00:00:04: Und herzlich willkommen bei Fünfzig über Fünfzig, dem Podcast über die zweite Lebenshälfte.
00:00:10: Ich freue mich aus der Winterpause zurück zu sein und heute starten wir mit einer besonders emotionalen Folge.
00:00:17: Es gibt Themen, die begleiten uns irgendwie ein Leben lang leise im Hintergrund.
00:00:21: Und trotzdem sprechen wir kaum darüber.
00:00:24: Tod und Trauer sind genau solche Themen für mich.
00:00:27: Ich habe mich lange nicht getraut, das hier öffentlich zu machen, obwohl es mir immer wieder begegnet ist, durch Gespräche, durch meine Community, die sich dieses Thema schon lange wünscht und durch mein eigenes Leben.
00:00:39: Heute tue ich es trotzdem.
00:00:41: Und zwar mit einer Frau, die einen unglaublich klaren, warm und ehrlichen Blick auf Trauer hat.
00:00:47: Leon Jung ist Model, Fernseher-Redakteurin, gelernte Altenpflegerin und Buchautorin, Umzug in den Himmel, und begleitet Menschen durch Verlust, Abschied und Endlichkeit.
00:00:58: Und sie spricht darüber nicht nur als Expertin, sondern auch als Enkeltochter, als liebender Mensch, als jemand, der mit einem Leben steht und das Ende des Lebens anderer schon oft aktiv begleitet hat.
00:01:09: Dieses Gespräch ist emotional.
00:01:11: Es ist ehrlich und es hat mich mehr mitgenommen, als ich vorher dachte.
00:01:16: Ich wünsche dir, dass du beim Zuhören auch etwas für dich und dein Leben mitnehmen kannst.
00:01:25: Ich bin gespannt auf das Gespräch, weil das Thema ziemlich tabuisiert ist.
00:01:31: Es geht um Tod, es geht um Trauer.
00:01:34: Also, ich glaube, es wird mit den Jahren so ein bisschen leichter, aber für mich ist das noch nicht lange ein Thema, was ich so öffentlich bespreche.
00:01:43: Bei dir ist das natürlich anders, ne?
00:01:46: Total.
00:01:46: Ja.
00:01:47: Wie, was war dein ... Erster Berührungspunkt, vielleicht kannst du mal erzählen, warum du in so tendenziell eher jüngeren Jahren schon so viel Berührung mit Tod, Trauer und diesen schweren Themen hast.
00:02:01: Ich bin auf sehr, sehr großen Umwegen in der alten Pflege gelandet und das hat natürlich dazu geführt, dass ich sehr intensiv mit dem Thema Tod und Trauer konfrontiert gewesen bin in einem Alter, wo sich jetzt andere Menschen vielleicht nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigen.
00:02:18: Und da bin ich auch das allererste Mal so richtig mit beiden Themen konfrontiert gewesen.
00:02:23: Ich habe zwar mit Streitzehn ein Großvater verloren und bin da auch sehr dankbar für, dass meine Eltern einen sehr offenen Umgang mit dem Thema gehabt haben.
00:02:32: Aber so, dass ich mich auch richtig intensiv damit befasst habe, das kam dann wirklich erst in der alten Pflege.
00:02:39: Du hast ja gerade ein Buch geschrieben, das heißt Umzug in den Himmel und ist ganz toll und ganz nah an dir und trotzdem erzählt es.
00:02:46: Ganz viel über die Sachen, ganz viel allgemeines und gibt auch Handlungsanweisungen, Tipps, gibt ganz viel Raum für Verständnis und für Gedanken und auch so dafür, dass jeder mit diesem Thema so umgehen darf, wie er es gerade will.
00:03:03: Also danke dafür, dass du das geschrieben hast.
00:03:05: Es ist wahnsinnig wichtig, dass das in der Gesellschaft sozusagen besprochen wird und nicht ein Thema ist, was so ausgeklammert wird.
00:03:13: Was war denn der Moment, der dich dazu gebracht hat, zu sagen, okay, ich muss jetzt irgendwie mit dieser Arbeit rausgehen, die geht so von mir, also über mich hinaus und ich merke, dass da so eine Mission ist?
00:03:25: Nachdem man Opa gestorben ist, habe ich ganz neu gemerkt, wie überfordert mein Umfeld gewesen ist und habe dann gemerkt, okay, ich habe Social Media, ich habe viele Menschen, die ich damit erreichen kann und ich möchte über das Thema mehr sprechen.
00:03:41: Noch mal kurz zurück.
00:03:42: Was hat dir denn den Mut gegeben, diese Entscheidung zu treffen, deinen Großeltern in den Tod zu begleiten?
00:03:50: Ich hab die so unendlich deugeliebt und ich hab mir immer die Frage gestellt, wenn das bei mir selber so wäre, würden sie das auch für mich machen.
00:03:57: Und das ist zwar nicht das Leben, das ist ja kein Wettbewerb, aber wir hatten eine so, so enge Verbundenheit und ich sag immer ... Nicht jeder Mensch hat die psychischen und physischen Kapazitäten jemandem beim Sterben zu begleiten.
00:04:09: Und das sagt auch nichts über die Liebe aus, ob du das kannst oder nicht.
00:04:13: Ich finde, das ist was ganz, ganz Wichtiges, was wir uns alle auch immer wieder sagen müssen.
00:04:17: Aber wenn du die Möglichkeit dazu hast, dann ist das ein ganz, ganz, ganz toller Liebesbeweis.
00:04:22: Und ich hatte natürlich auch das Know-how aufgrund meiner Ausbildung.
00:04:26: Ich wusste natürlich, wie man sich verhält.
00:04:28: Ich wusste irgendwie, na.
00:04:31: Obwohl ich so lange nicht mehr in dem Job bin, wusste ich trotzdem, wie ich mich zu verhalten habe.
00:04:35: Und ich glaube, das hat mir die Entscheidung eigentlich so ein bisschen abgenommen.
00:04:39: Weißt du, dass ich ... A natürlich so ein bisschen vom Fach gewesen bin.
00:04:43: Und B, mir das in so jungen Jahren schon versprochen hatte, dass das irgendwie so ... Ich hab mir gar nicht die Frage gestellt, das nicht zu machen.
00:04:51: Das war so für mich ganz klar.
00:04:53: Wenn du jetzt sagst, du weißt, wie man sich zu verhalten hat, wie hat man sich denn zu verhalten?
00:04:58: in so einem Sterbeprozess als Angehöriger oder als begleitender Mensch?
00:05:03: Das Allerwichtigste für mich ist Normalität zu schaffen.
00:05:06: Denn so eine Normalität oder auch eine Leichtigkeit bedeutet nicht, dass man die Krankheit oder den Sterbeprozess ignoriert.
00:05:12: Aber weißt du, wenn es einem doch selber total schlecht geht, dann macht das die Situation noch nicht besser, wenn dein Umfeld um dich herum nur Schwere in die Situation bringt.
00:05:28: Mir wurde neulich die Frage gestellt, sag mal, hast du zu deinem Opa damals gesagt, weißt du eigentlich, dass du stirbst?
00:05:36: Und dann war ich so, nee, also die Frage habe ich nie gestellt, weil das wusste er, da mussten wir nicht drüber sprechen.
00:05:43: Ich habe viel mehr dafür gesorgt, dass die Leichtigkeit am Raum gewesen ist, die wir unser ganzes Leben gehabt haben.
00:05:49: Mein Großvater ist an einem Freitagmorgen gestorben.
00:05:52: Ich habe Donnerstag, bevor er gestorben ist, habe ich den ganzen Tag laut seinen Lieblingslieder gehört.
00:05:57: und habe die laut im Raum gesungen.
00:05:59: Und damit habe ich nicht den Zustand ignoriert, aber ich habe dafür gesorgt, dass Leichtigkeit in einer superschweren Situation entstanden ist und dass er nicht noch mehr Schwere von mir bekommen hat.
00:06:11: Natürlich habe ich zwischendurch geweint.
00:06:12: Sehr klar.
00:06:13: Aber trotzdem habe ich mir Mühe gegeben, dass das ganz, ganz viele, sage ich mal, in Anführungszeichen normale Momente in einer Extremsituation da gewesen sind.
00:06:23: Und es ist dann ja auch eine Situation, in der sich auf einmal die rollen.
00:06:27: Verdrehen, ne?
00:06:28: Kannst du mal erzählen, wie du das für dich erlebt hast?
00:06:31: Ich hab das große Glück gehabt, dass ich mit meinem Großvater tatsächlich bis eine Woche bevor er dann wirklich gestorben ist, noch ganz, ganz viele, ganz tolle Gespräche gehabt hab.
00:06:42: Also ich habe nichts unausgesprochen gelassen, wofür ich sehr dankbar bin.
00:06:45: Es gibt ja sehr, sehr viele Menschen, die einen Verlust erleben, wo einfach ganz, ganz vieles unausgesprochen geblieben ist.
00:06:52: Und da bin ich unendlich dankbar für.
00:06:54: Und dadurch, dass das so gewesen ist, war das zwar natürlich so, dass ich ihn gepflegt habe, aber unsere Gespräche waren trotzdem so... Er war immer noch mein Opa.
00:07:03: Und er hat die Rolle auch immer noch sehr ernst genommen.
00:07:06: Und ich glaube, damit hat er mir gewissermaßen auch einige Tage so ein bisschen leichter gemacht.
00:07:12: Weil wir hatten natürlich in Anführungszeichen diesen Rollenwechsel, dass ich ihn gepflegt habe.
00:07:17: Aber trotzdem in der Kommunikation war er weiterhin mein Großvater.
00:07:21: Und deswegen war unser Rollenwechsel nicht so intensiv, wie er, glaube ich, bei vielen Menschen ist, die dann in den letzten Wochen gar nicht mehr sprechen können.
00:07:30: Verstehe.
00:07:31: Also er hat diesen Sterbeprozess, wenn ich mir das jetzt so vorstelle, auch aktiv so mitgestaltet, dass es für dich auch leichter war.
00:07:38: Also ihr habt euch da beide so durchgetragen?
00:07:40: Total.
00:07:41: Und das beschreibt auch eigentlich unsere Verbindung total gut, weil das irgendwie mein ganzes Leben so gewesen ist, dass wir uns immer sehr, sehr gut ergänzt haben.
00:07:49: Und wenn man auf dieser Zeit zurückblickt, war das natürlich die Herausforderung zur Zeit meines Lebens.
00:07:55: Aber es gab so viele schöne Momente in dieser Zeit, wo ich wirklich einfach jeden Tag dankbar für bin, dass ich das erleben durfte.
00:08:05: Was sind so Momente, die dir besonders hängen geblieben sind?
00:08:09: Als klar war, ich muss jetzt zu meinen Großaltern ziehen.
00:08:13: Bin ich angekommen und ich bin mit Jacke und mit Cappy ins Schlafzimmer, mein Großvater lag im Bett.
00:08:19: Und der erste Satz, den er zu mir sagte, war, willst du das wirklich?
00:08:25: Und da hab ich ihn angeguckt und hab gesagt, wenn ich jetzt hier liegen würde, was würdest du machen?
00:08:30: Hat der gesagt, da stehen.
00:08:32: Ich gesagt, ich so.
00:08:33: Damit hast du dir eigentlich die Frage selbst beantwortet.
00:08:37: Also ich weine auch eigentlich, weil ich es so schön finde.
00:08:40: Heißt du, was ich so schön finde?
00:08:42: Das für mich ist das so eine besondere Situation gewesen.
00:08:47: Und ich hab schon so vielen Leuten erzählt, aber es hat noch nie jemand so emotional reagiert wie du.
00:08:51: Also das finde ich ganz schön.
00:08:52: Also dass du, weil ... dass für mich damals ein so großes, großes Ding gewesen war, dass wir wieder miteinander stammten, weil ohne viel zu sagen, so klar war, du weißt doch, dass ich hier bleibe.
00:09:06: Und da gab es dann auch keine Diskussion mehr.
00:09:09: Und weißt du, Liebe ist das allergrasseste auf der ganzen Welt.
00:09:14: Und Strauer ist ja einfach ein ganz, ganz großer Liebesbeweis.
00:09:18: Und ich finde, in dem Moment hat man einfach gemerkt, okay, Also ich liebe meinen Opa so sehr, aber er liebt mich auch als Enkeltochter so sehr.
00:09:26: Und mein Opa war ein Meister darin, dass er immer, er wollte immer alle Leute schützen, davor, dass sie mitbekommen, wenn's ihm nicht so gut geht.
00:09:35: Der war jetzt kein Verdrängungskünstler, aber der wollte das nicht, dass es mir nicht gut geht mit irgendwas.
00:09:42: Und das war so schön, das ist so, das waren so kurze Sätze, aber es war halt einfach so klar.
00:09:51: mal irgendwie elf Uhr und ich trinke super selten Alkohol.
00:09:55: Und vor allem habe ich ganz wenig Alkohol mit meinen Großeltern getrunken.
00:09:59: Also ich kann mich gar nicht daran erinnern.
00:10:01: Also jetzt so in den letzten Jahren meiner Großmutter, da habe ich mal auf den Kreislauf mit ihren kleinen Sekt getrunken oder so.
00:10:07: Aber es ist jetzt nicht so, dass ich mit meinen Großeltern am Tisch saß und eine Flasche Wein getrunken habe.
00:10:13: Und dann sagte er zu mir um elf Uhr, willst du ein Glas Wein?
00:10:18: Und er lag im Bett und ich war so.
00:10:20: Okay, das ist ein Satz, den habe ich noch nie gehört von ihm.
00:10:23: Und dann war ich so, also ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich um elf Mann Wein getrunken habe, bin in die Küche und meine Großeltern waren sehr sparsam.
00:10:31: Es gab Sachen, auf die sie ganz lange gespart haben, wie Urlaube und Reisen, aber für einen Wein viel Geld auszugeben.
00:10:40: Nein, nein, auf gar keinen Fall.
00:10:41: Und also, ich hatte immer so wirklich sehr, sehr günstigen Wein, hat ihn aber geschmeckt.
00:10:46: Und dann hab ich wirklich so ein Tetrapackwein aus dem Kühlschrank geholt und hab uns zwei Gläser eingeschenkt und bin zurück an sein Bett.
00:10:55: Und dann haben wir auch wirklich angestoßen und haben uns beiden gesagt aufs Leben.
00:11:00: Und das war der Start in eine sehr intensive Zeit, wo ich auf jeden Fall massiv von meinen Grenzen gekommen bin.
00:11:07: Ich hab es trotzdem durchgezogen.
00:11:09: Ich hab mir Versprechen gehalten.
00:11:10: Das hab ich mir auch immer wieder gesagt.
00:11:13: Und ... Ja, Rückblickend würde ich sagen, dass eigentlich so dieser, dieser erste Moment, wie ich da war, war auf jeden Fall so der Intensivste und Schönste von uns.
00:11:25: Was ist für dich der ehrlichste Satz über Trauer, den du je gedacht hast?
00:11:28: Vielleicht musst du den auch noch gar nicht ausgesprochen haben, aber ja.
00:11:33: Das habe ich gerade eben schon gesagt, dass Trauer wirklich der allergrößte Liebesbeweis ist, den man, den man Menschen schenken kann.
00:11:43: Irgendwie, ich hab das Gefühl, es wird seit mehreren Jahren sozusagen mir auch so reingespült, dieses Thema.
00:11:50: Auch ein bisschen von der Community, auch als ich vorher hatte schon einen anderen Podcast, der sich immer so mit einem Thema befasst hat und alle mal gesagt, mach mal was über Trauer und so.
00:11:58: Und ich hab mich nie getraut.
00:12:01: Und jetzt ist halt das erste Mal, dass ich was dazu mache und da so auch drüber spreche, beziehungsweise ich stellte ja eigentlich nur Fragen, aber irgendwie nimmt es mich trotzdem krass mit.
00:12:11: Aber sag mal, du hast gesagt, du hast dich nie richtig getraut.
00:12:14: Also, magst du teilen, warum du dich noch nicht getraut hattest, das aufzunehmen?
00:12:18: Ich kann es dir noch nicht mal richtig sagen.
00:12:20: Ich glaube, bei mir ist Trauer, was immer so über mir hängt.
00:12:26: In meiner Familie gibt es eine sehr kranke Person, die aber kranke seit ich ganz, ganz klein bin.
00:12:31: Also, seit ich fünf bin oder so.
00:12:35: Und ich weiß nicht, für mich war das so eine Bedrohung, seitdem ich ganz klein bin.
00:12:39: die sich immer noch nicht erfüllt hat.
00:12:41: Und diese unerfüllte Bedrohung ist halt auch ein ganz schönes Brett.
00:12:46: Und da schwenkt auch einfach so eine Grundangst mit, weil man weiß, okay, das passiert.
00:12:50: Und dann denkt man immer, okay, jetzt passiert es.
00:12:53: Und dann passiert es nicht.
00:12:54: Und dann vergehen wieder Jahre oder es vergehen Monate.
00:12:57: Das ist ja das, was ich dir auch eben gesagt habe, ne?
00:13:00: Es gibt wirklich eine Sache, die keine Überzeit hat und kein Kalender kennt.
00:13:03: Und das ist der Tod.
00:13:04: Du hast halt gar keine Ahnung, wann das passiert.
00:13:08: Und deswegen ist das auch ehrlich gesagt, ich habe einmal in der Woche Gespräche mit Menschen dazu, wo ich genau das sage.
00:13:14: So, wir ringen uns über so viele Kleinigkeiten auf, wir ringen uns über Stau auf, darüber, dass wir drei Mal am Stück an einer roten Ampel stehen.
00:13:22: Das ist total egal.
00:13:24: Wenn du das einfach mal umdrehst und dir überlegst, okay, ich stehe jetzt an drei roten Ampeln.
00:13:29: Ich kann die Zeit dafür nutzen, um zu reflektieren, was ist in der Woche gut gewesen oder was ist in der Woche nicht so gut gewesen.
00:13:34: Was möchte ich in der nächsten Woche anders machen?
00:13:37: Diese Aufregung kostet so unendlich viel Lebenszeit, weil ich weiß, was heute ist.
00:13:41: Ich weiß, was jetzt gerade ist.
00:13:42: Ich weiß nicht, was morgen ist.
00:13:44: Und dieses Bewusstleben und sich damit auseinanderzusetzen, ich glaube, das ist die allergrößte Veränderung in mir selber, dass ich, Steffi, mir sind so viele Sachen einfach egal geworden.
00:13:57: Also, sie sind mir wirklich egal geworden.
00:13:59: Und das heißt nicht, dass ich bin ja eine hochsensible Frau und ich bin vor allem eine sehr emotionale Frau.
00:14:05: Aber ... Die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit hat mich dahingehend wirklich dazu geführt, dass ich ein so viel bewussteres Leben heute lebe.
00:14:14: Und das ist total schön, weil ich auch einfach diese schönen Sachen und die guten Sachen, die im Leben so passieren.
00:14:21: Und die kleinen Sachen, die auch den ganzen Tag passieren, die total schön sind.
00:14:26: Die viel mehr Wertschätzung, die viel mehr an mich ran sauge.
00:14:30: Weil, ja.
00:14:32: Das Leben ist eine krasse Wundertüte und wir wissen alle einfach nicht, was morgen ist.
00:14:36: Aber wie macht man denn jetzt diesen Topf auf?
00:14:39: Also, wie würde ich das machen?
00:14:42: Also, wie würde ich das sozusagen integrieren?
00:14:46: Ich glaube, ich habe diese andere Seite total.
00:14:48: Ich erfreue mich an ganz kleinen Dingen und mir geht es gut.
00:14:51: Und ich habe ein ganz schönes Leben und würde auch sagen, dass ich bewusst lebe und all das.
00:14:57: Aber trotzdem gibt es da diese Tür, die ich gar nicht aufmachen will.
00:15:01: Und wenn du jetzt sagst, dir das total viel geholfen hat und dein Leben noch besser gemacht hat, dann macht mich das natürlich neugierig.
00:15:07: Aber ich weiß gar nicht, wie man das macht.
00:15:10: Also, bei mir war natürlich der Ausschlaggebende Grund dafür, dass ich halt wirklich diesen Verlust erlebt habe und dadurch einfach gemerkt habe, so, okay, was zählt wirklich im Leben?
00:15:18: Also, ich will jetzt nicht sagen, dass wir alle nur dahin kommen, wenn wir einen schweren Verlust erlebt haben, aber ich glaube, die meisten Menschen, die einen schweren Verlust erlebt haben, die sagen was Ähnliches wie ich, die sagen, es ist... eine ganz, ganz große Scheiße.
00:15:33: Und das ist die allergrößte Herausforderung, das ist das Schlimmste überhaupt.
00:15:37: Aber man wird, was viele Sachen angeht, wird man wirklich bewusst dafür.
00:15:42: Ganz, ganz, ganz, ganz, ganz viele unterschiedliche Themen, die davor irgendwie so groß schienen und dann plötzlich ganz, ganz klein gewesen sind.
00:15:50: Aber wie bei allem im Leben ist es doch ein bisschen so, die halbe Miete ist zu erkennen, dass da irgendwas in dir schlummert.
00:15:56: Und das hast du ja.
00:15:57: Weißt du, du erkennst ja, hey, das ist ein Thema, das hab ich schon so lange, aber ich hab das irgendwie so vor mir weggeschoben, aber du weißt, dass es da ist.
00:16:05: Und das ist doch immer die halbe Miete, um das anzugehen und um das genauer anzuschauen.
00:16:10: Und ich mein, wir könnten jetzt hier zehn Stunden miteinander sitzen und da reingehen und gucken, okay, wann ist was passiert und an welchen Schrauben können wir drehen?
00:16:19: und an welchen Schrauben können wir nicht drehen, weil ... Das ist ja bei uns im Leben allgemein so.
00:16:24: Es gibt einfach unendlich viele Schrauben, an denen wir immer drehen können und an denen wir uns verbessern können, an denen wir an uns arbeiten können.
00:16:31: Aber es gibt auch einfach Schrauben, die sind festgezogen.
00:16:35: Da müssen wir akzeptieren, dass sie einfach so sind.
00:16:38: Ja, es ist interessant, diese Unterscheidungen auch treffen zu können.
00:16:41: Das macht ja auch so eine Weisheit und so eine Akzeptanz irgendwie aus.
00:16:45: Was kann ich also meinen?
00:16:46: Opa, der hat so eine Karte.
00:16:48: In neben seinem Bett, wo drauf stand, her, gibt mir die Weisheit zu unterscheiden, was sich beeinflussen kann und was sich ändern kann.
00:16:55: Und ich weiß nicht genau, wie der Spruch geht, aber das ist schon natürlich auch eine ganz große Lebensaufgabe und eine Kunst, wenn man das geschafft hat.
00:17:06: Aber das ist ja auch als Trauerbegleiterin.
00:17:08: Nein.
00:17:08: Nein.
00:17:09: Ich bin
00:17:09: keine Trauerbegleiterin.
00:17:10: Was bist du denn?
00:17:11: Du sprichst aber mit Menschen, die trauern.
00:17:13: Ja.
00:17:14: Ich habe eine Ausbildung zur psychologischen Beraterin gemacht.
00:17:17: Ich mag irgendwie dem Begriff Coach nicht so gerne und habe mich jetzt irgendwie damit angefreundet, dass ich Mentorin ganz schön finde.
00:17:23: Und ich finde auch tatsächlich psychologische Beratung klingt auch tatsächlich schön.
00:17:27: Das mag ich ganz gerne.
00:17:28: Das soll jetzt nicht sagen, dass jeder, der sich für den Namen Coach entscheidet, dass das doof ist.
00:17:33: Aber ich für mich mag den nicht so gerne.
00:17:36: Und ich mache auch Trauerarbeit im Zuge dessen, aber es ist nicht eine klassische Trauerbegleitung.
00:17:41: Da gibt es ganz, ganz tolle, ausgebildete Menschen, die sich wirklich ausschließlich auf Trauer konzentrieren.
00:17:47: Und ich würde mal sagen, bei mir sind so dreißig Prozent der Klienten, dann kommen zu mir aufgrund von einem Verlust.
00:17:56: Okay.
00:17:56: Und wie sieht deine Begleitung da aus?
00:17:59: Also natürlich ist das individuell, aber du wirst ja auch deine Tools haben, mit denen du so arbeitest.
00:18:04: Das ist ja wirklich das, was du auch gerade gesagt hast, dass wir alle so unterschiedlich trauern und deswegen kann ich jetzt gar nicht sagen, okay, das sind jetzt irgendwie die bestimmten Tools, aber was ich tatsächlich mit allen mache, ist das Ausarbeiten von Ritualen, weil ich finde, Rituale sind was total Befreiendes, nicht nur für dich selbst, sondern auch für deine Familie und auch für deinen Umfeld.
00:18:25: Und das kann total viel Ruhe und total viel Liebe schenken, wenn du das in dein Leben integrierst und in dein Alltag integrierst.
00:18:32: Und deswegen, das ist auf jeden Fall was, was ich eigentlich mit allen mache, Trauerrituale ausarbeiten.
00:18:38: Kannst du da mal so ein paar Beispiele geben?
00:18:40: Ich glaube, dass einfach so Trauerrituales Kerze anzünden.
00:18:44: Ich habe zum Beispiel eine Kerze, die an einem bestimmten Fensterbrett ist.
00:18:50: Und das ist so mein Trauerfenster.
00:18:52: Und wenn ich das Gefühl hab, dass es mich meine Trauer überrollt und die überrollt mich immer noch und die wird mich auch mein Leben lang überrollen, weil es gibt immer wieder Lebensphasen und es gibt immer wieder Ereignisse, die ich sehr, sehr gerne mit meinen Großeltern teilen möchte.
00:19:05: Und die teile ich noch immer mit ihnen, aber ich teile sie mit ihnen einfach auf einem anderen Weg.
00:19:09: Ich spreche mit ihnen trotzdem, aber sie sind halt nicht mehr da.
00:19:12: Und das ist auf jeden Fall was, was ich sage, obwohl ich die ganze Zeit mit Trauer arbeite.
00:19:19: Ich finde das auch weiterhin richtig, richtig dolle Doof, ne?
00:19:22: Weil ich rede mit ihnen, aber sie sind ja nicht mehr vor mir.
00:19:26: Und das finde ich, also das ist an manchen Tagen super schmerzhaft.
00:19:30: Das ist tatsächlich so mein alter Alltagsritual.
00:19:34: Also auch zum Beispiel heute Morgen gab es so eine herausfordernde Nachricht und da war ich irgendwie so ein bisschen so ... Okay, weiß nicht so genau, wie ich mich gerade fühle.
00:19:42: Und dann habe ich die Kerze angemacht und dann habe ich eine Tasse und auf der Tasse steht Opa.
00:19:47: Und ich war auf einem Flohmarkt eine Woche, nachdem mein Opa gestorben ist.
00:19:50: Und tatsächlich am ersten Stand war diese Tasse, wo Opa drauf steht.
00:19:54: Die ist sehr, sehr kitschig.
00:19:55: Und dann sitze ich immer mit meiner Opa-Tasse an der Kerze.
00:19:58: und spreche teilweise meine Gedanken laut aus, manchmal auch wirklich einfach nur für mich.
00:20:03: Manchmal schreibe ich sie auf, aber ich sitze einfach im Fenster in der Kerze und fühle mich in dem Moment einfach sehr zu den beiden Verbunden.
00:20:11: Ja, ist das schön.
00:20:12: Und das ist ein ganz einfaches Trauerritual, was auch jeder in irgendeiner Art und Weise integrieren kann, wenn man sich danach führt.
00:20:19: Ja, ja, absolut.
00:20:20: Genau, das ist ganz einfach.
00:20:21: Und das ist natürlich schön, da sowas zu Hand zu haben, was einem hilft und was sozusagen Diese Verbindung dann wieder herstellt, ne?
00:20:31: Werbung.
00:20:33: Ich nehme euch jetzt mal mit in meinen Badezimmer.
00:20:37: Es ist morgens nicht dramatisch früh, aber
00:20:39: früh genug,
00:20:40: dass es schnell gehen sollte.
00:20:42: Der Kaffee steht schon da und ich denke, okay, bitte nichts kompliziertes.
00:20:46: Ich war lange ziemlich überfordert von Make-up.
00:20:49: Zu viele Produkte, zu viele Trends, ständig dieses Gefühl, man müsste mehr machen.
00:20:53: Und irgendwann habe ich gemerkt, Ich möchte mich schminken, aber es soll sich leicht anfühlen.
00:20:58: Unaufgeregt und nach mir.
00:21:00: Und genau aus diesem Grund schminke ich mich tatsächlich am liebsten mit
00:21:03: Kess Berlin.
00:21:04: Einfach, weil die Produkte so easy in der Anwendung sind.
00:21:08: Kein großes Nachdenken, kein Perfektionismus.
00:21:10: Sie funktionieren auch an Tagen, an denen alles ein bisschen schneller gehen muss.
00:21:14: Was ich besonders mag?
00:21:16: Viele Produkte sind multifunktional.
00:21:18: Mein absoluter Favorit ist der Duo Stick.
00:21:21: Den benutze ich für Wangen, Lippen, manchmal auch für die Augenlieder.
00:21:24: Ein Produkt, mehrere Möglichkeiten und ganz ehrlich, man kann dabei nicht viel falsch machen.
00:21:29: Das ist für mich extrem entspannend.
00:21:32: Die Sachen sind kompakt, passen in jede Handtasche, laufen nicht aus, schmieren nicht.
00:21:37: Ich trage vieles einfach mit den Fingern auf und dank der cremigen Textur verschmilzt der Blasch so schön mit der Haut.
00:21:43: Kein Pinsel, kein Aufwand und trotzdem sehe ich frisch aus und vor allem noch wie ich selbst.
00:21:49: Man kann bei den Farben zwischen dreizehn verschiedenen Wählen.
00:21:51: Wenn ihr euch unsicher fühlt, auf der Webseite gibt es einen AI Shade Finder, der wirklich hilft.
00:21:57: Das nimmt viel Druck raus.
00:21:59: Meine Lieblingskombination zurzeit ist übrigens
00:22:02: Rose
00:22:02: als Blush und Champagne Glow als Highlighter.
00:22:06: Wenn ihr neugierig seid, schaut gerne mal bei Cas vorbei.
00:22:09: Den Link findet ihr natürlich in den Show Notes.
00:22:12: Mit dem Coach Stephanie-Zwanzig bekommt ihr zwanzig Prozent auf alle Produkte, gültig bis zum einbreißigsten März, zwanzigzechsundzwanzig.
00:22:20: Mein persönlicher Tipp, schaut euch auch die Sets an.
00:22:23: Ich mag zum Beispiel das Your Duo plus CC Set mit dem Duo Stick und der
00:22:28: CC Cream.
00:22:30: CC steht für
00:22:31: Color Correction.
00:22:32: Zwei Produkte, die bei mir einfach immer gehen.
00:22:35: Für mich hat es meine Mega-Proteine deutlich entspannter gemacht.
00:22:38: Und genauso darf sich das Monks auch anfühlen.
00:22:46: Und ich habe einen Traurator, der mich auch im Titel von dem Buch inspiriert hat, also unter anderem dazu inspiriert hat.
00:22:53: Als meine Großeltern gestorben sind, war der Sonnenuntergang ganz, ganz, ganz bunt.
00:22:58: Und inzwischen ist das wirklich, also wenn man in unseren Familienchat guckt, da ist jede Woche irgendwo bunter Himmel drin, weil das ist so ein bisschen unser Familienritual geworden.
00:23:08: Okay, wenn der Himmel bunt ist, dann sagen die da oben Hallo.
00:23:11: Und das ist ein Ritual, was ich nicht beeinflussen kann.
00:23:14: Aber was ich dir sagen kann, dass der ... immer in den richtigen Momenten bunt ist.
00:23:19: Also wenn irgendwas besonders schwer ist oder irgendwas besonders schön, zum Beispiel an meinem Buchlaunch war der Himmel in den allerbuntesten Farben, an meinem Geburtstag war der Himmel in den allerbuntesten Farben.
00:23:30: Und ich bin dann auch wirklich in dem Moment, nur bei den beiden, egal, wo ich gerade bin.
00:23:35: Also, keine Ahnung, ich stehe am Set und ich bin eigentlich gerade irgendwie verantwortlich für ganz, ganz viele Sachen.
00:23:41: Also am Fernsehset.
00:23:43: Und alle sind so, okay, Leo, bist du eigentlich noch da?
00:23:46: Und ich bin natürlich da, aber ich bin eben auch mal ganz kurz da oben und freue mich total weit mit, dass einfach total gut fühlen lässt.
00:23:55: Schön.
00:23:56: Ja, das ist auch schön.
00:23:57: Also diese Idee.
00:23:59: Ich denke das auch, die Verbindung hört ja nicht auf, nur weil die Menschen nicht mehr auf der Erde sind.
00:24:04: Also es verbindet uns ja ganz viel und wenn du dann solche Zeichen hast, die dir das dann einfach visuell dann auch noch mal zwischendurch bewusst machen, ist das natürlich voll die schöne, schöne Sache.
00:24:18: Würdest du sagen, dass man sich auf Trauer vorbereiten kann?
00:24:22: Kann man nicht.
00:24:23: Also du kannst ganz, ganz viele Sachen machen.
00:24:25: Also ich habe in meinem Buch auch ein Kapitel geschrieben, das geschrieben, das heißt Pre-Trauer.
00:24:29: Das ist die Trauer, die vor dem eigentlichen Verlust stattfindet.
00:24:33: Und da gibt es auch einen Begriff in der Psychologie.
00:24:35: Es ist die Antizipatorische Trauer.
00:24:39: Und wenn du dich damit befasst, dann kannst du dir gewisse Sachen so ein bisschen schöner machen in Anführungszeichen.
00:24:48: Also zum Beispiel habe ich in dieser ganzen Pre-Trauer-Phase habe ich einfach wirklich alles gegeben, dass ich wirklich nichts unausgesprochen lasse.
00:24:58: Ich habe alles ausgesprochen, was ich immer ausgesprochen haben wollte.
00:25:02: Und weißt du, wir haben nicht alle die Möglichkeit dazu, das weiß ich.
00:25:05: Aber umso wichtiger sage ich, also umso wichtiger ist es, dass wir auch die Zeit heute nutzen.
00:25:10: Weißt du, wenn wir jetzt hier gleich fertig sind, ich habe heute meine Mama noch nicht angerufen.
00:25:14: Ich sehe sie heute Abend, weil ich heute in den Schwarzwald fahre.
00:25:17: Aber wenn ich hier fertig bin, rufe ich sie an und frag sie, wie es hier geht.
00:25:21: Und dann sage ich ihr, dass ich mich freue.
00:25:23: Ich bin heute acht Stunden im Auto.
00:25:24: Ich freue mich auf zu Hause, ich freue mich auf dich.
00:25:27: Weißt du, das sind alles Sachen, die wir alle machen können.
00:25:30: Und ich fand das irgendwie neulich, hat jemand was zu mir gesagt, wo ich total verbundet gewesen bin, weil es noch nie jemand gesagt hat.
00:25:38: Hat jemand zu mir gesagt, weißt du, Leo, am Ende des Tages leben wir jeden Tag, aber wir sterben auch jeden Tag.
00:25:46: Und ich saß vor dem und war so, das habe ich noch nie gehört, aber es ist so eine so eine interessante ... Denkweise, dass wir auch jeden Tag älter werden.
00:25:56: Und das klingt natürlich jetzt irgendwie total schwer.
00:26:00: Wir leben ja auch jeden Tag.
00:26:01: Und es ist so wichtig, Dinge auszusprechen.
00:26:06: Wenn ich das Gefühl habe, ich denke an jemanden, dann schreibe ich der Person eine Nachricht.
00:26:11: Und wenn das nur eigentlich denke nicht, ich habe gerade an dich gedacht, ich stehe gerade im Supermarkt.
00:26:16: Ich habe gerade dein Lieblingskuchen gesehen.
00:26:17: Ich denke an dich.
00:26:19: Ich mache das die ganze Zeit.
00:26:23: Also, eine Freundin von mir hat gerade eine sehr herausfordernde Lebensphase, wo es in einem Familienmitglied sehr, sehr schlecht geht.
00:26:31: Und das ist auch völlig in Ordnung, dass sie nicht auf meine Nachrichten reagiert.
00:26:35: Aber trotzdem schreibe ich jeden Tag, dass ich an sie denke.
00:26:39: Und ich finde, das ist so wichtig.
00:26:40: Und es kostet uns so wenig Lebenszeit, unseren Liebsten einzuchecken.
00:26:45: Das ist auf jeden Fall was, was ich durch diese, sag ich mal, vorausschauenden Trauer total intensiv ... für mich mitnehme, ist, dass ich immer alles ausspreche.
00:26:55: Auch negative Sachen?
00:26:56: Also auch, wenn du jetzt zum Beispiel ... ähm ... irgendein Problem vielleicht hast mit der Person und du denkst, das ist aber vielleicht was, was ich lieber mit mir löse, weil ich eventuell nicht weiß, wie sie darauf reagiert.
00:27:12: Also, das kommt schon, finde ich, immer so ein bisschen im Leben drauf an.
00:27:14: Wie groß ist das Problem?
00:27:16: Und ich frag mich immer selber, okay, ist es mir jetzt ... die Energie wert, da reinzugehen.
00:27:25: Oder ist das eigentlich gar nicht so doll und in achtundvierzig Stunden interessiert es mich nicht mehr?
00:27:31: Also ich stelle mir immer immer sehr intensiv die Frage, ist das ein Problem, was jetzt länger anhält und was ich in sechs Monaten noch mit mir rumtrage?
00:27:40: Oder ist das ein Thema, was in achtundvierzig Stunden keine Rolle mehr spielt?
00:27:43: Und wenn wir jetzt einen Streit haben, was ich nicht glaube, das ist jemals passiert.
00:27:50: Also dann bin ich natürlich sehr doll daran interessiert, dass wir das sehr zeitnah klären, weil ich finde, dass das was ganz Unangenehm ist, mit einem Streitgefühl ins Bett zu gehen.
00:27:58: Aber wenn wir irgendwie eine Meinungsverschiedenheit haben und ich mir denke, also Steffi, das was die da jetzt heute gesagt hat, ich finde das echt total doof, dann stelle ich mir wirklich die Frage, okay, ist das was ich... Morgen noch doof finde, ist das was, was ich in sechs Monaten noch doof finde?
00:28:15: und dann weg ich ab, sage ich dir das oder mache ich das einfach mit mir selber aus.
00:28:20: Ja.
00:28:21: Weil so wie du auch sagst, also das Allerletzte, was ich möchte, dass irgendwelche Menschen verletzen.
00:28:26: Also das will ich nicht.
00:28:27: Aber dennoch nehme ich auch Rücksicht auf meine Gefühle und auf meine Grenzen.
00:28:32: Und man muss nicht alles toll finden.
00:28:33: Und das ist auch total wichtig, dass man auch negative Sachen in Freundschaften und auch in so einem Familienleben aussprechen darf.
00:28:40: Das macht ja auch die Beziehung nur tiefer.
00:28:43: Das stimmt, da ist so Rechte.
00:28:45: Ich sag das immer in meiner Partnerschaft.
00:28:47: Wir haben in diesem Jahr so viele Herausforderungen gehabt, die aber nicht unsere Beziehungen betroffen haben.
00:28:53: Und das kann ich auf jeden Fall jetzt sagen, dass wir, wir sind so gefestigt als Team.
00:29:00: Und wir werden sicherlich auch so gefestigt als Team, wenn alles Sonnenschein und toll gewesen wäre.
00:29:05: Aber welches Leben ist schon nur Sonnenschein und toll?
00:29:08: Wenn du jetzt sagst, also ich musste jetzt auch an diesen Satz noch mal denken, dass wir jeden Tag leben, aber jeden Tag auch sterben.
00:29:15: Was hat es mit dir gemacht, diese Sterbeprozesse deiner Großeltern zu begleiten, mit der Trauer auch um deine eigene Endlichkeit?
00:29:24: Ich muss dir ehrlich sagen, ich habe keine Angst vor dem Tod.
00:29:28: Ich habe aber Angst davor zu sterben.
00:29:30: Und ich glaube, es geht ganz, ganz vielen Menschen so.
00:29:33: Ich glaube, auch viele Leute haben Angst vor dem Tod, weil man ... Also ich weiß ja auch nicht, was danach kommt.
00:29:39: Also ich hab so eine Vorstellung und ich hab jetzt, ich hab kein christlichen Glauben.
00:29:43: Ich sag immer, ich hab so mein Leo-Glauben, weil ich bin jetzt auch nicht so ganz klassisch spirituell.
00:29:49: Wird schon sagen, das geht eher in eine spirituelle Richtung.
00:29:52: Aber ich hab keine Angst vorm Tod.
00:29:54: Aber ich hab Angst vorm Sterben, weil einfach Sterben ist ... Ja, auch was total individuelles.
00:29:59: Und so viele Menschen ganz friedlich und ruhig gehen, gibt's ja auch einfach ganz viele Menschen, die einfach nicht friedlich und ruhig gehen.
00:30:06: Und da muss ich dir ehrlich sagen, da hab ich ganz wenig Lust drauf und da hab ich Angst vor.
00:30:10: So, das ist auf jeden Fall ein Thema, womit ich mich befasse.
00:30:13: Auch, ne?
00:30:15: Wo ich einfach weiß, das ist eine Angst, die ich habe.
00:30:18: Und das ist auch okay, dass ich die Angst hab.
00:30:19: Das ist ja nicht unmenschlich, diese Angst zu fühlen.
00:30:24: Aber das, was ich dir eben gesagt habe, dass ich wirklich dieses Bewusstleben, das ist das Dach von allem geworden.
00:30:35: Also das heißt, das gilt dann auch quasi für dich selber, also dass diese Endlichkeit dein Bewusstsein verändert, weil wenn du jetzt sagst, ruf deine Liebsten an, es könnte immer das letzte Mal sein und so weiter, aber du beziehst es dann auch auf dich, also du tust dir auch gute Sachen, du gehst gut mit dir um.
00:30:55: Weil du weißt, es könnte ja auch dein letzter Tag sozusagen sein.
00:30:58: Total.
00:30:59: Und es hat sich schon verändert durch diese Erfahrung.
00:31:01: Das hat sich definitiv verändert.
00:31:02: Ich war da schon immer, würde ich sagen, war ich auf jeden Fall recht weit vorne dabei, dass ich wirklich sehr regelmäßig bei meinen Liebsten einchecke.
00:31:11: Also zum Beispiel habe ich jeden Tag, bis meine Großeltern gestorben sind, um selbst hier nur angerufen.
00:31:16: Also wirklich jeden Tag von Montag bis Sonntag, egal wo ich war.
00:31:21: Und wenn ich ... Egal wo am Set stand, bin ich kurz aufs Klo gegangen.
00:31:25: Hallo, ich bin am Set.
00:31:26: Ich würde ganz kurz Hallo sagen, ich denke an euch.
00:31:28: Ich hab jetzt nicht so viel Zeit, ich ruf morgen an.
00:31:30: Das hab ich schon mein Leben lang irgendwie gemacht.
00:31:33: Aber inzwischen ist das zum Beispiel so, dass ich vor jeder Reise egal wo ich hinfahre, gibt's von mir in den Familienchat eigentlich Liebe durch.
00:31:41: Und wie gehst du mit dir um?
00:31:43: Das bewusste Leben meine ich vor allem auf mich selbst bezogen.
00:31:47: Das einfach, wie jetzt zum Beispiel das Staubeispiel von vorne.
00:31:51: Da bin ich ja alleine mit mir selber und ich hab selber an der Hand mich zu entscheiden, okay, man darf natürlich mal genervt sein.
00:31:57: Also wir sind alle von Dingen genervt.
00:32:00: Aber ich bin inzwischen so kurz von Dingen genervt, weil ich mir einfach denke, hey, Leos ist doch wirklich einfach nicht wichtig.
00:32:07: Was ist wichtig im Leben?
00:32:09: Gesundheit, Lebenszeit und das ist den Menschen, die mir Leben gut geht.
00:32:13: Alles andere ist total egal.
00:32:15: Es ist nervig, Geldprobleme sind nervig, super nervig, anstrengend.
00:32:20: Aber also ... Geld kommt und geht.
00:32:24: Gesundheit und Zeit ist unser allerkostbares Guten.
00:32:26: Das ist viel wichtiger als jeder Cent, den wir verdienen.
00:32:29: Und hast du gesundheitlich gut auf dich auf?
00:32:32: Total.
00:32:33: Ja?
00:32:33: Ja.
00:32:33: Was machst du so?
00:32:34: Ich nehme alle Vorsorgetermine sehr, sehr ernst.
00:32:37: Also, also auch wirklich sehr ernst.
00:32:40: Ich mach das sehr regelmäßig.
00:32:42: Ich lass regelmäßig mein Blut checken, aber nicht nur jetzt das große Blutbild, weil das große Blutbild ist das eine, aber es gibt ja immer noch sehr, sehr viele andere Sachen, die man checken kann.
00:32:50: Ich ernähre mich sehr bewusst.
00:32:52: Ich trinke ca.
00:32:53: gar keinen Alkohol.
00:32:55: Ich bin sehr, sehr viel in der Natur.
00:32:56: Das ist das Schöne als Hundemama, dass man dadurch natürlich bei Winter und Wetter draußen ist.
00:33:01: Also, ja, ich achte schon sehr, sehr, sehr doll auf meine Gesundheit.
00:33:07: Wenn Trauer eine Person wäre, wie würdest du sie beschreiben?
00:33:12: Das ist eine spannende Frage.
00:33:14: Von mir.
00:33:18: Dann würde ich ... Ja, auf jeden Fall sagen, dass ich sie ganz schön mies finde.
00:33:23: Und dass sie mein Leben schon ganz schön auf den Kopf gestellt hat.
00:33:28: Und dass ich stellenweise überhaupt nicht weiter wusste.
00:33:31: Aber dass ich durch sie erkannt habe, dass Liebe ein so krasses und tiefes Gefühl ist.
00:33:39: Und dass ich ehrlich gesagt vor vielen Jahren mich gar nicht damit befasst habe, dass Trauer einfach ein großes Liebeszeichen ist.
00:33:47: Da hab ich irgendwie nie drüber nachgedacht.
00:33:50: Das ist doch so.
00:33:52: Es war immer so Trauer.
00:33:54: Das ist irgendwie, okay, jemand stirbt, dann ist doch alles Scheiße.
00:33:58: Aber dabei ist Trauer und dieses Vermissen um einen Menschen, das ist ja wirklich für die Person, die nicht mehr da ist, ein so großes Geschenk.
00:34:09: Dass ich diese Trauer einfach so bewusst in meinen Alltag mitnehme.
00:34:13: Weißt du auch hier, ich hab sie auch hier dabei.
00:34:15: Wir reden ja über meine Großeltern.
00:34:17: Und was für ein großes Geschenk, dass sie einfach in mir ja immer irgendwie weiterleben.
00:34:22: Natürlich jetzt auch habe ich das große Glück, dass ich irgendwie beruflich auch was mache, wo ich meine Großeltern ja immer mitnehme.
00:34:30: Das ist total besonders.
00:34:32: Also, wenn Traue eine Person wäre, dann würde ich ihr schon auch sagen, hey, du bist wirklich richtig, richtig mies.
00:34:37: Mit dir habe ich auf jeden Fall die herausforderndsten Lebensphasen überhaupt gehabt.
00:34:43: Aber auch Danke, dass es dich gibt, weil weil es dich gibt, sind meine Großeltern immer bei mir.
00:34:50: Oh, das finde ich jetzt schön.
00:34:51: Ja, das ist sehr schön.
00:34:53: Du darfst auch ruhig meinen.
00:34:55: Ich krieg's noch hin.
00:34:55: Ich
00:34:56: krieg's noch hin.
00:34:57: Wundert mich
00:34:57: eigentlich.
00:34:58: Ich krieg's nicht mal
00:34:58: schnell weiter.
00:35:00: Ich krieg's schnell was mit meinem Tee hier.
00:35:02: Ja, trink was.
00:35:04: Also, ich hab gestern einen ganz, ganz tollen Satz gehört.
00:35:10: Trauer ist Schmerz und Heilung zugleich.
00:35:13: Und das sind ja, eigentlich sind es ja zwei gegensätzliche Gefühle, die aber doch stark miteinander zusammenhängen.
00:35:20: Geht dir durch den Kopf, wenn du das hörst.
00:35:22: Sehe ich genau gleich.
00:35:24: Weil Trauer ist für mich auf jeden Fall der allergrößte Schmerz, den ich in meinem Leben bislang gespürt habe.
00:35:33: Aber meine Trauer hat auch Dinge in mir geheilt, die mich früher total überfordert haben.
00:35:46: Mich haben früher wirklich so Kleinigkeiten haben mich, haben meinen Tag so dominiert.
00:35:56: Und das gibt's einfach nicht mehr.
00:35:59: Und deswegen hat da total viel Heilung stattgefunden, weil ich durch meine Trauer einfach so sehr gelernt habe, was hat wirklich zählt.
00:36:06: Und dass es einfach so viele Sachen gibt, die so belanglos sind.
00:36:10: Und ich weiß, ich wiederhole mich total, aber das hat mich früher so viel Lebenszeit gekostet.
00:36:15: Also wirklich, wirklich Kleinkram.
00:36:18: Also im Job, wenn ich irgendwelche Telefonate gehabt hab, mit wirklich Sachen, die völlig irrelevant waren, die mich aber dann total geärgert haben.
00:36:27: Und ich dann irgendwie gedacht habe, Mensch, Leute, das ist doch total doof, was gerade irgendwie gewesen ist.
00:36:32: Und ich finde das einfach doof.
00:36:35: Und ich habe dann diesen Ärger so im Tag irgendwie mit mir rumgeschleppt.
00:36:40: Und das hat total was mit mir gemacht, dass ich mich immer so leicht auch von Stimmungen beeinflussen lassen.
00:36:48: Und heute muss ich dir ehrlich sagen.
00:36:49: Bei den meisten Sachen in meinem Job ist es heute wirklich so, dass ich sage, also ich operiere nicht am offenen Herzen.
00:36:57: Ich gehe da gar nicht rein.
00:37:00: Ich mach meinen Job sehr gewissenhaft.
00:37:01: Ich weiß, ich mach ihn gut.
00:37:03: Aber das große Drama, das dürft ihr machen, ich stecke da nicht mit ins Auto ein.
00:37:11: Das ist voll schön.
00:37:12: Das klingt voll gut.
00:37:15: Und du hast ja total recht, ne?
00:37:17: Und das klingt so, als hätte sich so ein... Ja, nennt man das Gleichmut oder so?
00:37:23: Klingt so gleichmütig.
00:37:24: Ich hab Gleichmut, hab ich neulich, soll ich dir was sagen?
00:37:28: Das ist ein Wort, was ich im Jahr- und-zwei-tasend-Zwanzig gelernt habe.
00:37:30: Ja, ich kannte das nicht.
00:37:32: Ja.
00:37:32: Ich kenne das.
00:37:33: Ich hab das von Pauline Stockmann.
00:37:35: Sie hat das zu mir gesagt.
00:37:36: Sie hat mir gesagt, das ist eines ihrer Lieblingswörter.
00:37:39: Und ich war so, ich hab mich noch nie mit dem Wort befasst.
00:37:42: Und du hast gesagt, recht, ja, das ist so.
00:37:44: Guck mal, dann hast du es jetzt direkt integriert, nachdem
00:37:47: du ganz
00:37:48: frisch gelernt hast.
00:37:49: Von zwei tollen Frauen gehört.
00:37:51: Das wird jetzt auf jeden Fall mein Wort für im Jahr für
00:37:54: den Jahr für den Jahr.
00:37:55: Zum Schluss würde ich ganz gerne von dir wissen, was du dir wünscht, was sich in der Gesellschaft verändern soll im Umgang mit Tototrauer.
00:38:05: Ich wünsche mir, dass wir Mutiger werden, über das Thema zu sprechen.
00:38:08: Ich wünsche mir, dass wir darüber auch schon in der Schule sprechen.
00:38:11: Ich wünsche mir, dass wir das Thema Bestattungsvorsorge ernst nehmen, dass wir mit unseren Liebsten darüber sprechen, wie wir selbst beerdigt werden möchten, aber auch von ihnen erfahren, wie sie sich das selber mal für sich vorstellen.
00:38:24: Das erspart uns einfach eine Menge Stress, wenn es mal soweit ist.
00:38:26: Einmal uns selber, aber auch unserem Umfeld.
00:38:29: Ich wünsche mir, dass wir uns trauen, mehr über unsere Gefühle zu sprechen.
00:38:35: Und ich sehe, es gibt einen großen Umschwung.
00:38:38: Auf Social Media wird immer mehr über Tod und Trauer gesprochen.
00:38:41: Das finde ich ganz toll.
00:38:42: Und ich wünsche mir, dass wir weitererkennen, dass Tod und Trauer nicht nur schwarz ist, auch wenn ich jetzt hier heute einen schwarzen Bläser trage, sondern unser Leben ist doch total bunt.
00:38:53: Und deswegen darf doch auch Tod und Trauer bunt sein.
00:38:56: Es muss nicht nur schwarz und einfühlig sein, sondern wir leben total farbig.
00:39:02: Also dürfen wir auch farbig gehen.
00:39:05: Magst du ganz im Schluss noch teilen, nur wenn du magst, wie du gerne beerdigt werden möchtest?
00:39:11: Also ich muss dir ehrlich sagen, ich habe da natürlich mit meinem Liebsten drüber gesprochen.
00:39:15: Ich habe da gewissermaßen auch manchmal noch Dinge irgendwie verändert.
00:39:20: Also momentan sehe ich mich in einem Friedwald.
00:39:23: Ich bringe es ohne zu wissen.
00:39:25: Es gibt Friedwald, es gibt Ruheforst und es gibt Waldruhe.
00:39:31: Also es gibt nicht nur den Friedwald, das ist auch ganz wichtig.
00:39:33: Das sind unterschiedliche Konzepte, genau.
00:39:37: An sich ist es das Gleiche.
00:39:38: Es ist eine Bestattung im Wald.
00:39:41: Und dadurch, dass ich im Schwarzwald aufgewachsen bin und ich immer sage, mein allergrößter Happy Place ist der Wald, der direkt bei meinem Elternhaus ist, wo ich jetzt leider nicht beerdigt werden kann.
00:39:51: Das wäre nicht erlaubt.
00:39:53: Aber dadurch, dass das so mein Happy Place ist, fände ich das schön, wenn ich mal unter dem Baum gehe.
00:40:00: Und am Baum.
00:40:02: Und weißt du was?
00:40:02: Ich glaube, bis das bei mir so weit ist, da werden sich vielleicht auch noch ein paar Dinge verändern und deswegen mal gucken, ob das jetzt bei mir so bleibt und dass ich sage, okay, ich möchte in den Wald gehen oder ob sich da meine Wünsche und Entscheidungen verändern.
00:40:18: Wichtig ist, dass ich die Wünsche und die Veränderung meinem Kopf einfach dann auch mit meinem Umfeld teile und das nicht noch für mich behalte.
00:40:26: Und du?
00:40:28: Also ich finde so ein Friedwald oder die anderen Konzepte, mit denen ich mich dann noch beschäftigen muss, finde ich auch total schön.
00:40:35: und ich möchte gerne, dass in der Kirche Fixio läuft und ansonsten möchte ich, dass die Leute danach irgendwie eine Party machen.
00:40:46: Ich will nicht, dass die traurig sind oder jeder alleine nach Hause geht, sondern, dass man einfach zusammen glücklich ist, dass man ein Teil des Weges zusammengehen konnte und so.
00:40:58: Das ist total schön, dass du das sagst.
00:40:59: Ich war vor zwei Wochen auf einer Trauerfeier und die Trauerfeier war in der Kirche und es lief ganz laut Coldplay Sky Full of Stars.
00:41:10: So heißt das Lied richtig.
00:41:12: Und es lief ganz, ganz laut in der Kirche.
00:41:15: Also auch das originale Lied.
00:41:17: Das war ehrlich gesagt, was Trauerfeiern angeht, eine der emotionalsten Sachen, die ich jemals erlebt habe.
00:41:26: in dieser Kirche zu sitzen und dann läuft dieses Lied ganz laut.
00:41:30: Das war ganz, ganz doll schön.
00:41:32: Und ich sage auch immer allen Leuten, traut euch solche Sachen, weil man denkt immer, okay, wenn man was in der Kirche macht, dann darf man so viele Sachen nicht.
00:41:41: Fragen kostet in der Riga nichts.
00:41:43: Und es ist oft sehr viel mehr möglich, als wir glauben.
00:41:46: Das ist aber total gut, damit halte ich das hier fest.
00:41:49: Nach Fixio, was ja super traurig ist und da können alle heulen, muss dann Skyfall of Stars laufen, weil das ist ja die schöne Auflösung.
00:41:57: Heul.
00:41:58: Danke.
00:41:59: Bei mir kommt von Jovi, it's my life.
00:42:02: Rock on.
00:42:04: Danke Leo.
00:42:05: Danke, dass du dieses tolle Buch geschrieben hast und dass du auch hier irgendwie teilst und so viel Raum für Emotionen gibst.
00:42:13: Danke, dass ich hier sein durfte.
00:42:15: Danke.
00:42:15: Das war richtig schön mit
00:42:17: dir.
00:42:18: Jetzt drück ich dich.
00:42:20: Oh Mann, danke schön.
00:42:23: Wenn du bis hierhin zugehört hast, dann danke ich dir wirklich von Herzen.
00:42:27: Dieser Podcast lebt von Zeit, von Aufmerksamkeit und davon, dass wir uns gegenseitig zuhören.
00:42:33: Wenn dir diese Folge etwas gegeben hat, dann freue ich mich riesig, wenn du dem Podcast abonnierst, eine Bewertung darlässt oder ihn mit jemandem teilst, für den er gerade wichtig sein könnte.
00:42:44: Du findest mich auch auf Instagram, dort teile ich Gedanken, Einblicke und Themen, die hier im Podcast weitergehen.
00:42:51: Und wenn du tiefer einsteigen möchtest, in meinem Buch, so alt war ich noch nie, findest du viele der Fragen, Gefühle und Perspektiven wieder, die wir hier besprechen.
00:43:00: Danke, dass du da bist und bis zur nächsten Folge.