ja nur überleg mal wann haben die Menschen früher Kinder bekommen?

00:38:26: also wir kriegen ja in der Anführung stehen relativ spät Kinder wobei ich ja beides abgedeckt hab.

00:38:31: Ich habe rechtzeitig einen Kind bekommen und relativ späte.

00:38:35: Also früher, glaube ich, waren die Kinder mit den Entwicklungsphasen bereits durch und dann kam diese Phase der Frau.

00:38:40: Wobei ich mich auch immer frage, wo befinden sich eigentlich die Männer?

00:38:44: Da guckt gar keiner hin!

00:38:46: Finde ich auch mal spannend.

00:38:47: Männer haben ja übrigens auch ein Zyklus, redet auch kein Mensch.

00:38:49: Ja und die haben auch Wächteljahre in anderen Pausen.

00:38:53: Genau!

00:38:54: Nur ich bin ja froh dass überhaupt mal über unsere Phase gesprochen wird und irgendwann sprechen die Männer dann auch mal über ihre Phasen fände ich sehr bereichernd.

00:39:04: Und jetzt da bin ich ganz bei dir, crashen diese Phasens aufeinander.

00:39:07: das heißt wir haben krass mit uns zu tun.

00:39:09: bei uns verändert sich körperlich ganz viel emotional verändert sich ganz viele seelisch geistig Und parallel begleiten wir Teenager in ihrer dritten Autonomiefase.

00:39:19: Es bleibt spannend, würde ich sagen.

00:39:21: Aber siehst du das so in den Beratungen auch die Du hast?

00:39:25: Da sind ja wahrscheinlich viele Mütter, die in unserem Alter die Teenager Kinder haben.

00:39:29: Was sind denn deren größte Struggles?

00:39:32: Ich merke zum Beispiel manchmal dass ich Tage habe an denen meine Geduld viel weniger ist als früher oder so und das ändert sich ja immer.

00:39:41: Du denkst ja auch sehr zyklisch, aber das gibt es halt verstärkt.

00:39:46: Ja, nur das ist wie ein wölfischer Anteil.

00:39:51: also irgendwas ist los und ich darf gucken als Frau Welches Bedürfnis steckt ein?

00:39:57: Worum darf ich mich gerade noch mehr kümmern?

00:39:59: und dafür bin ich zuständig.

00:40:01: Ich bin scheiße nochmal wirklich die ganze Zeit dafür zuständig, mich um mich zu kümmern damit ich im Gleichgewicht bin weil es für mich cool ist und ich will ja auch mein Kind so behandeln wie ich auch möchte dass mein Kind mich behandelt.

00:40:13: das ist meine Aufgabe und da darf ich immer wieder hingucken ob ich in der Perimenopause bin oder ob ich noch davor bin oder schon durch bin.

00:40:22: bedürfnisse haben wir immer Und unser Verhalten und unser Körper spricht ja mit uns.

00:40:27: Und will uns auf etwas Aufmerksam machen, dann gibt es halt einen Haufen an Strategien, welcher auch immer du wählst.

00:40:33: Gleichzeitig, Stefanie dürfen diese Momente auch sein!

00:40:36: Wir dürfen überfordert sein.

00:40:40: emotionaler sein und an dem anderen Tag strategischer.

00:40:44: Deswegen sind wir nicht besser oder schlechter, sondern ich finde es total wertvoll dass wir unseren Kindern mitgeben wie wir damit umgehen das wir uns dafür nicht verurteilen Sondern dass wir sagen hey offensichtlich bin ich heute näher im Wasser gebaut oder gereizt da.

00:40:58: Ich darf mich wohl heute noch mal intensiver um mich kümmern.

00:41:02: Aber manchmal ist es doch auch so Dass der tag einfach so voll ist Auch die Bedürfnisse der Familie, manchmal eventuell dringender sind als die eigenen.

00:41:13: Wir tendieren ja eh dazu das sozusagen ein bisschen zurückzustellen wobei ich auch sagen muss dass in dieser Lebensphase sich das schon auch ändert.

00:41:20: aber manchmal ist es einfach nicht so leicht und Ich muss sagen, ich finde das schon manchmal krass herausfordernd.

00:41:27: Dass eben diese zwei hormonellen Umbrüche in einer Familie gleichzeitig da sind?

00:41:31: Ja, das ist

00:41:31: auch herausforderend auf jeden Fall!

00:41:33: Also dass das leicht ist habe ich auch nie gesagt.

00:41:35: nur es bleibt dabei.

00:41:36: also was hast du für eine Wahl?

00:41:37: Du kannst halt in alte Muster zurückfallen kann sagen okay jetzt läuft das hier nicht mehr jetzt belohne ich und bestrafe ich.

00:41:43: Das ist nicht das was wir wollen.

00:41:45: Und du hast gerade etwas gesagt.

00:41:47: du hast gesagt Es kann eben sein dass es Momente gibt wo die Bedürfnisse der Familie Wichtiger sind als die eigenen.

00:41:53: Ich glaube, so hast du es gesagt nie im Leben.

00:41:56: Einzige Ausnahme ist wenn es um gesundheitliche Bedürfnisse geht.

00:41:59: ansonsten stehst Du immer an erster Stelle sowie jeder andere in der Familie auch.

00:42:04: Ja ich weiß dass das manchmal schwierig ist weil wir das auch nicht gelernt haben für uns einzustehen.

00:42:08: Wir haben auch nicht gelehrt Grenzen zu setzen.

00:42:11: nur das dürfen wir eben immer mehr lernen wollen wir ja auch.

00:42:14: und wie vorhin gesagt wachstum bedeutet immer auch Wachstumsschmerzen

00:42:18: Ja.

00:42:19: Und dann find ich's total wertvoll in diesen Phasen... Ich hab das doch auch, ich hatte erst letzten Freitag einen krassen Nervenzusammenbruch vor meinen Kindern!

00:42:25: Ich konnte es nicht mehr tragen.

00:42:27: Alles was auf mich eingeprallt ist den ganzen Tag über.

00:42:30: Auf einmal eine kleine Situation mit meiner Tochter.

00:42:33: Ich konnte sie nicht mehr halten also die Situation und bin völlig zusammengebrochen vor meinen Kindern.

00:42:40: Das darf passieren?

00:42:42: Ich bin nur so dankbar dass ich mittlerweile mich dafür nicht verurteile oder schäme.

00:42:46: Ich bedauere zutiefst Weil das ist nicht das, wie ich möchte.

00:42:51: Dass meine Kinder so was erleben.

00:42:53: gleichzeitig darf ich auch authentisch und echt sein.

00:42:56: viel spannender finde ich.

00:42:57: aha Ich kann bedauern.

00:43:00: ich weiß wie ich meine kinder wieder auf abholen kann Wie ich sie wieder ihren nervensystem regulieren kann?

00:43:06: Ich weiß wie mein nervensystem regulieren Kann Und ich bin interessanter weil Sie jetzt fünf tage später So stabil wie schon lange nicht mehr weil ich durch diese scheiße einmal gegangen bin.

00:43:16: aber

00:43:17: hast du das gefühlt dass Wenn es dir sozusagen nicht gut geht, dass sich das überträgt auf deine Kinder?

00:43:23: Mal mehr mal weniger.

00:43:25: Nur ich frage halt.

00:43:28: Meine Kinder haben einen Alter da, da kann ich mit denen sprechen und ich hatte letztens Gespräch mit meinem Sohn wo ich ihn gefragt habe, sag mal jetzt so hier mit der Trennung und jeden Tag passiert gerade was.

00:43:38: Dann kommt ein Schreiben von einem Anwalt dann kommt eine WhatsApp, dann kommt die E-Mail und ist da einfach noch so viel geklärt werden?

00:43:47: Und er hat gesagt, ist das nicht manchmal ein bisschen viel?

00:43:50: Und dann hat der gesagt ja wenn du mich so fragst im Moment is schon echt viel.

00:43:54: Es ist jeden Tag gefühlt was.

00:43:56: Da hab ich gesagt brauchst du mal ne Pause?

00:43:58: und da habe ich gesagt wenn du mir so frags, ja.

00:44:01: Ich sag alles klar.

00:44:02: Dann frage ich dich jetzt jedes Mal Wenn was ist ob du's jetzt wissen möchtest.

00:44:07: Ja cool!

00:44:08: Und so machen wir das gerade.

00:44:09: Okay Ja

00:44:10: und gestern war wieder was.

00:44:11: Ich hab gesagt es gibt Neuigkeiten.

00:44:12: Möchtest du sie hören?

00:44:14: Nee Heute packe ich es nicht,

00:44:16: kein

00:44:16: Problem.

00:44:17: Ja

00:44:17: super!

00:44:18: Und das darf ich dann auch so stehen lassen?

00:44:21: Genau, das ist sehr schön.

00:44:24: Du bist sehr reflektiert und hast einen sehr guten Zugang zu deinen Bedürfnissen.

00:44:28: Das finde ich auch ja.

00:44:30: Ich geb mir Mühe... Es gibt aber natürlich auch Menschen die da noch nicht soweit sind und die noch lernen dürfen.

00:44:36: Wenn du mal sagst,

00:44:37: das hast du sehr schön gesagt, finde ich.

00:44:40: Hast du irgendwie einen Hinweis für Leute, die dann sozusagen angespannt und gestresst reagieren auf Situationen mit ihren Teenagern?

00:44:48: Wo sie aber im Grunde noch nicht in der Reflexion kommen.

00:44:53: Dass Sie gar nicht auf Ihren Teenager reagieren sondern auf sich selbst?

00:44:57: Dafür brauchen wir die innere Kindarbeit.

00:45:00: nur die können wir ja nicht in drei Sekunden machen sollen.

00:45:02: das ist ein lebenslanger Prozess Es ist ja das Nervensystem es reagiert Ja und was anknüpft an Erfahrung, die es gemacht hat, an die wir uns vielleicht gar nicht erinnern können.

00:45:13: Manchmal reichen roter Pullover und wir flippen aus.

00:45:15: Wir wissen aber gar nicht das ist der rote Pullover isst er uns gerade triggered.

00:45:21: Wir müssen das auch nicht immer wissen.

00:45:22: nur wenn wir merken es brodelt also das Nervensystem reagiert.

00:45:26: das heißt ich würde mir dringend somatische Übungen raussuchen nicht einmal mache, sondern dich in mein Alltag integriere und dann lernt das Nervensystem sich immer schneller zu regulieren.

00:45:38: Und im besten Fall dadurch dass ich sie ja auch außerhalb dieser Situationen mache habe ich auch schneller den Zugriff im Kopf, dass ich weiß stopp es gibt ja die Übung X. Ja und das mach' ich nicht weil ich mal sage ah zum Beispiel ähm es gibt eine Übung ähm damit kann ich mich total gut regulieren?

00:45:54: Die mache ich das nächste Mal.

00:45:55: Na sicher nicht!

00:45:57: Wenn ich gerade in einem Wutausbruch bin, in einer Überforderung über Lebensmodus wird mein System nicht sagen du Kati übrigens.

00:46:03: Du hast dir vor einer Woche im Internet so eine somatische Übung rausgesucht macht die doch jetzt mal.

00:46:08: nein das heißt Ich darf sie in meinen Alltag integrieren dass es ein Ritual ist morgens beim Zähne putzen zum Beispiel mittags bei Mittagessen abend.

00:46:17: dann haben wir schon Mal dreimal ja mega geil und Das mache ich eine Weile und Dann integriert sich das In Dein System Und dann würde ich, so habe ich das gerne gemacht.

00:46:27: Es gibt ja so Hotspots in Familien wo gerne Konflikte stattfinden.

00:46:31: Dass ich mir da wie ein Reminder hinhänge.

00:46:34: Ein Symbol oder einen Satz im Badezimmer zum Beispiel weil wir haben Zahnputztheater beim Zehne putzen abends regelmäßig Konflikt und ich flippe aus.

00:46:44: Da brauchst du ein Reminder, sonst kommen sie nicht drauf.

00:46:47: dadurch dass ich die Übung regelmäßig gemacht hab Fällt mir auch schnell ein, welche Übung das ist und ich kann sie machen.

00:46:52: Und dann lerne ich mich um mich selber zu kümmern.

00:46:56: Das ist ein kleiner Schritt finde ich super wertvoll.

00:47:00: genau so habe Ich das gemacht und deswegen hab ich mittlerweile auch meine ganzen Tools.

00:47:06: Was ich ergänzend noch wertvoll finde, ist wirklich zu üben ins Bedauern zu kommen statt sich zu entschuldigen oder sich zu verurteilen.

00:47:13: Sich zu schämen und auch das darf ein Prozess sein.

00:47:16: also dass jedes mal wenn ich mich auf eine Art und Weise Verhalten habe die mir nicht gefällt Dass ich selber für mich bedaure wie ich mich verhalten habe und es auch ausspreche.

00:47:26: Ich bedauere wie ich mit dir gesprochen habe.

00:47:29: Ich bedaue was ich gesagt habe ich bedaure was ich gemacht habe je nachdem und gerne auch benennen.

00:47:34: Ich bedauere, dass ich zu dir gesagt habe, du bist der schlimmste Kind, was ich jemals erlebt habe.

00:47:40: Weil mir bedingungslose Liebe wichtig ist und ich werd mich jetzt um mich

00:47:45: kümmern.".

00:47:46: Und dann hab' ich Verantwortung übernommen.

00:47:48: Gleichzeitig hab', ich mich nicht verurteilt.

00:47:51: Und das dürfen wir auch lernen!

00:47:52: Und du hast dein Kind gezeigt wie es geht?

00:47:54: Und dass du dich kümmerst.

00:47:56: Ich geb meinem Kind auch das Signal, es hat nichts mit dir zu tun sondern ich darf mich kümmern.

00:48:02: Jetzt hast du ja schon erwähnt, dass du getrennt bist seit einiger Zeit.

00:48:06: Wie spielt die Komponente irgendwie noch in die Erziehung von Teenagern mit rein?

00:48:10: Weil er oft auch belastende oder konfliktreiche Situationen da sind, die man dann halt nicht mehr als Team bewältigt sondern alleine.

00:48:20: Also ich sag mal so dadurch das ich Empathie-Ministerin gewesen bin früher in der Beziehung hat sich jetzt was das betrifft für mich nichts verändert.

00:48:27: wo ich auf jeden Fall mit Argus Augen hingucke sind definitiv bei meinen Kindern die Unterbedürfnisse von Sicherheit.

00:48:34: Also, sie brauchen ganz viel Orientierung was wann wer wo wie?

00:48:38: Ganz viel Schutz, ganz viele Grenzenabgrenzung, ganz viel Geborgenheit.

00:48:42: also ich merke das vor allen Dingen bei meiner Tochter gleichzeitig auch beim meinem Sohn dass gerade doch mehr Mama näher abgefragt wird und das merk ich nicht.

00:48:50: indem Sie kommen und sag nehme ich in Arm wobei meine Kinder schon sehr gut finde ich ihre Bedürfnisse benennen können.

00:48:55: nur ich merks halt mein sohn ist vielmehr zu Hause.

00:48:59: Mein Sohn ist gerade wesentlich mehr interessierter daran, mit mir was zu unternehmen als noch vor der Trennung.

00:49:06: Und da gucke ich hin dass diese Unterbedürfnisse von Sicherheit das ich die bestmöglich erfüllt bekomme denn dann erfüllt sich Sicherheit.

00:49:14: Das ist für mich sicherer Boden unter den Füßen und dann können sie diesen Prozess der Tренung Resilienter durchleben.

00:49:21: und wenn dein sohn jetzt mehr mit dir machen möchte Und

00:49:26: jetzt denken alle, der macht jeden Tag was mit mir.

00:49:28: Also bleibt ruhig einmal die Woche.

00:49:29: Ja, das ist ja auch cool!

00:49:31: Aber könnt es dann nicht auch... also ich würde dann vielleicht auch denken, oh nee, nicht dass er jetzt denkt, dass er Verantwortung für mich übernehmen muss weil weißt du?

00:49:38: Das ist bei uns abgeklärt.

00:49:40: Ja.

00:49:40: Also das sage ich auch immer wieder.

00:49:42: Ich bin für mich verantwortlich.

00:49:43: Die wissen auch wie ich mich kümmer und kennen meine ganzen Strategien.

00:49:46: Vielleicht kennen sie zwei drei nicht nur ich benenne das auch Und wenn ich den Eindruck hätte, dass er das nur macht für mich, würde ich das ansprechen und ganz klar abgrenzen.

00:49:55: Nein!

00:49:57: Was ist dein Bedürfnis?

00:49:59: Worum dürfen wir uns bei dir kümmern?

00:50:02: Wir sind am Ende.

00:50:03: hast du vielleicht noch so zwei drei General-Tipps für Teenager Eltern.

00:50:08: Was hätten

00:50:08: wir denn jetzt gerne ... Das Bedauern habe ich bereits erwähnt also für Teenagereltern.

00:50:13: im Umgang mit Teenagern würde ich gerne einmal das feiern und bedauern Als Ritual, weil wir brauchen bei Teenager die Strategie Gespräche auf Augenhöhe und das dürfen wir lernen beide Seiten.

00:50:25: Und wer jetzt schon länger mit der GFK, mit Kathi lebt ist da schon eher drin.

00:50:29: andere die gerade neu reinkommen gar kein Problem nur wir dürfen da rein kommen.

00:50:33: Das feierende Bedauern ist für mich eine unglaublich wertvolle Strategie um diese Gespräche Auf Augenhöre zu etablieren und zwar machen wir das gerne beim Abendbrot Mit allen die anwesend sind Und wir feiern, was wir am Tag gemacht haben.

00:50:46: Womit wir uns ein Bedürfnis erfüllt haben?

00:50:48: Also ich feiere dass ich heute bei Stefanie im Podcast war.

00:50:51: weil mir Austausch und Wirksamkeit wichtig ist könnte ich heute Abend feiern.

00:50:55: Ich kann auch noch andere Sachen von heute feiern und ich kann auch Dinge bedauern.

00:50:59: Ich könnte heute Abend bedauern.

00:51:01: Aktuell gibt's noch gar nicht zu bedaueren, nur der Tag ist ja noch ein bisschen ... Könnte bedauert werden, dass ich einen Termin versäumt hab weil mir Zuverlässigkeit wichtig ist, könnte bedauernd sein, meinen Sohn anzurufen, weil mir Austausch wichtig ist.

00:51:13: Sowas kann ich bedauerm und die Kinder selbstverständlich auch und die Teenager-Kinder.

00:51:18: Da würde ich gerne den Kindern helfen da reinzukommen wenn sie sagen oh, ich feiere das ich mich heute mit meinem Kumpel getroffen habe Weil die Gemeinschaft wichtig ist?

00:51:29: Wir dürfen ja auch in diesen Bedürfnis-Wortschatz kommen.

00:51:33: Deswegen übersetze ich auch gerne die Bedürfnisse in Kindersprache, um es ein bisschen alltagstauglicher zu machen.

00:51:38: Also das Feiern und Bedauern finde ich eine wertvolle Strategie für Strategien auf Augenhöhe und dann erkläre ich ja auch alles.

00:51:44: in meinem Buch gibt es eine Strategie was ich unglaublich geil finde.

00:51:48: mit Teenagern war ich da so gerne mitmache und das empfehle ich auch dass die Eltern damit machen so Studien zu bestimmten Konfliktherden zu machen.

00:51:55: Umgang mit Handy Studier machen drei Wochen lang Aber alle Parteien schreiben auf, gucken ins Handy abends.

00:52:02: Wie lange habe ich heute Bildschirmzeit?

00:52:05: Welche Apps hab' ich benutzt?

00:52:06: Warum hab' die

00:52:07: benutzt?!

00:52:07: Wie ging's mir nach dem Konsum?

00:52:09: Wie gehts mir abends?

00:52:10: Wie möchte ich gern dass es mir geht?

00:52:12: Das geht auch mit anderen Konfliktsituationen im Alltag!

00:52:16: Dass wir so Studien durchführen und dann werden wir die Studie aus nach drei Wochen und gucken dann ja wie geht's denn jedenso?

00:52:23: also Ich weiß noch, ich hatte mal einmal die Studium mit meinem Sohn da gings um Drogenkonsum diese Drogen nicht konsumiere, die er da vorgezogen hat.

00:52:32: Hab ich meine Cremon-Studie gemacht weil ich trinke unglaublich keinen Cremont und mein Sohn hat eben die Studie mit der anderen Droge gemacht.

00:52:38: und das haben wir ein paar Wochen gemacht und haben notiert wann haben wir wie viel konsumiert?

00:52:43: Wie ging es uns danach?

00:52:44: Wie möchten wir dass es uns geht?

00:52:45: und dann haben wir uns nach weiß ich nicht mehr genau zwei oder drei Wochen hingesetzt haben das ausgewertet und haben überlegt ob wir in unserem Verhalten etwas ändern möchten.

00:52:53: Ich habe festgestellt, ich möchte nichts ändern.

00:52:55: Ich hab alles im Griff.

00:52:56: Da haben wir direkt ein Glas Cremon eingeschenkt!

00:53:00: Ja so was gefeiert werden auf jeden Fall.

00:53:03: Genau und da ich das mit meinem Sohn auch mit meiner Tochter ja zelebriere.

00:53:07: also dass ist wirklich eine unglaublich wertvolle Strategie wie ich finde und wirklich gerne mitmache weil sie dann auch sehen und ich mich ja auch ich darf auch immer wieder reflektieren Lernen meine Kinder halt ihr Verhalten zu reflektieren, auf Dauer.

00:53:18: Und so ist es dann eben irgendwann passiert das mein Sohn entschieden hat diese Droge nicht mehr zu konsumieren.

00:53:23: So ist es auch mal entstanden dass mein Sohne entschieden hat Instagram zu löschen oder TikTok zu löschen und wieder aufgenommen hat und wieder gelöscht hat.

00:53:29: und das sind wieder die Räume wo sie ausprobieren dürfen und lernen für sich selber immer wieder immer mehr Verantwortung zu übernehmen.

00:53:38: Herrlich!

00:53:38: Oder?

00:53:39: Ja.

00:53:40: Total

00:53:40: gut!

00:53:41: Nein, vor allem auch weil... Also ich kenne das auch.

00:53:43: wir bewerten dann auch irgendwie das Handy aus und dann kommen von uns aber schon so Sprüche in den Westen wieder zu viel am Handy und

00:53:49: so.

00:53:49: Das sind die Sprüchen, die sind so scheiße.

00:53:52: Weil ich kann es nachvollziehen.

00:53:53: Ja.

00:53:53: Weil wir uns ja auch Sorgen machen um die emotionale Gesundheit und was soll da nur daraus werden?

00:53:57: Das sind unsere.

00:53:58: also dürfen wir hingucken lassen nicht unsere Ängste, die Ängsten unserer Kinder werden.

00:54:03: Und diese Studie dass erst die ersten Wochen sind ja reine Beobachtung

00:54:08: Keine Bewertung,

00:54:09: keine Bewertungen.

00:54:10: Und dann setzen wir hin und wehrten aus und reflektieren ohne zu bewerten.

00:54:16: ich kann Ich kann nur sagen zum Beispiel also ich finde vier stunden am tag handy Gut ist jetzt vielleicht ein bisschen wenig bei den teen edge erneut wie lange sind die am handy?

00:54:25: Ja das finde ich schon viel

00:54:26: schon viel.

00:54:27: naja ich weiß ich könnte beim meinem sohn ja auch mal wieder nachfragen Nehmen wir mal an viel schon kann ich sagen Ich finde das viel.

00:54:33: Ich möchte für mich das anders machen, weil ich merke, dass meine Konzentration nachlässt, dass ich weniger mit Freunden spreche.

00:54:39: Nur mein Teenager darf die Erfahrung machen und ich komme auf vier Stunden.

00:54:42: Ich fand es okay oder ich fand es eigentlich erstaunlich wenig.

00:54:47: Weil die Wochen davor war ich noch mehr am Handy und kann das feiern nur ... Ich hab das nicht zu bewerten!

00:54:52: Und in dem Moment ist ja auch keiner von gestorben.

00:54:54: jetzt gerade Es ist gar nicht so dramatisch wie's sich für uns manchmal anfühlt Gleichzeitig in der Beobachtung bleiben nur, weil ich einmal eine Studie gemacht habe.

00:55:03: Heißt das nicht?

00:55:04: Dass sich sie nicht wieder machen.

00:55:05: Ich kann auch in einem Vierteljahr sagen, ich würde die Studie gerne noch mal machen, denn ich bin gerade total unzufrieden.

00:55:10: Irgendwie bin ich nicht im Gleichgewicht.

00:55:11: Ich würd mir gern das und das Thema angucken.

00:55:14: Machst du mit?

00:55:15: Hast du Bock, mitzumachen?

00:55:17: Ne hast du keinen Bock?

00:55:18: Ach ja doch!

00:55:20: Ja wenn du nicht willst, brauchst du nicht.

00:55:21: Niemand muss.

00:55:23: Auch ein geiler Heck.

00:55:25: Wir müssen alle einen Scheiß... Wichtig immer erst herauszufinden, wenn ich etwas mache.

00:55:30: Welches Bedürfnis erfülle ich mir damit?

00:55:32: Finde ich kein Bedürfenes kann nicht sein lassen.

00:55:36: Also Spülmaschine zum Beispiel.

00:55:37: Haushalt hat ja keine Bedürffnisse.

00:55:40: Kann man die Spül Maschine angucken?

00:55:42: Ich kann sie jetzt ausräumen für mein Bedürftnis nach Ordnung

00:55:45: z.B.?

00:55:47: Ist denn mein Bedırfnis nach ordnung gerade eigentlich so wichtig?

00:55:50: Weil auch das bedürfnt nach Leichtigkeit.

00:55:52: Ich merke totalen Druck.

00:55:55: Nee, und die Spülmaschine, ich glaub der geht's nicht schlecht.

00:55:58: Ob sie ausräumen oder nicht?

00:55:59: Dann kann ich mich entscheiden ganz bewusst dass ich es so stehen lasse.

00:56:02: Gut das

00:56:03: Spül Maschinen nicht in die Pubertät kommen.

00:56:05: Ja danke!

00:56:05: Ich bin sehr dankbar dafür.

00:56:07: Vielen Dank, dass du da wartest.

00:56:09: Danke für deine Fragen, danke für deinen Interesse.

00:56:10: liebe Stefanie

00:56:13: Wenn du bis hierhin zugehört hast, dann danke ich dir wirklich von

00:56:16: Herzen.

00:56:17: Dieser Podcast lebt von Zeit, von Aufmerksamkeit und davon dass wir uns gegenseitig zuhören!

00:56:22: Wenn dir diese Folge etwas gegeben hat, dann freue mich riesig wenn du dem Podcast abonnierst eine Bewertung da lässt oder ihn mit jemandem teilst für den er gerade wichtig sein könnte.

00:56:33: Du findest mich auch auf Instagram.

00:56:35: dort teile ich Gedanken Einblicke und Themen die hier im podcast weitergehen.

00:56:40: Und wenn du tiefer einsteigen möchtest, in meinem Buch – so alt war ich noch nie – findest du viele der Fragen, Gefühle und Perspektiven wieder die wir hier besprechen.

00:56:50: Danke, dass Du da bist!

00:56:51: Und bis zur nächsten Folge.

Über diesen Podcast

Willkommen bei 50 über 50 – dem Podcast mit Stephanie Hielscher.

Wir leben länger als jede Generation vor uns. Deshalb brauchen wir neue Ideen, neue Vorbilder und neue Gespräche darüber, wie wir älter werden wollen.

In 50 über 50 treffe ich inspirierende Persönlichkeiten und führende Expertinnen und Experten aus Medizin, Wissenschaft, Psychologie, Kultur und Gesellschaft. Gemeinsam sprechen wir über Gesundheit, Beziehungen, Arbeit, Sinn und alles, was die zweite Lebenshälfte zu einer der spannendsten Phasen unseres Lebens machen kann.

50 über 50 ist für alle, die neugierig bleiben möchten – auf ihren Körper, ihren Geist und das Leben.

Für eine neue Kultur des Älterwerdens.

von und mit Stephanie Hielscher

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